21. Juli 2011 06:03; Akt.: 21.07.2011 06:03

Wien will Gebühren für Müll und Wasser erhöhen

Bürgermeister Michael Häupl will die Gebühren für die Wiener erhöhen. Bürgermeister Michael Häupl will die Gebühren für die Wiener erhöhen. - © vienna.at
Bald müssen die Wiener für Müllentsorgung und Trinkwasser tiefer in die Geldbörse greifen. Zumindest wenn es nach Bürgermeister Häupl geht.

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Den Wienern drohen höhere Gebühren bei Parkometern, Wasser- und Müllgebühren: Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl hat sich klar dagegen ausgesprochen, das sogenannte Valorisierungsgesetz auszusetzen. Aufgrund dieser Regelung werden Tarife und Preise automatisch angehoben, falls der Verbraucherpreisindex zur Jahresmitte drei Prozent übersteigt – und die Stadtregierung nicht ausdrücklich auf eine Anhebung verzichtet.

Preissteigerungen für Müllentsorgung und Wassergebühren in Wien

Da der Verbraucherpreisindex über den entsprechenden Wert geklettert ist, wird nun im Rathaus gerechnet, was das für die betroffenen Gebühren bedeutet. Häupl stellte jedoch unmissverständlich klar, dass er nicht an ein Aussetzen denkt: “Wenn ich mich erinnere, dass wir etwa fast 20 Jahre lang den Wasserpreis nicht erhöht haben, dann ist das gar nicht unberechtigt, dass man darüber nachdenkt, manche Tarife anzupassen. Ich werde nicht für eine Aussetzung des Valorisierungsgesetzes plädieren.” Denn wer dies tue, trete für eine Destabilisierung des öffentlichen Haushaltes der Stadt und auch der Wiener Betriebe ein.

Häupl will durch höhere Gebühren Versorgung sicherstellen

“Damit ist eine Ver- und auch eine Entsorgungssicherheit nicht mehr gewährleistet. Das ist das Chaos, auf das die Opposition wartet”, warnte Häupl. Verzichtet wird in Wien hingegen darauf, die Sitze im Landtag zu reduzieren – mit dem Hinweis, dass der Landtag gleichzeitig Gemeinderat ist. Bezogen auf die Einwohnerzahl sei Wien nämlich das Bundesland mit der geringsten Anzahl an Gemeinderäten, betonte Häupl. Die Diskussion um eine Verkleinerung des Landtags ist zuletzt aufgrund des Vorstoßes der Steiermark aufgeflammt. Dort soll es ab 2015 nur noch 48 Mandate – bisher 56 – geben. “Wir sind wahrscheinlich das letzte Bundesland, das etwas verkleinern sollte”, zeigte sich Häupl überzeugt.

 

 (APA)



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