Trotz Winterwetter: Tausende Flüchtlinge aktuell über der Balkanroute unterwegs

Trotz Kälte machen sich noch immer Tausende Richtung Europa auf.
Trotz Kälte machen sich noch immer Tausende Richtung Europa auf. - © AFP
Stürme und aufgewühlte See in der Adria, Schnee und Eis auf der Balkanhalbinsel: Trotz des Winterwetters sind weiter Tausende zwischen der Türkei und Österreich unterwegs. Allein in den ersten zehn Tagen des neuen Jahres seien 25.000 Flüchtlinge über Slowenien nach Westeuropa gereist. Indes geht die Diskussion in Sachen Mindestsicherung weiter.

Dies  berichtete die Nachrichtenagentur STA am Montag in Ljubljana.

In Österreich kamen im selben Zeitraum beinahe gleichviele – rund 24.000 Schutzsuchende – an. 1.652 Menschen wurden wegen fehlender Dokumente oder unglaubwürdiger Angaben an der Grenze zurückgewiesen, sagte Polizeisprecher Michael Masaniger.

Nach wie vor Flüchtlinge in Ägäis

Auch weiter im Süden in der Ägäis wurden neue Flüchtlinge registriert. Am Montag kamen nach Angaben der Küstenwache in der Hafenstadt Piräus 1.104 Flüchtlinge an Bord einer Fähre von den Inseln Chios und Lesbos an.

Am späten Sonntagabend war eine andere Fähre mit gut 500 Geflüchteten von den gleichen Inseln in Piräus eingelaufen. Die Schutzsuchenden hatten zuvor von der Türkei auf die griechischen Inseln übergesetzt. Befragt von Reportern sagten die meisten Migranten, sie wollten nach West- und Nordeuropa weiterreisen.

Mindestsicherung: Niedrigerer Bezug nicht möglich

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat den Wunsch des Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Haslauer (ÖVP), Flüchtlingen eine geringere Mindestsicherung auszuschütten, zurückgewiesen.

Asylwerber bekämen die Leistung ohnehin nicht und Asylberechtigte könnten aus rechtlichen Gründen nicht schlechter gestellt werden, so der Ressortchef am Montag.

(APA)

 

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