Vienna Capitals nach Sieg gegen Linz zum dritten Mal im EBEL-Finale

Die Vienna Capitals sind im EBEL-Finale.
Die Vienna Capitals sind im EBEL-Finale. - © APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Zum dritten Mal stehen die Vienna Capitals in der Finalserie der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL). “Es war immer knapp, am Ende hatten wir das Glück vielleicht auf unserer Seite, aber das haben wir uns auch verdient”, hieß es nach dem Spiel.

Die Wiener setzten sich im fünften Spiel des “best of seven”-Halbfinales bei den Black Wings Linz 2:1 n.V. (1:1,0:0,0:0/1:0) durch und entschieden die Serie mit 4:1 für sich. Im Finale wartet nun der regierende ÖEHV-Meister Salzburg.

Sieg für die Vienna Capitals

Rafael Rotter erzielte vor 4.865 Zuschauern in der EisArena nach 7:26 Minuten der Overtime den entscheidenden Treffer für die Mannschaft von Head Coach Jim Boni. Für den Stürmer war es sein erstes Tor im diesjährigen Play-off. Die “Caps” holten 2005 im Finale den Titel, 2013 scheiterten sie am KAC. Eine Endspielserie gegen den sechsfachen Champion Salzburg hat es in der EBEL-Historie noch nicht gegeben.

“Es war immer knapp”

“Es war immer knapp, am Ende hatten wir das Glück vielleicht auf unserer Seite, aber das haben wir uns auch verdient”, meinte Siegtorschütze Rotter unmittelbar nach der Schlusssirene und kündigte auch im Finale einen großen Kampf an: “Salzburg ist eine große Aufgabe für uns, aber wir werden ihnen alles abverlangen.”

Saison für die Linzer beendet

Für die Linzer endete die Saison abrupt. Dabei hatten die wieder mit Center Rob Hisey angetretenen Oberösterreicher ausnahmsweise den besseren Start erwischt. Jason Ulmer traf für die zuletzt achtmal in Serie in Rückstand geratenen Stahlstädter in der 6. Minute in Überzahl. Die Caps kassierten nach sechs Spielen somit wieder einen Gegentreffer im Startdrittel. Sie ließen sich davon aber nicht beirren, hielten in einer erneut emotional geführten Partie dagegen und wurden 1,6 Sekunden vor der ersten Pausensirene belohnt.

Linz-Goalie Mike Ouzas war bei einem Versuch von Matt Watkins zunächst noch zur Stelle. In der anschließenden Aktion arbeitete Watkins vor Ouzas aber erfolgreich, Kris Foucault traf ins leere Tor. Der psychologische Vorteil war wieder aufseiten der davor dreimal in Folge erfolgreich gebliebenen Wiener.

Wiener in der Überzahl

Aufregung herrschte dann in der 30. Minute. In Überzahl zog Brett Carson für die Wiener erfolgreich ab. Linz-Coach Rob Daum forderte den Videobeweis ein, der Treffer wurde aufgrund eines aus der Verankerung verschobenen Torgehäuses schlussendlich nicht gegeben. Die Capitals agierten im Mitteldrittel mit Vorteilen (Schussstatistik 17:7), aber im Abschluss und Powerplay zu ineffektiv. Die beste Chance für Linz ließ Daniel Oberkofler nach einem Gegenstoß liegen (26.).

“Man muss den Hut ziehen vor Wien”

Im dritten Spielabschnitt neutralisierten sich die Teams. Erneut hätten die Capitals im Finish beinahe zugeschlagen. Foucault schloss 28 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit jedoch zu unplatziert ab, Ouzas parierte. So ging es zum dritten Mal in dieser Halbfinal-Serie in die Verlängerung, in der die Capitals das bessere Ende für sich hatten. “Bei 1:4 gibt es nicht viel zu diskutieren. Man muss den Hut ziehen vor Wien, sie haben sich gesteigert im Vergleich zur Zwischenrunde und sind verdient im Finale”, war Linz-Verteidiger Robert Lukas ein fairer Verlierer. (APA)

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