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Verteidigungsminister Norbert Darabos verlegt Kranzniederlegung am Nationalfeiertag

Darabos beim symbolischen Akt zur Umgestaltung der Krypta am Burgtor - nun soll es auch keine Kranzniederlegung mehr geben Darabos beim symbolischen Akt zur Umgestaltung der Krypta am Burgtor - nun soll es auch keine Kranzniederlegung mehr geben - © APA
Alljährlich gehörte bisher die traditionelle Kranzniederlegung beim Denkmal des “Toten Soldaten” zu den Feierlichkeiten beim Nationalfeiertag in Wien – nicht so heuer. Bundespräsident Heinz Fischer und Verteidigungsminister Norbert Darabos (S)  machen einen Bogen um das Denkmal. Stattdessen gibt es eine Ehrung für verstorbene Bundesheer-Soldaten.

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Einen Kranz für das Denkmal des “Toten Soldaten” wird es heuer in der Krypta am Wiener Burgtor nicht geben. Vielmehr werden Bundespräsident Heinz Fischer und Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) die Kränze bei der Gedenktafel für die im Einsatz verstorbenen Bundesheer-Soldaten niederlegen, so Darabos am Freitag in einer Aussendung.

Nach Fund der Schriftstücke keine Kranzniederlegung

Er argumentierte die “Zäsur in der Gedächtniskultur der Zweiten Republik” unter anderem mit den jüngsten Erkenntnissen zum Bildhauer Wilhelm Frass. Für die Umgestaltung der Gedenkstätte gibt es nun einen konkreten Zeitplan.

Im Sommer war unter dem Denkmal des “Toten Soldaten” eine Kapsel mit zwei Schriftstücken gefunden worden. Eines davon war ein NS-Huldigungsschreiben von Frass, das zweite eine pazifistische Schrift, unterzeichnet vom Bildhauer Alfons Riedel. Darabos hat nun entschieden, dass die Kränze “bewusst nicht mehr bei der Skulptur des Nazi-Sympathisanten Frass niedergelegt” werden sollen, bestätigte er einen “Standard”-Bericht.

Andenken an Wehrdiener zum Nationalfeiertag

Durch die Niederlegung an der Gedenktafel – ebenfalls in der Krypta – werde der Nationalfeiertag nun “mit dem Andenken an die im Dienst verstorbenen Soldaten unseres Bundesheeres verknüpft”.

Für den Verteidigungsminister ist dies ein weiterer Schritt in Richtung “zeitgemäßes Gedenken”. Für die Neugestaltung der Krypta gebe es nun überdies einen konkreten Fahrplan des Projektteams. Die Vorbereitungen werden von einem international besetzen Beirat begleitet, im August 2013 ist ein Künstlerwettbewerb geplant, ab dem Frühling 2014 ist dann geplant, das Siegerprojekt umzusetzen.

(apa/red)



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