Weg mit alten Kommunikationsstrategien – zurück zur Authentizität

Weg mit alten Kommunikationsstrategien – zurück zur Authentizität
Gastkommentar von Petra Falk: „Wer immer das gleiche probiert, darf sich nicht wundern wenn er kein neues oder besseres Ergebnis erlangt.” Dieser und ähnliche Sprüche sind alt und bekannt und dennoch sehr wahr – vor allem was die Kommunikation betrifft.

Jeder von uns hat Verhaltensmuster die uns oft gar nicht bewusst sind – Das Kommunizieren ist eine Form des Verhaltens und hier haben wir alle alte Strategien und Muster die häufig nicht zur aktuellen Lebenssituation passen. Kommunikation kann natürlich trainiert werden, allerdings ist eines dabei unbedingt erforderlich: Sie müssen Ihre Komfortzone verlassen!!Menschen kommunizieren mit ihrer Umwelt gleich nachdem Sie geboren werden. Babys finden recht rasch heraus wie sie schreien müssen damit die Eltern schnellst möglich herbeigeeilt kommen. Als Kinder entwickeln wir ein unglaubliches Gespür dafür, wie wir Stimme und Körpersprache einsetzen müssen um unsere Interessen durchzusetzen. Mit unserer Stimme wecken wir den Beschützerinstinkt, wirken bedrohlich, trotzig, etc…. Je nach dem, was in dieser prägenden Lebensphase am besten funktioniert gehen wir auch unser restliches Leben vor.

Stimmstrategie

Leider vergessen wir recht bald, dass die hohe, tiefe, laute oder leise Stimme Teil einer Strategie ist und so wird die Stimmstrategie zum Stimmideal – FAZIT: Wir wissen nicht mehr wie unsere echte Stimme klingt und benutzen immer noch unsere alte Strategiestimme. Diese Strategiestimme passt aber oft nicht zur aktuellen Lebenssituation und damit wirken Sie nicht mehr authentisch.

Sie können sich tausende Male vornehmen, in wichtigen Situationen besonders entschlossen, kompetent oder tough zu klingen. Wenn Sie in Ihrer Kindheit und Jugendzeit Ihre Ziele am besten erreicht haben in dem Sie sich keiner machen um den Beschützerinstinkt bei Ihrem Umfeld zu wirken, wird es Ihnen schwer fallen, dieses alte Verhaltensmuster spontan abzulegen. Warum?

Verlassen der Komfortzone

Unsere innere Welt ist durch klare Grenzen abgesteckt – einfach zu machen was wir wollen ist dadurch unmöglich! Denn außerhalb dieser Grenzen lauert das Unbekannte, aber auch großes Potential um uns weiter entwickeln zu können. Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden in ein Geschäft gehen und plötzlich ganz anders als sonst mit der Verkäuferin sprechen. Was passiert? Sie bekommen ein seltsames Gefühl in der Magengegend, sind nicht sicher wie die Verkäuferin reagiert – also unsicher! Jetzt haben Sie Ihre Komfortzone verlassen und der Weg ist frei um neue Erfahrungen zu sammeln und Weiterentwicklung wird möglich.

Hier ein paar Tipps um ihr stimmliches und sprachliches Repertoire zu erweitern:

Finden Sie heraus wie Ihre natürliche Stimme (Indifferenzlage) klingt!

Setzen Sie sich zuhause in Ruhe hin und atmen Sie zunächst ein paar Mal tief aus und ein. Dann summen Sie ein mmmmm….., so als ob Sie ein leckeres Essen vor sich hätten. Dann ergänzen Sie den Summton mit dem Satz mmmmhhhhh……das schmeckt mir! Wenn Sie diese Übung ein paar Mal hintereinander machen, werden Sie bemerken, dass ihre Stimme anders klingt – Sie haben ihre natürliche Eigentonlage gefunden. Das ist die Tonlage in der Sie auf Ihr Umfeld authentisch wirken.

Experimentieren Sie mit Ihrer Stimme und machen Sie neue Erfahrungen!

Versuchen Sie in unverfänglichen Situationen immer wieder ganz anders zu sprechen als Sie es sonst tun. Sprechen Sie deutlich höher oder tiefer, mal besonders beruhigend, dann wieder entschlossen oder besonders lieblich. Wenn Sie dabei ein mulmiges Gefühl im Bauch haben, so ist das ganz normal – schließlich verlassen Sie die Komfortzone und sammeln neue Erfahrungen – brechen aus alten Mustern aus!

Verändern Sie Ihre Körperhaltung und beobachten Sie die Reaktion

Wenn Sie der Typ sind, der eher dazu neigt zusammen gesunken dazustehen, probieren Sie einmal aus, während des Gesprächs die Körperhaltung (also die nonverbale Kommunikation) so zu verändern, dass Sie größer wirken. Beobachten Sie wie Ihr Gegenüber auf diese Veränderung reagiert.

Beobachten Sie welche Kommunikationsstrategien die Menschen in Ihrem Umfeld haben

Analysieren Sie das Kommunikationsverhalten der Menschen rund um Sie – egal ob im Job oder im Privatleben, Sie werden bemerken, dass jeder Mensch Strategien hat. Die einen verwenden eine besonders liebe und hohe Stimme wenn sie etwas erreichen wollen, die anderen benutzen eine feste und tiefere Stimme um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Verantwortlich dafür, warum Sprache und Stimme so stark auf uns wirken sind unter anderem die Spiegelneuronen im Gehirn. In meinem nächsten Beitrag will ich Ihnen erklären wie Sie bei Ihrem Gegenüber mit Hilfe der Spiegelneuronen Begeisterung, Interesse, Spannung, etc.. auslösen können.

Stimmige Grüße,

Petra Falk

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