Vögele Shoes schließt 15 von 49 Filialen in Österreich

Zahlreiche Filialen werden geschlossen, rund 60 Mitarbeiter sind betroffen
Zahlreiche Filialen werden geschlossen, rund 60 Mitarbeiter sind betroffen - © APA
Die bis Dezember unter dem Namen Vögele Shoes GmbH bekannte Schuh & Schuh PKTS GmbH wird 15 Filialen in Österreich schließen, rund 60 Mitarbeiter sind betroffen.

Die Firma mit Sitz in Dornbirn wird dabei auch eine Filiale in Wien schließen.

60 Mitarbeiter betroffen: Vögele Shoes schließt zahlreiche Filialen

Zwischen drei und fünf Mitarbeiter pro Filiale, berichtete die wirtschaftspresseagentur.com am Freitag. Für die Fortführung des Unternehmens wird noch ein Investor gesucht. Zwei der betroffenen Filialen im Sillpark in Innsbruck und in Bad Ischl werden sofort geschlossen, an 13 anderen Standorten sollen die vorhandenen Waren bis Ende April abverkauft werden, informierte der Sanierungsverwalter Tobias Gisinger nach der ersten Prüfungstagsatzung in Feldkirch. Dabei handelt es sich um vier Filialen in Kärnten, vier in Niederösterreich und je einem Sitz in Wien, in Vorarlberg, in der Steiermark und im Burgenland. In Tirol wird ebenfalls ein weiterer Standort mit 1. Mai geschlossen.

Teil eines Sanierungskonzeptes

Die Schließungen seien Teil eines Sanierungskonzeptes, das die Schuldnerin bereits bei der Eröffnung des Verfahrens ohne Eigenverwaltung im Jänner vorgelegt hat. Gemeinsam mit der Suche nach einem Investor sollen sie laut Gisinger ein wirtschaftliches Überleben der Schuhhandelskette sicherstellen. Diesbezügliche Gespräche seien bereits am Laufen, ohne einen Geldgeber werde es jedenfalls schwierig, das Unternehmen weiterzuführen. Großes Lob zollte der Sanierungsverwalter den rund 240 Mitarbeitern der Schuh & Schuh PKTS. Ihr Einsatz sei enorm. Seit der Verfahrenseröffnung lägen die Umsätze über Plan, betonte Gisinger und versprach, sein Bestes zu tun, um möglichst viele Filialen halten zu können.

Passiva mit rund 10,2 Mio. Euro beziffert

In dem Insolvenzverfahren haben bisher 309 Gläubiger und die rund 240 Beschäftigten Forderungen im Ausmaß von 2,95 Mio. Euro angemeldet, anerkannt wurden davon 2,5 Mio. Euro. Bei der Eröffnung des Verfahrens beliefen sich die Passiva auf rund 10,2 Mio. Euro. Angeboten wird eine Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Wird der vorgeschlagene Sanierungsplan angenommen, geht das Unternehmen von 3,6 Mio. Euro an Verbindlichkeiten aus, die zu berücksichtigen sind. An Aktiva sind unter anderem offene Forderungen in Höhe von knapp 117.000 Euro sowie ein umfassendes Warenlager vorhanden, das nicht unter Eigentumsvorbehalt steht – in Summe Werte in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro. Als Ursache für die Insolvenz hatte Geschäftsführer Christian Hahn im Jänner den hohen Preis- und Wettbewerbsdruck im Schuheinzelhandel genannt. Für eine notwendige Umstrukturierung fehlte das Geld, auch die Gesellschafter könnten keine Mittel zur Verfügung stellen.

(APA/Red.)

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