Sprachassistenten: Was können Alexa, Siri und Co.?

Amazon Echo Show und Co. Was können die Sprachassistenten wirklich?
Amazon Echo Show und Co. Was können die Sprachassistenten wirklich? - © Amazon via AP, File
Sie heißen Alexa, Siri, Cortana oder Google Assistant und sollen uns das smarte Leben im eigenen Heim noch mehr erleichtern. Doch halten die Systeme, was sie versprechen? Wir klären auf.

Wie funktionieren die Sprachboxen?

Bei der Funktionsweise unterscheiden sich die Sprachassistenten nicht wirklich. In den meisten Fällen sind es Lautsprecher mit eingebauten Mikrofonen und Computern. Sie werden in das heimische Netzwerk integriert und sind auf ein bestimmtes Kommando, wie beispielsweise “Alexa”, aktiv und führen die gewünschten Aktionen aus.

Was leisten Alexa & Co.?

Einige Funktionen besitzen die Geräte bereits ab Werk. Das sind zum Beispiel:
– Nutzung von Streamingdiensten zum Abspielen von Musik und Internetradio
– das Vorlesen von Hörbüchern
– Beantwortung von leichten Internetsuchen, wie beispielsweise das Wetter
– das Anlegen von Erinnerungen und Kalendereinträgen
– die Timerfunktion

In Verbindung mit anderen Geräten ist eine Vielzahl von weiteren Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Alexa steht im Gegensatz zu den anderen Sprachboxen sowohl für Android als auch für iTunes zur Verfügung und ist somit unabhängig von Betriebssystemen. Dies könnte für das Thema Vernetzung ein großer Vorteil sein. Die wichtigste Funktion aller Sprachassistenten ist wohl die Steuerung des Smart Home. Durch die Zusammenarbeit mit Drittanbietern, wird es möglich, die Geräte zu Hause über die Sprachfunktion zu steuern.

Dazu gehören zum Beispiel:
– Heizthermostate
– dimmbare Glühlampen
– Alarmsystemse
– automatische Rollläden
Es gibt nahezu kein Haushaltsgerät, das nicht von der Sprachbox gesteuert werden könnte. Den Möglichkeiten sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Die Voraussetzung dafür ist allerdings immer die Vernetzung mit anderen Geräten, denn wie bereits beschrieben, sind die Leistungen der Sprachboxen allein eher begrenzt. Außerdem benötigen sie direkte Sprachbefehle.

Die Sache mit dem Datenschutz

Durch die Benutzung der Sprachassistenten gibt man automatisch Informationen und Daten preis, die unter Umständen mit den Daten aus anderen Onlinediensten abgeglichen werden könnten. Ziel dabei ist es, detaillierte Nutzerprofile zu erschaffen, die dann für Marktforschung und Marketing genutzt werden. Weiterhin gibt einem der Hersteller nie die Garantie, dass das Gerät nicht doch von jemandem abgehört wird. Man muss sich darauf verlassen, dass der Produzent seine Geräte so gut wie möglich gegen äußere Zugriffe abgesichert hat. Dazu gehört Vertrauen.

Sprachassistenten: Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Die Anschaffungskosten der Sprachassistenten sind sehr unterschiedlich. Alexa beispielsweise bekommt man in der ersten Generation schon für etwa 130 Euro. Apples Homepod dagegen wird Ende des Jahres für etwa 349 US-Dollar vorerst auf den amerikanischen, englischen und australischen Markt kommen. Die wirklichen Kosten kommen allerdings erst dann auf einen zu, wenn man beginnt, die Sprachassistenten zu vernetzen, denn die Geräte müssen logischerweise alle überhaupt vernetzbar sein. Ein normales Heizungsthermostat und die durchschnittliche Glühlampe sind natürlich nicht in der Lage auf die Anweisungen von Alexa & Co. zu reagieren.

Fazit

Wenn man für die neue Technik nicht wirklich viel investieren möchte, sollte man sich mit den einfachen Funktionen der Sprachassistenten begnügen. Für ein durchdachtes und funktionierendes Smart Home muss man etwas tiefer in die Tasche greifen. Den Möglichkeiten sind dann so gut wie keine Grenzen gesetzt. Man darf gespannt sein, wohin sich diese Technik in den nächsten Jahren noch entwickelt.

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