Über 2.000 Flüchtlinge über Nacht in Nickelsdorf angekommen

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Alle aktuellen Infos zur Flüchtlingskrise.
Alle aktuellen Infos zur Flüchtlingskrise. - © APA
Die Wien-Wahl ist geschlagen, die Flüchtlingskrise – ein nach wie vor aktuelles Thema in Europa – hält an. Wir berichten auch am Dienstag in unserem Liveticker.

In der Nacht auf Dienstag haben 2.200 Flüchtlinge den burgenländischen Grenzort Nickelsdorf erreicht. Diese seit Mitternacht verzeichnete Zahl nannte in der Früh die Landespolizeidirektion Burgenland. In Heiligenkreuz wurden keine Flüchtlinge registriert.

Am Montag verzeichnete die Polizei insgesamt 8.240 Grenzübertritte von Asylwerbern in Nickelsdorf, in Heiligenkreuz gab es keine Neuankünfte.

Die Flüchtlingskrise im Liveticker am Dienstag
15:14 | ntatschl

Die Münchner Kammerspiele planen eine Kunstaktion mit Flüchtlingen: Der "Open Border Kongress" vom 16. bis 18. Oktober soll für offene Grenzen werben. Angesichts der Flüchtlingskrise sei es wichtig, dass "die Stimmung, die diese Zivilgesellschaft trägt, auch in den politischen Diskurs kommt", sagte am Dienstag der Künstler Malte Jelden, der zusammen mit Björn Bicker das Projekt leitet.
15:14 | ntatschl

Jene Flüchtlinge, die derzeit in Eisenstadt in Zelten untergebracht sind, sollen in ein festes Quartier übersiedeln. Das kündigte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) am Dienstag an. Die Unterbringung erfolge in einem ehemaligen Betriebsgebäude, das ein Eisenstädter Unternehmer zur Verfügung stelle. Bis das neue Quartier bezugsbereit ist, werden die Flüchtlinge im städtischen Bauhof untergebracht. In dem früheren Betriebsgebäude soll in den kommenden Wochen eine Unterkunft für 154 Flüchtlinge entstehen, so Steiner. Nach dem Behördenverfahren, das noch diese Woche abgeschlossen werden soll, werde das Gebäude baulich adaptiert. Die Flüchtlinge sollen weiterhin durch die vom Innenministerium beauftragte Firma ORS betreut werden. "Bei der Unterbringung handelt es sich um eine Lösung zwischen dem Besitzer des Objekts, der beteiligten Hilfsorganisation, der zuständigen Landesbehörde sowie der Stadtgemeinde. Nachdem das Land bis heute nicht in der Lage ist, seine Verpflichtung zur Erfüllung der Quote einzuhalten, ist es notwendig, dass die Stadt Eisenstadt das Problem löst", erklärte Steiner in einer Aussendung. "Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass für die Betreuung von Flüchtlinge in der Grundversorgung ausschließlich das Land verantwortlich ist", so der Bürgermeister. Bis zum Abschluss der Arbeiten an der neuen Unterkunft werden die Flüchtlinge in Abstimmung mit dem Innenministerium am städtischen Bauhof in einem warmen Übergangsquartier untergebracht. "Die beheizbare Fahrzeughalle wird vorübergehend geräumt, um den Flüchtlingen, die derzeit noch in den Zelten untergebracht sind, eine wetterfeste Übergangslösung bieten zu können", erläuterte der Integrationsbeauftragte der Stadt, Istvan Deli. Mit dem Bezug des Quartiers sei die Unterbringung in den Zelten beim Bundesamtsgebäude beendet. Die Hilfsorganisationen und in Eisenstadt tätigen NGOs arbeiteten derzeit daran, weitere kleinräumige Quartiere zu schaffen. "Eine Unterbringung in kleinen Einheiten haben wir immer bevorzugt", so Bürgermeister Steiner. Wichtig sei aber, "dass die Gesamtzahl der unterzubringenden Menschen nicht höher werden darf, als sie jetzt schon ist. Mit der derzeitigen Anzahl erreicht Eisenstadt die vom Bund vorgegebene Quote von 1,5 Prozent der Bevölkerung."
15:12 | ntatschl

Mehr als 3.000 Tote im Mittelmeer: Die Zahl der allein in diesem Jahr im Mittelmeer umgekommenen Bootsflüchtlinge ist nach Angaben von Helfern auf mehr als 3.000 gestiegen. Man gehe von 3.103 Menschen aus, die auf diesem Fluchtweg nach Europa ihr Leben verloren haben, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf. Das UNHCR gibt die Zahl der Toten aktuell mit 3.095 an. 2014 seien es insgesamt 3.200 Opfer gewesen, fügte der IOM-Sprecher hinzu. Beinahe 600.000 Asylsuchende seien in diesem Jahr auf der Mittelmeerroute nach Europa geflohen, insgesamt waren es laut EU-Grenzschutzagentur Frontex bis Ende September 710.000 Menschen. (Bild: AFP)
14:02 | ntatschl

