Survival Training in Österreich: Das steht auf dem Lehrplan

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Survival Training in der Natur: Das wird gelehrt.
Survival Training in der Natur: Das wird gelehrt. - © survival24.org
Wer in der Natur nicht nur wandern oder campen möchte, hat die Möglichkeit ein Survival Training zu absolvieren. Hierbei werden für den Ernstfall lebensnotwendige Fertigkeiten gelehrt. Wir haben mit dem Survival-Trainer Reinhard Rossmann von survival24.org gesprochen.

Unter dem Begriff “Survival” (Überleben) versteht man grundsätzlich zwei verschiedene Dinge: Zum einen das Überleben in der Wildnis als Notfall Survival, falls man sich verirrt oder verletzt hat, und das langfristige Leben in der Natur. “Beim Notfall Survival kann man damit rechnen in 48 bis 76 Stunden gerettet zu werden”, erklärt Survival-Trainer Reinhard Rossmann von survival24.org.

Survival-Prioritäten im Ernstfall:

Die wichtigsten Punkte bei einem Notfall sind die Survival-Prioritäten und zwar auch in genau dieser Reihenfolge:

1. Unterkunft suchen
2. Feuer machen
3. Wasser finden
4. Nahrung finden

“Diese Reihenfolge ergibt sich aus dem einfachen Grund, dass ein durchschnittlicher Mensch bereits nach 3 Stunden in kalter Witterung erfroren ist jedoch zwei bis drei Wochen ohne Nahrung überleben kann”, erklärt Reinhard Rossmann weiter.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Notfall Survival ist das Wissen über Orientierung mit und ohne Kompass. “Der Mensch hat – ohne esoterisch werden zu wollen  – einen natürlichen Orientierungssinn. Durch unsere moderne Zivilisation ist dieser jedoch verkümmert – schließlich haben wir Karten, GPS-Navigation, Wegweiser, Straßen usw. die uns das Navigieren abnehmen. Diese Ur-Fähigkeit kann man wieder einfach erlernen und nutzen”, beschreibt der Survival-Trainer weiter. Auch das Thema Signalisierung und die Frage, wie ich im Notfall auf mich aufmerksam machen kann, ist lebenswichtig und wird in den angebotenen Kursen bei survival24.org beantwortet.

Das Leben in der Wildnis

Will man länger in der Wildnis leben müssen zu den oben angeführten Fertigkeiten und Wissen noch weitere Punkte erlernt werden.

– Welche Kräuter, Pflanzen und Bäume kann ich essen?
– Wie kann ich ein Tier erlegen?
– Wie halte ich mich Draußen sauber und gesund? Hygiene ist ein wesentlicher Aspekt beim langfristigen Überleben…
– Welche Strategien setzen Ureinwohner ein um aus dem Land leben zu können? (Stichwort: Winterlager, Sommerlager, Jägerlager)
– Welche Gefahren gibt es in der Natur? (Zecken, Gifttiere, Gewitter, uvm.)
– Welche Pflanzen in giftig und wie kann man essbares von Giftigen unterscheiden

Dieses Wissen wird neben dem Notfall Survival, das an einem Tag absolviert wird, in den Wochenendekursen besprochen.

Wo finden die Survival-Trainings statt?

Die Survival-Trainings von Reinhard Rossmann finden in Wien (Wochenendtraining) und St. Pölten (Tagestraining) statt. Die Trainingsgelände sind dennoch im Wald und auf Wiesen, außerdem wird während des Trainings auch eine Wanderstrecke von drei bis vier Kilometern bewältigt.

Zur Zielgruppe zählen vor allem Naturliebhaber wie Wanderer, Bergsteiger, Globetrotter, Soldaten und Mountainbiker, doch auch Jugendliche sind an den Überlebens-Themen sehr interessiert.

Was erlernen die Teilnehmer im Kurs?

Die Teilnehmer bauen eine Unterkunft um Schutz vor Kälte, Regen und Wind zu schützen. Jeder hat die Möglichkeit ein Feuer zu entzünden und bekommt praktische Hilfe. Außerdem wird Wasser aufbereitet, denn nicht jede Wasserquelle kann sofort genutzt werden (Stichwort Krankheitserreger). “Ich zeige den Teilnehmern essbare Kräuter und Pflanzen. Wir suchen uns tierische Notnahrung und wer will darf kosten. Wir veranstalten Orientierungsübungen und erlernen wir man mit Hilfe der Natur navigieren kann”, erklärt Survival-Trainer Reinhard Rossmann.

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