Turbulentes Match: Mattersburg holt 2:2 gegen Rapid Wien

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Rapid Wien und SV Mattersburg lieferten sich ein turbulenten Bundesliga-Match.
Rapid Wien und SV Mattersburg lieferten sich ein turbulenten Bundesliga-Match. - © APA/Hans Punz
33 Torschüsse gab es von Rapid Wien, gereicht hat es schlussendlich nur für ein 2:2 gegen SV Mattersburg. Die Burgenländer feierten nach einem turbulenten Remis einen Punktgewinn in Wien-Hütteldorf.

Der Tabellendritte bestimmte die Partie zwar klar, scheiterte aber erneut an der schwachen Chancenauswertung und lag nach etwas mehr als einer Stunde sogar 0:2 hinten. Letztlich retteten Tore von Joelinton (71.) und “Joker” Philipp Prosenik (87.) noch einen Punkt.

Rapid Wien seit vier Spielen ohne Sieg

Zuvor hatten der Japaner Masaya Okugawa (58.) und Michael Perlak (61.) mit ihren Treffern den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Rapid Wien ist damit schon seit vier Partien sieglos und droht noch mehr Boden auf das Spitzenduo Salzburg und Sturm Graz zu verlieren. Nur 15 Punkte holte die Mannschaft von Goran Djuricin in den ersten zehn Heimspielen der Saison. Mattersburg entführte dagegen zum dritten Mal en suite einen Punkt aus dem Allianz Stadion und vergrößerte den Vorsprung auf Schlusslicht St. Pölten, das am Abend beim Tabellenzweiten in Graz gastierte, vorerst auf elf Punkte.

33:9 Torschüsse

67 Prozent Ballbesitz und 33:9 Schüsse – diese Zahlen beweisen eindrucksvoll, wie drückend überlegen die Hütteldorfer im letzten Heimspiel des Kalenderjahres von Beginn weg war. 70 Minuten verabsäumten es aber Joelinton und Co., aus dieser Dominanz Kapital zu schlagen. Deshalb musste sich Rapid-Verteidiger Mario Sonnleitner in seinem 350. Bundesliga-Spiel mit nur einem Punkt begnügen.

Nach einem Eckball von Philipp Schobesberger brannte es in der zehnten Minute erstmals lichterloh im Strafraum der Mattersburger, als Alois Höller im Luftkampf mit Rapid-Stürmer Joelinton einen Kopfball fast ins eigene Tor befördert hätte. Doch sein Teamkollege Michael Lercher rettete per Kopf noch vor Linie. Der Ball sprang in der Folge direkt vor die Beine von Louis Schaub und rollte von diesem knapp neben die Stange ins Tor-Out.

Schlechte Chancenverwertung bei Rapid Wien

In der 21. Minute hatte Joelinton nach Flanke von Stefan Schwab und Zuspiel von Schaub das 1:0 auf dem Fuß, traf allerdings innerhalb des Fünfers nur Tormann Markus Kuster. Zehn Minuten später folgte nach einem Schwab-Freistoß der nächste Kopfball von Joelinton, den Markus Pink in extremis noch vor der Linie klären konnte.

Bei einem Schaub-Heber hatte Kuster dann Glück (33./knapp drüber). Danach vergab Joelinton nach Schaub-Kopfball-Vorlage den nächsten Sitzer aus knapp einem Meter (39./daneben). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte leitete ein weiter Schwab-Pass einen Konter ein, bei dem Schaub im Finish zwar Lercher aussteigen ließ, jedoch an Kuster scheiterte.

Mattersburg ging mit 2:0 in Führung

Nach dem Wechsel ging es zunächst in dieser Tonart weiter. Zuerst zischte ein Außenrist-Schuss von Schaub knapp am langen Eck vorbei (52.), drei Minuten später traf Veton Berisha die Stange. Mattersburg erwies sich dagegen als Meister der Effizienz und durfte nach der ersten Konterchance, die Okugawa perfekt abschloss, über die Führung jubeln. Da Perlak nach Pass von Smail Prevljak auch die zweite SVM-Möglichkeit verwandelte, hieß es dann sogar 0:2.

Es hätte aber in der 63. Minute sogar noch schlimmer für die Hütteldorfer kommen können: Nach einem Freistoß von Manuel Seidl scheiterte Nedeljko Malic per Kopf an Rapid-Tormann Richard Strebinger, der Nachschuss von Jano wurde geblockt. Auf der Gegenseite zeichnete sich Kuster bei Chancen von Schobesberger (64.) und Joelinton (66.) aus. Beim nächsten Schuss des Brasilianers war der Mattersburg-Schlussmann machtlos.

Powerplay endet mit 2:2

Es folgte ein gut 20-minütiges Rapid-Powerplay, in dessen Zuge Kuster in der 80. Minute nach einem Kopfball des eingewechselten Rapid-Angreifers Giorgi Kvilitaia eine Glanzparade zeigte. Rapid-Trainer Djuricin brachte im Finish auch noch Prosenik, der nach nur etwas mehr als einer halben Minute auf dem Platz und Schobesberger-Flanke bereits den umjubelten Ausgleich köpfelte. In der 90. Minute landete noch ein Schaub-Kopfball-Aufsitzer an der Latte.

(APA/Red)

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