Vienna’s Startups: SCO2T ermöglicht eine neue Art der Mobilität in Wien

Selfie von dir und deiner Stadt
Selfie von dir und deiner Stadt - © SCO2T.com / Philipp Lipiarski
Schnell durch die Stadt ohne im Bus, der U-Bahn oder am Rad zu schwitzen oder einfach nur die Parkplatzsuche und den Stau mit dem Auto umgehen? Das Wiener Unternehmen SCO2T erweitert die Möglichkeiten im Stadtverkehr mit seinem Roller-Sharing-Dienst und bereichert damit das urbane Mobilitätskonzept.

Was macht SCO2T?

Wiens jüngster Sharing-Dienst wurde im vergangenen Jahr von drei Car-Sharing und Roller-Aficionados (Thomas Strohmaier, Michael Koss, Balázs Bárány) gegründet. Nach wenigen Monaten der Entwicklung und ausführlichen Testrunden war der erste SCO2T startbereit und SCO2T nahm im Frühjahr 2015 den Betrieb auf. Kunden können seither die SCO2T-Roller „direkt von der Straße weg“ anmieten.

Die Anmeldung & der Mietvorgang erfolgt ausschließlich über die SCO2T Website. Technik-Leiter und Co-Gründer Balázs Bárány sagt: „mit der Website wollen wir für alle unsere Kunden einen leichteren Zugang des Systems unabhängig von ihrer Smartphone- oder Tablet-Marke bzw. für das jeweilige Betriebssystem ermöglichen“. Um die Nutzungserfahrung zu vereinfachen, wurde der Service auch in Apps von Drittanbietern wie zum Beispiel MyMobilityMap, die den Zugriff verschiedener Sharing-Dienste über eine App ermöglichen, integriert.

Angetrieben von den positiven Nutzer-Reaktionen wurde das Angebot bald erweitert und deckt nun alle Wiener Innenbezirke, sowie den 20ten ab. Nach der Winterpause startete SCO2T im Jahr 2016 mit nunmehr mehr als 60 Fahrzeugen. Unter Berücksichtigung des Kundenfeedbacks aus dem Vorjahr sind alle Roller mittlerweile mit zwei Helmen, hygienischen Einweghauben, Topcase, Handyhalter und USB-Ladegerät ausgestattet.

Woran verdient SCO2T?

Wie in dem Sektor üblich, wird der Service vom Kunden entweder pro Minute oder pro Tag bezahlt. Der Minutenpreis beträgt 19 € ct (9 € ct für das Parken). Pro Tag fallen Gebühren von €29,90 für 50 ccm und €39,90 für 125 ccm Roller an. Wie auch bei Car2Go übernimmt SCO2T die Kosten für den Service, die Versicherung und die Betankung. Somit fallen keinerlei Zusatzkosten für den Nutzer an.

Weiters erhalten die Gründer viele Anfragen für ihre Softwarelösung und ihr Geschäftsmodell. Andere Unternehmen interessieren sich insbesondere für die automatisierte Trackingsoftware der Roller, die branchenübergreifend für alle Fahrzeuge angewendet werden kann. Eine Verdienstquelle mit denen die Gründer nicht von Anfang an gerechnet haben.

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50er und 125er Roller im Portrait © SCO2T.com / Philipp Lipiarski

Wer steckt hinter SCO2T? Was ist der Antrieb hinter der Idee?

Die Gründer bezeichnen Roller-Sharing „als eine logische und in der Folge innovative Erweiterung der bereits etablierten Free-Floating-Carsharing Anbieter wie DriveNow und Car2Go“. SCO2T ist der erste und bisher einzige österreichische Anbieter von Roller-Sharing, wo die Roller nicht zum Ausgangsort zurückgebracht werden müssen.

“SCO2T gibt Antworten auf viele der Herausforderungen im heutigen Straßenverkehr”, erklärt SCO2T Gründer und Geschäftsführer Thomas Strohmaier und führt fort: “Wir bieten unseren Kunden eine angenehme und kostengünstige Art und Weise schnell und direkt an Ihr Ziel zu kommen. Aufgrund ihrer geringen Größe, belasten unsere Roller den begrenzten städtischen Raum nicht unnötig und tragen daher zur Vermeidung von Stau- und Parkplatzproblemen bei.“ Eine Tatsache die sich laut dem Gründer ebenfalls positiv auf die Umwelt auswirkt.

“Als erste Sharing-Anbieter weltweit bieten wir Roller verschiedener Kategorien an“ ergänzt Co-Gründer Michael Koss. Diese Strategie ermöglicht die Vergrößerung der Zielgruppe. Es werden sowohl Gelegenheitsnutzer bzw. Autofahrer mit dem normalen PKW Führerschein, als auch die erfahreneren Biker mit dem Dienst angesprochen.

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SCO2t als Teil des urbanen Lifestyles © SCO2T.com / Philipp Lipiarski

Wie geht es weiter mit SCO2T?

Primäres Ziel der Gründer ist der weitere Ausbau des Services in Wien. Auf Basis der stetig steigenden Nachfrage, arbeitet SCO2T daran sowohl die Menge der Roller als auch die Breite des Roller-Portfolios in Wien zu erhöhen. Abgesehen davon vermarktet das Unternehmen sowohl ihre Softwarelösung als auch ihr Geschäftsmodell an Anbieter in anderen Märkten. Diese Einnahmequelle wird für weitere Investitionen in den Ausbau der SCO2T Flotte genutzt wird.

Schlussendlich freuen sich die Unternehmer auf die neue Saison, da sie selbst ganz viel Spaß daran haben mit dem Roller durch das sommerliche Wien zu cruisen. Wir von 1030 Innovation hatten jedenfalls große Freude bei unserer Testfahrt und wünschen dem Team von SCO2T weiterhin viel Erfolg.

1030 Innovation, Can Ceylan

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