Von “Suicide Squad” bis “Ghostbusters”: Die Kinohighlights im August

Von Christoph Stachowetz
Der kommende Blockbuster "Suicide Squad" wird den August rocken
Der kommende Blockbuster "Suicide Squad" wird den August rocken - © Warner Bros
Der Sommer ist endlich auch hierzulande angekommen (trotz der aktuellen Kaltfront) und das große Schwitzen hat begonnen. Glücklicherweise bietet die Filmindustrie aber für die schwülen Sommerabende genug Abwechslung, um Fans aller Filmgenres in die gekühlten Kinos zu locken.

Gerade der August bietet dabei eine reichhaltige Auswahl an großen Blockbustern und teils perfekt auf die Jahreszeit abgestimmte Werke, die eine Entscheidung, welchen Film man nun ansehen möchte, doch erschwert. Hier also die Filmhighlights im August, gelistet wie immer nach dem Erscheinungsdatum.

Lights Out (04.08.)

Horrorfilme sind immer en vogue, wirklich gute, also effektive Werke in diesem Genre dabei jedoch spärlich gesät. Ein klassisches Erfolgsrezept ist jedenfalls die Kombination aus (Spielfilm-)Regiedebüt eines jungen Filmemachers und einer originären Idee, was nun eben auch “Lights Out” vorzuweisen hat. Der schwedische Regisseur David F. Sandberg hat 2013 mit seinem gleich betitelten Kurzfilm für Furore gesorgt, nun folgt also der Langfilm, von niemand geringeren produziert als James Wan (“Saw”, “The Conjuring”, “Insidious”). Der Inhalt ist schnell erklärt: Licht an – alles ist in Ordnung. Licht aus – Angst und Schrecken. Der Trailer sagt wohl mehr aus als Worte beschreiben könnten in diesem Fall.

Ghostbusters (05.08.)

Endlich kann auch das heimische Publikum bei der großen “Ghostbusters”-Debatte mitmischen. Sind die Original-Geisterjäger von 1984 genauso sakrosankt wie unmöglich neu zu besetzen, geschweige denn neu verfilmbar? Wird jemals irgendjemand ein passender Ersatz für den großartigen Bill Murray sein, noch dazu in der Rolle des schelmischen Schürzenjägers Peter Venkman? John, Paul, Ringo und George oder Venkman, Stantz, Spengler und Zeddemore? Fragen über Fragen, deren Antworten vermutlich ebenso polarisieren wie es die ersten internationalen Kritiken zum Film. Man darf also gespannt sein, ob die “neuen” Geisterjäger dem Original etwas entgegen zu setzen haben – oder vielleicht auch an der legendären Komödie ansetzen können.

Jason Bourne (11.08.)

Matt Damon und Paul Greengrass melden sich mit der “Bourne”-Reihe zurück. Nach dem eher enttäuschenden “Bourne Vermächtnis”, in dem Jeremy Renner als Damon-Ersatz positioniert wurde, kehrt die Reihe nun zu ihren Wurzeln zurück. Internationale Kritiken zeigen sich gespalten angesichts des neuen Films: Eine unnötige Fortsetzung schreiben die einen, andere sind zumindest von der gewohnt stoisch-energetischen Performance des Hauptdarstellers in Verbindung mit der gewohnt Handkamera-artigen Inszenierung von Regisseurs Greengrass begeistert. Wie auch immer: In “Jason Bourne” tritt der titelgebende Agent wieder ins Rampenlicht und wird internationale Verschwörungen in illustren Locations aufdecken. Ob der Film mehr als reines Fan-Service darstellt, wird wohl von jedem Zuseher selbst zu entscheiden sein.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (11.08.)

Auch in diesem Film treten die Hauptdarsteller aus dem schützenden Untergrund (hier: wortwörtlich) in das Rampenlicht der Öffentlichkeit: In “Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows” treten die vier Pizza-Connaisseure nun gegen ein breites Gegnerfeld an, was Fans der Serie wohl besonders freuen dürfte. Oberbösewicht Shredder, der im ersten Ableger den Turtles das Leben schwer gemacht hat, wird dank einer Zusammenarbeit mit Baxter Stockman in einen andere Dimension teleportiert. Dort trifft er natürlich auf das gleichermaßen böse wie widerliche Alien Krang, mit dem er einen perfiden Plan schmiedet. Auch mit dabei: Die beiden frisch mutierten Publikumslieblinge Rocksteady und Bebop sowie Casey Jones, der mit allerlei Sportutensilien gegen das Böse antreten wird.