Das Innenministerium hat Dienstagnachmittag bekräftigt, die Grenzkontrollen verlängern zu wollen. Davor gebe es aber noch Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung zu treffen, "beispielsweise betreffend der Kostentragung mit dem Verteidigungsministerium ." Das Bundesheer ist ja seit mehreren Wochen an den Grenzen im Assistenzeinsatz tätig.
13:01 | David Mayr

7.200 verbrachten Nacht in Transitquartieren: 7.200 Flüchtlinge haben die Nacht auf Montag in österreichischen Transitquartieren verbracht. Etwa 2.400 weitere Menschen seien an Sammelstellen - die meisten in Nickelsdorf und in Salzburg - betreut worden. Aufgrund der herrschenden Witterung wurden sie mit heißem Tee, Essen, warmer Kleidung und dicken Decken ausgestattet, berichtete Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes (RK).

Aufgrund der Kälte müssen nun auch die Versorgungszelte des RK beheizt werden. Viele Flüchtlinge leiden unter Verkühlungen und grippalen Infekten. "Die Menschen haben aber nicht die Geduld, sich behandelt zu lassen. Sie wollen weiterreisen", sagte Foitik.
12:20 | David Mayr

Integrationszentrum in St. Pölten noch im Herbst: In St. Pölten soll noch im Herbst ein Integrationszentrum des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) als neue Anlaufstelle für Flüchtlinge und Zuwanderer eröffnet werden. Das haben Minister Sebastian Kurz (ÖVP) und der niederösterreichische Landesrat Karl Wilfing (ÖVP) laut einer ÖIF-Aussendung angekündigt. Die Integrationsstruktur in Niederösterreich soll erweitert und gestärkt werden.

Der ÖIF bietet eigenen Angaben zufolge am Welcome Desk umfassende Beratung und Unterstützung in den Bereichen Sprache, Bildung sowie gesellschaftliche Integration für Flüchtlinge und Zuwanderer an. Außerdem werden vom Integrationsministerium finanzierte Deutschkursförderung für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte abgewickelt und Integrationsprojekte unterstützt.
12:01 | David Mayr

Netzwerk betreut in Gemeinde im Waldviertel: Die kleine Waldviertler Gemeinde Bad Großpertholz hat seit wenigen Tagen neue Mitbewohner. Sieben Familien aus Afghanistan und vier irakische Staatsbürger haben Quartier gefunden, berichtete das "Netzwerk - Willkommen im Lainsitztal" in einer Aussendung. Die private Initiative koordiniert die Flüchtlingshilfe.

Zwei Familien wohnen im Ortszentrum, fünf im "Fassldorf" in Weikertschlag. Die Neuankömmlinge sind für ihre eigene Verpflegung zuständig, für die ihnen pro Kopf und Tag 5,50 Euro zur Verfügung stehen. Während sie auf ihre Asylverfahren warten, wollen sie Deutsch lernen. Das Netzwerk unterstützt dabei.
11:54 | David Mayr

Deutschland mahnt zu Eile bei EU-Gipfelbeschlüssen: Deutschland mahnt angesichts der Flüchtlingskrise zur Eile bei bevorstehenden EU-Gipfelbeschlüssen. Der Staatsminister für Europa im deutschen Auswärtigen Amt sagte am Dienstag in Luxemburg, für einen europäischen Grenzschutz sei es nicht zu früh. "Es ist für überhaupt nichts zu früh. Die Zeit läuft", sagte Roth. " Wir müssen jetzt Lösungen finden."

Dabei gebe es noch zu viele einzelstaatliche Interessen in der EU, kritisierte Roth. "Ich sehe momentan zu viele wild gewordene Hühnerhaufen, zu viele nationale Interessen" Die EU habe sich aber schon auf ein paar wichtige Schritte verständigt. Nun müssten die Ankunftszentren in Griechenland und Italien (Hotspots) und die Verteilung von Flüchtlingen konkretisiert werden.
11:39 | David Mayr

Kroatien bereitet winterfestes Transitzentrum vor: Kroatien bereitet ein winterfestes Transitzentrum für Flüchtlinge vor. Das neue Aufnahmezentrum, das in einer ehemaligen Lagerhalle in einer Industriezone in Slavonski Brod an der Grenze mit Bosnien-Herzegowina entsteht, soll demnächst das Zeltlager in Opatovac ersetzen, bestätigte das kroatische Innenministerium laut Medienberichten vom Dienstag.

