Wenn Tierfutter zu teuer wird: Sozialtafel für Haustiere in Wien

Von Daniela Herger
Hund oder Katze wie gewohnt zu versorgen, kann nach Schicksalsschlägen zum Problem werden Hund oder Katze wie gewohnt zu versorgen, kann nach Schicksalsschlägen zum Problem werden - © Gerda Müller / pixelio.de (Sujet)
Wenn Menschen unverschuldet in soziale Notsituationen geraten, sind oftmals nicht nur ihre Familien betroffen, sondern auch ihre Haustiere. Der Kauf von Tierfutter wird zur zusätzlichen finanziellen Belastung. Abhilfe schafft das Projekt “Sozialtafel für Haustiere”, das seit Kurzem mit einem Standort in Wien vertreten ist.

Dass Haustiere, allen voran Hunde und Katzen, ihren Besitzern viel geben und eine große Rolle als Begleiter, Beschützer und Trostspender spielen können, ist unbestritten. Wer Job oder Wohnung verliert oder etwa nach einer Trennung in eine finanziell prekäre Lage gerät, leidet oftmals auch darunter, seinen Vierbeiner nicht mehr wie gewohnt versorgen zu können.

Verein vergibt Tierfutter nun auch in Wien

Hier setzt die Futterbox Österreich an, die mit dem Projekt “Sozialtafel für Haustiere” nach eigener Definition dazu beitragen möchte, “das Miteinander von Tier und Mensch in wirtschaftlich prekären Lebenssituationen wieder etwas unbeschwerter zu gestalten.”

Bei der Futterbox Österreich handelt es sich um einen gemeinnütziger Verein mit Sitz in St. Pölten, der armutsgefährdeten Tierhaltern in Österreich die artgerechte Versorgung und Haltung ihrer Haustiere erleichtern will.

In der Pfarrkirche Nussdorf in der Greinergasse in Döbling wird seit Dezember 2013 im Zuge des “Sozialtafel”-Projektes Futter für Katzen, Hunde und Co. vergeben. Bedürftige Wiener Haustierhalter können dort regelmäßig kostenfreies Tierfutter beziehen, das von privaten Spenden, Unternehmen und Institutionen zur Verfügung gestellt wurde.

Sozialtafel für Haustiere: Wer sie nutzen kann

Anspruchsberechtigt sind bei der “Sozialtafel für Haustiere” all jene Personen, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben und sich nachweislich in einer finanziell prekären Lebenssituation befinden (bestimmte Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten werden).

Auch dürfen Hund oder Katze nicht erst angeschafft worden sein, als die soziale Notsituation bereits bestand, denn der Verein möchte weder “Animal Hording”, noch die unverantwortliche Anschaffung von Haustieren unterstützen.

Mehr zur Sozialtafel für Haustiere, zu Anspruchsberechtigungen und zur Möglichkeit, das Projekt mit Futterspenden oder als Mitglied zu unterstützen, finden Sie hier.

(DHE)

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