Suicide Squad (18.08.)

Neben “Ghostbusters” sicherlich der meist ersehnte Film unter den Sommerblockbustern: Mit der “Suicide Squad” versammelt DC Comics eine Riege an obskuren und eher unbekannten Superbösewichten, um sie als Anti-Helden-Truppe ohne Rücksicht auf Verluste gegen finstere Mächte zum Einsatz zu bringen. Skepsis seitens der Fans, viele Probleme hinsichtlich der Positionierung des Films im Vorfeld und erste ernüchternde Kritiken dämpfen wohl auch für die Produzenten den Ausblick auf Erfolg. Kinogänger in den USA scheint dies aktuell jedoch kaum etwas auszumachen, haben sie doch bereits vor dem Startwochenende überraschend für ordentlich gefüllte Kinokassen gesorgt. Immerhin handelt es sich ja um eine starbesetzte Riege an Schauspielern (u.a. Will Smith als Deadshot und Margot Robbie als Harley Quinn), die in einer düsteren Comicverfilmung ihr Unwesen treiben können. Mischt man noch Jaret Letos neuen Joker und das Highlight von “Batman v Superman: Dawn of Justice”, also Ben Afflecks Verkörperung des dunklen Ritters, bei, so kann die verhaltene, aber doch zugkräftige Begeisterung der Genre-Fans verstanden werden.

Elliot, der Drache (25.08.)

In den USA erscheint der Film als “Pete’s Dragon”, hierzulande nun als “Elliot, der Drache”: Etwas traurig, könnte man doch schnell an ein beliebiges 08/15-CGI-Fantasyspektakel denken und nicht an die aufgefrischte Version des beliebten Disney-Familienfilms “Elliot, das Schmunzelmonster”. Stark inhaltlich und optisch an der Vorlage orientiert, darf der überdimensionale grüne Drache auch hier mit einem kleinen Jungen eine untrennbare Bindung eingehen und dabei auch noch das Publikum verzaubern. Starbesetzt mit Bryce Dallas Howard, Robert Redford und Karl Urban zeigen sich erste Filmkritiken genauso überrascht wie begeistert von “Elliot, der Drache”, der mit einer tatsächlich berührenden Erzählung nicht nur als Remake überzeugen soll.

The Shallows – Gefahr aus der Tiefe (26.08.)

Endlich kommt der prototypische Sommerfilm auch in die heimischen Kinos. In “The Shallows – Gefahr aus der Tiefe” darf mal wieder vor einem weißen Hai gezittert werden, mitten in der Sommer-Sonne-Badehochsaison. Die Prämisse des Films ist dabei geschickterweise einfach gewählt: Eine (natürlich ansehnliche) Surferin wird knapp 180 Meter vor einem idyllischen und abgelegenen Strand von einem hungrigen weißen Hai auf einem kleinen Felsen eingekesselt. Ohne Aussicht auf Rettung muss die junge Frau mit dem Überleben kämpfen. Hauptdarstellerin Blake Lively soll in “The Shallows – Gefahr aus der Tiefe” brillieren, auch die aufgebaute Spannung soll den ganzen Film über aufrecht erhalten werden, was den Thriller vermutlich sehr sehenswert macht.

Hotel Rock’n’Roll (26.08.)

Sex, Drogen und Rock’n’Roll: Genau damit hat der verstorbene österreichischen Filmemacher Michael Glawogger eine Trilogie begonnen, die nun mit “Hotel Rock’n’Roll” seinen Abschluss nimmt. Nach den vergnüglichen Komödien “Nacktschnecken” und “Contact High”, die dabei Sex respektive Drogen in den Fokus nahmen, folgt nun konsequenterweise der Rock’n’Roll. Bei den ersten beiden Teilen hat noch Glawogger Regie geführt und zusammen mit Darsteller Michael Ostrowski das Drehbuch geschreiben, hier hat nun der Schauspieler mit Helmut Köpping gemeinsam den Film vollendet. In “Hotel Rock’n’Roll” geht es dennoch gewohnt deftig zur Sache: Pia Hierzegger erbt darin eine heruntergekommene Villa, die kurzerhand mithilfe zweier Chaoten (Ostrowski und Gerald Votava) und einem “All inclusive Sex, Drugs & Rock’n’Roll Experience Package” wiederbelebt werden soll. Schon dank eines erneuten Auftritts von Georg Friedrich als Schorsch (siehe Trailer) absolut sehenswert.

(Red.)

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