Unterbringung von Flüchtlingen: Weitere 750 Container bestellt

In solchen Containern werden die Flüchtlinge untergebracht.
In solchen Containern werden die Flüchtlinge untergebracht. - © APA
Es herrsche “akuten Notlage”: Das Innenministerium hat nach der Anschaffung von 700 Containern im Vorjahr weitere 750 für die Unterbringung von Flüchtlingen geordert. Das Auftragsvolumen belief sich auf fünf Mio. Euro für diese zweite Tranche.

Beauftragt wurde damit im Rahmen eines Verfahrens der Bundesbeschaffungsgesellschaft wieder das Unternehmen Containex, hieß es.

Geplant war zunächst, 1.200 Container mit einem Kostenvolumen von zwölf Mio. Euro für Asylunterkünfte zu beschaffen. Die Lieferung der ersten Tranche von 700 Containern wurde aufgrund der Dringlichkeit direkt vergeben, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Die Kosten von sieben Mio. Euro inkludierten dabei den Kaufpreis sowie etwa das Fundament und die Ausstattung.

Obdachlosigkeit von Flüchtlingen verhindern

Die Direktvergabe für die erste Tranche war im Vorjahr auf Kritik der Grünen gestoßen. In einer Anfragebeantwortung verteidigte sie Ressortchefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) dann aufgrund der “akuten Notlage” im vergangenen Sommer. Es habe gegolten, Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu verhindern.

Die zweite Tranche sollte ursprünglich 500 Stück umfassen, wurde jedoch aufgrund des Bedarfs auf 750 Stück aufgestockt. Aus dem Vergabeverfahren ging erneut die Firma Containex als Lieferant hervor. Der Stückpreis inklusive Ausstattung belaufe sich nun auf weniger als 7.000 Euro. Die ersten neuen Container werden voraussichtlich im Mai verfügbar sein.

Standorte der Container

Containerstandorte gibt es derzeit etwa in Mondsee, Hörsching oder Potzneusiedl. Wo die neuen aufgestellt werden, wurde noch nicht bekannt gegeben. Man sei noch in Verhandlung mit mehreren Grundstückseigentümern, hieß es.

Containex ist ein Unternehmen der Walter Group mit Sitz in Wiener Neudorf. Jährlich werden mehr als 60.000 Container verkauft, wobei die Asylwerber-Unterkünfte rund 15 Prozent Anteil am Umsatz haben.

(APA)

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