Sturm bezwingt SKN im Schongang mit 3:0

Sturm GRaz bezwingt SKN St. Pölten mit 3:0.
Sturm GRaz bezwingt SKN St. Pölten mit 3:0. - © APA
Tabellenführer Sturm Graz feierte zum Auftakt der 10. Bundesliga-Runde in St. Pölten seinen siebenten Sieg. Schlusslicht SKN bot den Steirern allerdings kaum Gegenwehr und unterlag daheim verdient mit 0:3.

Sturm begann in der NV Arena wie aus der Pistole geschossen und überrollte den SKN in den ersten 20 Minuten.  Den ersten Warnschuss gab Peter Zulj in der fünften Minute ab, verzog den Ball jedoch. Wenige Sekunden später bediente Marvin Potzmann den im Strafraum völlig vernachlässigten Stürmer Philipp Huspek, der nur mehr einschieben brauchte, aber den Ball nicht voll traf und weit am langen Eck vorbeisetzte.  In der siebenten Minute gab’s dann auch noch Elfer- und Rot-Alarm: Der mehrmals indisponierte Babacar Diallo kreuzte von hinten den Laufweg von Huspek und brachte ihn wohl aufgrund einer leichten Berührung zu Fall. Schiedsrichter Oliver Drachta sah jedoch keine Veranlassung auf den Punkt zu zeigen. Wiederum nur drei Minuten später besorgte es sich der SKN quasi selbst, Außenverteidiger David Stec wollte nach einer Potzmann-Flanke gegen Zulj klären und bugsierte den Ball mit dem Oberschenkel ins eigene Tor. Sturm drängte nach der Führung munter weiter und Charalampos Lykogiannis setzte als nächstes einen Freistoß an die Außenstang (16.). Zwei Minuten danach erhöhte Sturm bereits auf 2:0, diesmal selbst – der umsichtige Stefan Hierländer passte zur hängenden Spitze Deni Alar, der trocken einschob.

Danach bewahrte Keeper Christoph Riegler den SKN vor einem noch größeren Rückstand, indem er gegen den allein auf ihn zustürmenden Huspek rasch zur Stelle war und dessen Schuss klärte. Anschließend nahm Sturm etwas Fahrt aus dem Spiel und ließ den Ball mehr zirkulieren anstatt weiter steil nach vorne zu spielen. Fünf Minuten vor der Pause gab dann der SKN seinen ersten „Torschuss“ ab: Martin Rasner setzte das Kunstleder nach einem Corner vom Sechzehner aus aber weit neben das Sturm-Tor. Zwei Minuten danach verzog noch einmal Huspek auf Seiten der Steirer auch aus kurzer.

Nach Wiederanpfiff konzentrierte sich Sturm vornehmlich auf die Verwaltung des Vorsprungs. Eine Viertelstunde lang tat sich quasi nichts in den beiden Sechzehnern. Danach konnte der ansonsten gute Danijel Petrovic eine Flanke von Lykogiannis nicht weit genug weg schlagen und servierte den Ball Huspek, der noch zwei „Wölfe“ stehen ließ und in der 63. Minute zum 3:0 für Sturm einschoss. Wenig später probierte es St. Pöltens Manuel Martic aus gut 40 Metern – mit seinem Aufsitzer hatte Siebenhandl  allerdings keine Mühe. In der 78. Minute herrschte noch ein letztes Mal Torgefahr, als Riegler einen Freistoß von Lykogiannis nur kurz klären konnte, Martic schlug den Ball dann aber vor drei heranstürmenden Grazern rechtzeitig weg. Drei Minuten vor Schluss kam der 18-Jährige Oliver Filip noch zu seinem Bundesliga-Debüt auf Seiten der Steirer. Zuvor hatte Trainer Franco Foda auch schon Emeka Friday Eze (das zweite Mal) gebracht. Während die Grazer die Tabelle nunmehr mit 22 Punkten anführen, halten die St. Pöltner  weiter bei kümmerlichen zwei Zählern und müssen als nächstes zu Rapid.

Bundesliga (10. Runde):

SKN St. Pölten – Sturm Graz 0:3 (0:2)

St. Pölten, NV Arena, 3.463 SR: Oliver Drachta

Torfolge:  0:1 Stec (10., ET), 0:2 Alar (18.), 0:3 Huspek (63.)

SKN St. Pölten: Riegler – Stec, Diallo (36. Balic), Petrovic, Muhamedbegovic – Bajrami (74. Ambichl), Martic, Rasner, Mehmedovic – Thürauer (46. Davies) – Riski

Sturm Graz: Siebenhandl – Potzmann, Koch, Maresic (60. Spendlhofer), Schulz – Hierländer, Jeggo Lykogiannis – Zulj, Alar (71. Eze) – Huspek (87. Filip)

Gelbe Karten: Mehmedovic (54. Foul), Ambichl (76. Foul) bzw. Lykogiannis (57. Foul)

Die Besten: Martic bzw. Lykogiannis, Hierländer, Huspek

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