Totenbücher aus der Krypta im Burgtor werden dem Staatsarchiv übergeben

Im Zuge der Umgestaltung wurden auch die Totenbücher aus der Krypta entfernt.
Im Zuge der Umgestaltung wurden auch die Totenbücher aus der Krypta entfernt. - © APA
Die Totenbücher beinhalten die Gefallenenlisten des Ersten und Zweiten Weltkriegs mit rund 500.000 Namen. Die Aufbewahrung in der Krypta im Burgtor war kritisiert worden, da so auch Kriegsverbrecher an diesem Ort mitgeehrt worden seien. Im Zuge der Umgestaltung der Krypta werden die Totenbücher dem Staatsarchiv übergeben.

Für Generalleutnant Christian Segur-Cabanac – Leiter der Einsatzsektion und verantwortlich für die Traditionspflege und damit auch für die Krypta – entsteht dadurch ein positiver Abschluss der Debatte rund um die Totenbücher: “Durch die Übergabe an das Staatsarchiv ist ein breiter Zugang und eine vertiefende wissenschaftliche Forschung möglich.” Ein Verbleib dieser unvollständigen und historisch ungeprüften Dokumente lasse sich nicht mit moderner Gedächtniskultur vereinbaren.

Die Übergabe der Totenbücher an das Staatsarchiv erfolgt durch einen Vertreter des Schwarzen Kreuzes in einem kleinen Festakt. Zur Neugestaltung der Krypta wird ab August 2013 ein Künstlerwettbewerb durchgeführt, bei dem eine Fachjury die Neugestaltung festlegen wird. Ab März 2014 soll das Siegerprojekt am Heldenplatz realisiert werden. (APA)

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