Wien als “attraktiver Standort”: 159 Firmen zog es im Vorjahr in die City

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Hard Rock Cafe und Co. - Viele neue Betriebe haben in Wien eröffnet
Hard Rock Cafe und Co. - Viele neue Betriebe haben in Wien eröffnet - © APA/HERBERT PFARRHOFER
159 Firmen hat es im Vorjahr nach Wien gezogen. “Das ist ein neuer Rekord”, wie Wirtschafts- und Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Dienstag in der Bürgermeister-Pressekonferenz vorrechnete.

Zu den Neuzugängen gehörten etwa Branchengrößen wie Lukoil, der deutsche Datencenterbetreiber e-Shelter, die Hotelkette Park Hyatt oder auch das Hard Rock Cafe. Die Siedlungstätigkeit erfolgte großteils in Kooperation mit der Austrian Business Agency (ABA) – aber auch im Alleingang, wodurch sich die unterschiedlichen Zahlen (die ABA weist für Wien 131 Neuzugänge aus, Anm.) erklären, wie betont wurde. Insgesamt seien jedenfalls in Wien mehr als 244 Mio. Euro investiert und 960 Arbeitsplätze geschaffen worden, berichtete Brauner.

Zahlreiche Start-Ups und Co.

Zu einem Engagement konnten nicht nur zahlreiche Start-Ups, sondern auch Konzerne wie Lukoil Lubricants bewegt werden. Die Russen übernahmen die ehemalige OMV-Produktionsstätte am Ölhafen, in der nun Schmiermittel für die Automobilindustrie hergestellt werden. Im Stadterweiterungsgebiet Aspern hingegen wurde das deutsche Tech-Unternehmen Greenvest begrüßt. Es unterstützt Betreiber von Kleinwasserkraftwerken bei der Modernisierung ihrer Anlagen.

Eröffnungen wie jene des Park Hyatt oder des Hard Rock Cafes in der City schlagen sich ebenfalls in der Statistik nieder. Der in finanzieller Hinsicht größte Ansiedlungserfolg betrifft jedoch die erste e-shelter-Niederlassung in der Alpenrepublik. Das deutsche Unternehmen baut um 140 Mio. Euro ein Rechenzentrum am Wienerberg.

Attraktiver Standort Wien

Dieses sei auch für die Attraktivität des Standorts Wien von großer Bedeutung, betonte Gerhard Hirczi, der Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien. “Internationale Unternehmen bringen frischen Sauerstoff in die Volkswirtschaft”, beteuerte er. Die Mitarbeiter der städtischen Agentur waren im Vorjahr laut Hirczi in insgesamt 15 Ländern unterwegs, um potenziellen Zuzüglern die Bundeshauptstadt schmackhaft zu machen.

Seit 2004 siedelten sich laut den Stadt-Verantwortlichen insgesamt knapp 1.200 internationale Betriebe in Wien an. 10.000 neue Arbeitsplätze seien dadurch geschaffen – oder gesichert – worden, hieß es heute. Die dadurch ausgelösten Investitionen hätten rund 1 Mrd. Euro betragen. Klarer Spitzenreiter bei den Herkunftsländern ist übrigens Deutschland, stark sind auch Russland, die USA, Ungarn und die Schweiz.

Laut ABA-Geschäftsführer Rene Siegl läuft auch 2015 bis dato “sensationell gut”. 68 bundesweite Ansiedlungen wurden bisher registriert, 40 davon betreffen Wien. Er ziehe daraus zwei Schlüsse: Zum einen sei der Standort Österreich “besser als sein Ruf im Inland”. Und, was angesichts zahlreicher Krisen immer wichtiger werde: Österreich könne mit Stabilität punkten, hob Siegl hervor.

>> Wien bleibt bei den Betriebsansiedelungen führend

(APA)

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