Homophobie und Rassismus: Trnava-Hools halten Wiener Polizei in Atem

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Erhöhtes Polizeiaufgebot vor dem EL-Quali-Heimspiel der Austria gegen Trnava.
Erhöhtes Polizeiaufgebot vor dem EL-Quali-Heimspiel der Austria gegen Trnava. - © APA (Symbolbild)
Bei Kontrollen der slowakischen Fanbusse vor dem Europa-League-Quali-Spiel Austria gegen Spartak Trnava stellte die Wiener Polizei auch verschiedene Waffen sicher.

Vor dem Qualifikationsspiel für die Gruppenphase der Europa League der Wiener Austria gegen Spartak Trnava hat es am Donnerstag offenbar im Umfeld des Ernst-Happel-Stadions weitere Festnahmen von Anhängern des slowakischen Vereins gegeben. Polizeisprecher Paul Eidenberger sagte zur APA, es habe zahlreiche Identitätsfeststellungen gegeben.

Auch hätten die Trnava-Anhänger ein Netz heruntergerissen, das verhindern sollte, dass Gegenstände in Richtung Spielfeld geworfen werden. Dazu gab es homophobe und rassistische Äußerungen gegen dunkelhäutige Menschen.

Vor Austria vs. Trnava: Waffenfunde bei Gäste-Bussen

Bereits zuvor hatte es etwa drei Stunden vor dem Anpfiff im Zuge der Kontrollen slowakischer Fanbusse eine Festnahme nach dem Verbotsgesetz gegeben, berichtete Eidenberger. Ebenso wurden Schlagstöcke und Schlagringe sichergestellt, nachdem man routinemäßig die Busse aus der nahegelegenen westslowakischen Stadt kontrolliert hatte.

Die Landespolizeidirektion Wien hat zudem in einer ab Donnerstag, 13.00 Uhr, geltenden Verordnung gemäß des Sicherheitspolizeigesetzes unter anderem angekündigt, dass der Zutritt zum Ernst-Happel-Stadion nur Personen gestattet ist, die ihre Kleidung und mitgeführten Behältnisse von der Exekutive durchsuchen lassen.

Das Stadion und der Bereich davor gilt dabei bis 0:00 Uhr als sogenannter Sicherheitsbereich. Bei einer Weigerung kann der Besuch des Spiels untersagt werden, ebenso kann ein Betretungsverbot für den Sicherheitsbereich ausgesprochen werden.

Zehn Festnahmen nach dem Europa League-Spiel

Auch nach dem Europa-League-Spiel zwischen Austria Wien und Spartak Trnava hatten sich einige Anhänger nicht unter Kontrolle. Laut Polizeiaussendung kam es zu Zusammenstößen rivalisierender Fans und der Exekutive. Dabei seien insgesamt zehn Personen festgenommen worden. Sechs Personen mussten in Krankenhäuser gebracht werden, die Polizei beklagte zwei verletzte Beamte.

(APA, Red.)

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