Sparmaßnahmen bei der Telekom Austria: Mitarbeiter müssen selber putzen

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Bei der Telekom Austria heißt es einmal mehr sparen Bei der Telekom Austria heißt es einmal mehr sparen - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Bei der Telekom Austria wird derzeit ganz massiv der Sparstift angesetzt – und zwar beim Putzen und beim Essen. Die Mistkübel werden nur noch wöchentlich entleert – und bei der Reinigung von Küchengeräten heißt es für die Mitarbeiter nun selbst Hand anlegen. Protest seitens der Personalvertreter blieb nicht aus.

Seit 1. August sind bei der Telekom Austria “harte Zeiten” angebrochen, wenn es um Reinigungsarbeiten geht:  Wie die Personalvertretung ihren Kollegen mitteilte, wird der Mistkübel nur mehr einmal die Woche entleert, die Mikrowellenherde und Kühlschränke müssen die Mitarbeiter nun selbst reinigen. Und in den Vorstandsbüros wird jetzt so geputzt wie das früher beim “einfachen” Personal der Fall war. Auch beim Essen wird laut Personalvertretung gespart.

Telekom reduziert auch bei den Mahlzeiten

Seit der Umstellung auf Eurest sollen die Portionen kleiner und die Beilagen weniger geworden sein, heißt es in einem der APA vorliegenden Schreiben. Das Unternehmen bestätigte auf APA-Anfrage die Änderungen beim Reinigungsplan. “Das ist eine Kosteneinsparungsmaßnahme, die sich durch alle Ebenen durchzieht”, so Sprecher Peter Schiefer.

Ein APA-Rundruf zeigt, dass die reduzierte Reinigung ein eher ungewöhnlicher Schritt ist. Beim einstigen Schwesterunternehmen der Österreichischen Post- und Telegraphengesellschaft, der Post AG, hieß es, es werde täglich die Mistkübel entleert und die Teppiche gesaugt. Gleiches gilt auch für die Telekom-Mitbewerber Orange und “3″.

Die Personalvertreter der Telekom sind jedenfalls sauer. “Wir erwarten eine Rücknahme dieser nicht nachvollziehbaren Maßnahme – es steht außer Zweifel, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen ein sauberes und reines Arbeitsumfeld verdient haben”, so die Telekom-Betriebsräte.

(apa/red)



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