Seit Mitte September werden die Flüchtlinge, die auf ihren Weg Richtung Mitteleuropa durch Kroatien kommen, in dem Zeltlager an der Grenze mit Serbien versorgt und dann binnen Stunden weiter an die ungarische Grenze gebracht. Angesichts der sinkenden Temperaturen sind die Zelte nicht mehr ausreichend.
11:11 | David Mayr

Deutsche Förderbank KfW verdoppelt Gelder: Die staatliche deutsche Förderbank KfW stellt mehr Geld zur Bewältigung der Flüchtlingskrise bereit. Die Anfang September gestartete Sonderförderung "Flüchtlingsunterkünfte" werde von zuletzt 500 Millionen Euro auf nunmehr eine Milliarde Euro aufgestockt, teilte das Institut am Dienstag mit. Städte und Gemeinden können mit Hilfe zinsloser Darlehen Unterkünfte erwerben, umbauen oder modernisieren.

"Die Nachfrage von Kommunen und Gemeinden ist ungebrochen hoch", erklärte Vorstandschef Ulrich Schröder. "Die KfW wird mit dieser Sonderförderung ihrer Verantwortung als Förderbank in einer außergewöhnlichen Situation gerecht." Der KfW zufolge kann mit dem Geld Wohnraum für bis zu 100.000 Menschen geschaffen werden.
09:25 | David Mayr

Nur 13 EU-Staaten haben Liste von sicheren Drittländern: Derzeit haben nur 13 EU-Staaten für Asylwerber eine Liste von sicheren Drittländern. Neben Österreich und Deutschland sind dies Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Malta, Rumänien, die Slowakei und Tschechien. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will eine gemeinsame für alle 28 Staaten geltende Liste solcher sicherer Drittländer haben.

In dieser Liste sollten demnach einheitlich die sechs Westbalkan-Staaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Serbien sowie auch die Türkei aufgenommen werden. Die Türkei wird derzeit innerhalb der 13 EU-Staaten mit einer Liste von sicheren Drittländern nur von Bulgarien als sicheres Herkunftsland anerkannt.
08:26 | David Mayr

Flüchtlinge in Deutschland - Tausende trotz Kälte in Zelten: Viele Flüchtlinge in Deutschland müssen einem Medienbericht zufolge trotz sinkender Temperaturen noch in nicht winterfesten Zelten wohnen. Allein in den Unterkünften der Bundesländer waren Anfang Oktober rund 42.000 Flüchtlinge in Zelten und zeltähnlichen Unterkünften untergebracht, wie eine Umfrage der Zeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe) in allen 16 Bundesländern ergab.

Vor besonders großen Herausforderungen steht demnach Hessen. Dort wohnten nach Angaben des hessischen Integrationsministeriums rund 6.900 von 18.000 Flüchtlingen in Zelten - im Verhältnis zur Gesamtzahl der Flüchtlinge ist dies der höchste Anteil aller Bundesländer.
08:25 | David Mayr

Keine positiven Effekte auf griechischen Arbeitsmarkt: Die Flüchtlingskrise in Griechenland hat sich bisher entgegen anderslautender Medienberichte nicht positiv auf den griechischen Arbeitsmarkt ausgewirkt. In griechischen Zeitungen war spekuliert worden, dass etwa Geschäftsleute von den enormen Flüchtlingszahlen auf der Ägäis-Insel profitiert hätten. Nika Skoufou, Herausgeberin des Regionalblatts "Dimokratis", stellt dies aber in Abrede.

"Die Lage auf der Insel ist schlecht, viele Leute wollen das aber nicht wahrhaben und behaupten dann, dass die Bewohner der Insel die Situation ausnützen und die Flüchtlinge ausbeuten", erklärte Skoufou. Das sei ebenso wenig richtig, wie die Vermutung, dass etwa Taxifahrer oder Restaurants von den Flüchtlingen nachhaltig profitieren würden. In der Arbeitsmarktstatistik habe sich dies nämlich nicht niedergeschlagen. Im Gegenteil: Im Vergleich zum August 2014 sei die zahl der Arbeitslosen sogar gestiegen. Waren damals 11.536 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, betrug die Quote im August 2015 sogar 11.829. Im September habe sich die Lage sogar noch verschlechtert.
08:25 | David Mayr

2.2000 seit Mitternacht in Nickelsdorf angekommen: In der Nacht auf Dienstag haben 2.200 Flüchtlinge den burgenländischen Grenzort Nickelsdorf erreicht. Diese seit Mitternacht verzeichnete Zahl nannte in der Früh die Landespolizeidirektion Burgenland. In Heiligenkreuz wurden keine Flüchtlinge registriert. Am Montag verzeichnete die Polizei insgesamt 8.240 Grenzübertritte von Asylwerbern in Nickelsdorf, in Heiligenkreuz gab es keine Neuankünfte.

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