Viennale-Geschäftsführerin wünscht sich internationale Lösung für Hurch-Nachfolge

Eva Rotter im Interview zu ihrer präferierten Viennale-Direktion-Nachfolge
Eva Rotter im Interview zu ihrer präferierten Viennale-Direktion-Nachfolge - © Robert Newald / Viennale
Im Interview mit dem Onlinemagazin “filmclicks.at” äußerte sich die langjährige Geschäftsführerin der Viennale, Eva Rotter, zu ihrer präferierten Lösung für die künftige Nachfolge der Filmfestival-Direktion.

“Für das Festival wäre eine internationale Lösung fantastisch”, so Rotter. Die Ausschreibung für die Nachfolge des verstorbenen Hans Hurch läuft noch bis 5. Dezember.

Viennale-Geschäftsführerin Eva Rotter zur Direktions-Nachfolge

Sie hoffe, die Entscheidung, die bis spätestens 31. Jänner 2018 vom Viennale-Kuratorium auf Vorschlag einer Findungskommission getroffen werden soll, werde jemanden treffen, “der einen neuen Blick auf die Viennale wirft und auch international gut vernetzt ist. Damit die internationale Positionierung der Viennale weitergeht. Ich glaube, dass dies auch Hans Hurch bevorzugen würde: Dass man eine neue Leitung findet, die nicht mit den WienerCliquen verbunden ist. Ob Mann oder Frau, das ist egal.”

Es brauche keine Aufwertung der Viennale zu einem A-Festival, zudem fehlten hierfür die finanziellen Mittel, so Rotter. “Ich glaube, dass die Viennale keinen Wettbewerb braucht. Es gibt genug Festivals mit Wettbewerben. (…) Wir haben mit der Viennale etwas sehr Schönes: Wir sind in unserer Nische ein feiner, kleiner Edelstein in der internationalen Filmlandschaft. Diese Qualität wollen wir halten. Ohne einen Wettbewerb und ohne ein A-Festival zu sein.”

“Vor 20 Jahren hätte Hans Hurch diese Anforderung nicht erfüllen können”

Bei der Suche nach einem Nachfolger für die Position, die Hurch über 20 Jahre innehatte, erwartet man sich laut Ausschreibung Bewerbungen profilierter Persönlichkeiten mit Erfahrung in verantwortungsvoller Position in der Programmierung namhafter internationaler Festivals oder vergleichbarer Institutionen. Hurch hätte bei einem vergleichbaren Anforderungsprofil einst schlechte Karten gehabt, gibt Rotter in dem Interview zu: “Stimmt, vor 20 Jahren hätte Hans Hurch diese Anforderung nicht erfüllen können.”

(APA/Red.)

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