Wien: Mietpreis-Anstieg geringer als Inflation

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Die Mieten in Wien steigen weniger rasant.
Die Mieten in Wien steigen weniger rasant. - © APA (Symbolfoto)
Laut einer Analyse der Online-Plattform ImmobilienScout24 seien die Mieten in Wien weniger stark gestiegen als das allgemeine Preisniveau.

Das Wahlkampf-Debatte um “leistbares Wohnen” in Wien geht laut einer Analyse der Online-Plattform ImmobilienScout24 ins Leere: In den letzten fünf Jahren seien die Mieten in Wien weniger stark gestiegen als das allgemeine Preisniveau, für gebrauchte Wohnungen werde heuer sogar weniger verlangt als 2014, sagen die Plattformbetreiber.

Analysiert wurden die auf der Immobilien-Plattform verlangten Preise für gebrauchte und neue Mietwohnungen. Nicht berücksichtigt wurden dabei die Mieten für Gemeindewohnungen – in Wien wohnt runde eine halbe Million Menschen in Gemeindewohnungen.

Im Schnitt wurde heuer in Wien für gebrauchte Wohnungen rund 10,07 Euro pro Quadratmeter verlangt, um 0,8 Prozent weniger als 2014. Für neue Wohnungen wollen die Vermieter 11,20 Euro haben (+1,8 Prozent). Der Österreich-Durchschnitt (Median) beträgt für gebrauchte Wohnungen 9,22 Euro (+1,1 Prozent), für neue Wohnungen 10,64 Euro (+1,5 Prozent). Insgesamt seien die Mieten für gebrauchte Wohnungen in Wien seit Anfang 2010 um 6,9 Prozent gestiegen, also deutlich weniger als die Verbraucherpreise insgesamt, heißt es in der Analyse.

Preise für Häuser stark gestiegen

ImmobilienScout24 hat auch einen Kauf-Miet-Indikator errechnet, der Mieten mit Preisen für Eigentumswohnungen vergleicht. Demnach kann man in Wien eine durchschnittliche Eigentumswohnung um 300.000 Euro für den gleichen Betrag 31 Jahre lang mieten. Im Gegensatz zu den moderaten Preisanstiegen bei Mietwohnungen seien neue Eigentumswohnungen seit 2010 um rund ein Drittel teurer geworden, gebrauchte Eigentumswohnungen um ein Viertel. Heuer sind neue Eigentumswohnungen etwas billiger geworden (-0,7 Prozent), gebrauchte haben preislich etwas angezogen (+3,3 Prozent).

Häuser sind seit 2010 in Wien um ein Drittel teurer geworden, die Grundstückspreise sind um 70 Prozent explodiert.

(APA, Red.)

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