Verteidigungsministerium vermeldet Hackerangriff auf Bundesheer-Website

Das Ministerium nach dem Hacker-Angriff auf die Bundesheer-Website: "Systeme gut geschützt"
Das Ministerium nach dem Hacker-Angriff auf die Bundesheer-Website: "Systeme gut geschützt" - © Pixabay (Sujet)
Erneuter Hacker-Angiff auf eine offizielle Ministerien-Website: Nach dem Außenministerium ist auch das Verteidigungsministerium von Hackern angegriffen worden.

Die Bundesheer-Website war in der Nacht auf Montag nicht erreichbar, teilte ein Sprecher mit. Andere Folgen hatte der Angriff demnach nicht.

Attacke auf Bundesheer-Website: Hacker überlasteten Server

Es handelte sich um eine sogenannte DDOS-Attacke – dabei werden mehrere tausend Anfragen auf einen Server gleichzeitig geschickt, was zu einen Zusammenbruch des Systems führt, die Bundesheer-Website blieb einige Stunden offline. Der Angriff zeige, dass “die Systeme gut geschützt” seien, betonte der Sprecher, denn es gebe nur ein Einfallstor und dort seien die Hacker quasi nur bis zur Eingangstür gekommen. Denn innerhalb des Systems sei nichts passiert, auch habe es auf kritische Systeme keinen Angriff gegeben, unterstrich der Sprecher.

Bereits am Freitagabend war die Website des Außenministeriums von Hackern attackiert worden. Dem Vernehmen nach erfolgte der Angriff aus der Türkei. Wer hinter der Hacker-Attacke aufs Verteidigungsministerium steckt und ob es sich um dieselben Täter handelt, ist noch unklar, es laufen Ermittlungen des sogenannten Führungsunterstützungszentrums und des Abwehramts.

Außenministerium wehrte Cyberattacke aus dem Ausland ab

Am Freitagabend ist die Website des Außenministeriums von Hackern attackiert worden. Die Attacke habe sich gegen den Server der Website gerichtet und von 18.30 Uhr bis 23.00 Uhr gedauert, teilte ein Sprecher von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag mit. Die Seite sei daraufhin rasch offline genommen worden, so der Sprecher. Das System des Hauses sei aber nicht betroffen gewesen.

Auch sei es zu keinem Abfluss von Daten und somit zu keinem Schaden gekommen. Konkret habe es sich auch hier um eine DDOS-Attacke gehandelt. Dadurch sei der Angriff aber sehr rasch bemerkt worden, sagte der Sprecher.

Hacker-Angriff: Ausgangspunkt unklar

Gemeinsam mit dem Verfassungsschutz und dem Verteidigungsministerium habe das Außenamt rasch Abwehrmaßnahmen gesetzt, da die Attacke aus dem Ausland erfolgte. “Dem Vernehmen nach” aus der Türkei, so der Sprecher. Unklar sei von wem genau die Attacke ausging. Nachdem die Website ab 23.00 Uhr vorerst nur aus Österreich erreichbar war, sei ein Zugriff auf die Seite mittlerweile auch wieder aus dem Ausland möglich. “Wir lassen uns nicht durch solche Angriffe einschüchtern. Österreich bleibt bei seiner Haltung zur Türkei”, kommentierte Kurz die Cyberattacke.

(apa/red)

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