Sieg gegen Pilsen: Rapid bleibt in Europa League makellos

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Rapid zeigte sich im Match gegen Viktoria Pilsen in Bestform.
Rapid zeigte sich im Match gegen Viktoria Pilsen in Bestform. - © APA
Rapid hat es wieder geschafft: Der Sportklub gewann am Donnerstagabend auch im dritten Spiel der Gruppe E mit 3:2 gegen Viktoria Pilsen. Nach dem Spiel vor 39.400 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion reicht in zwei Wochen beim Retourspiel in Pilsen bereits ein Unentschieden, um in die K.o.-Phase aufzusteigen.

Michal Duris brachte Tschechiens Meister in der 12. Minute in Führung. Kapitän Steffen Hofmann gelang aber in der 34. Minute der verdiente Ausgleich. Louis Schaub erzielte sieben Minuten nach der Pause (52.) Rapids zweiten Treffer, ehe Thanos Petsos (68.) weiter nachlegte. Patrik Hrosovsky (76.) machte die Partie noch einmal spannend, Österreichs Vizemeister ließ aber keine Chance der Gäste mehr zu. Im zweiten Gruppenspiel feierte Villarreal ein 4:0 gegen Dinamo Minsk und setzte sich auf Platz zwei.

Rapid gegen Pilsen in Bestform

Rapid präsentierte sich vier Tage nach dem schwachen 1:2 in Wolfsberg wieder in internationaler Bestform. Trainer Zoran Barisic durfte gegen Pilsen auf den in Kärnten früh verletzt ausgeschiedenen Taktgeber Petsos zählen. Im Angriff erhielt Philipp Prosenik den Vorzug vor Matej Jelic, in der Verteidigung waren Maximilian Hofmann und Mario Pavelic neu dabei, im Mittelfeld war Steffen Hofmann im Europacup erneut eine Bank.

Die Grünweißen begannen mit Elan. Pilsens Abwehr war bereits in den ersten zehn Minute schwer beschäftigt. Aus ihrer ersten gefährlichen Szene schlugen die national erfolgsverwöhnten Tschechen aber eiskalt in der Person ihres Torjägers zu. Nach einer Hereingabe von links traf Duris (11. Tor im 15. Saisonspiel) mit dem Außenrist ins kurze Eck. Rapids Abwehr wirkte dabei unsortiert.

Anmerken ließ sich der Bundesliga-Dritte von diesem Rückschlag aber nichts. Rapid spielte gefällig nach vorne, vor allem über den linken Flügel mit Florian Kainz und Stefan Stangl wurde Tschechiens Champion zugesetzt. Stangls Abschluss fiel zu zentral aus (18.), Hofmann (19.) und Petsos (30.) trafen den Ball nicht ideal. Dazu sahen die Hütteldorfer ein Handspiel von Pilsens David Limbersky im Strafraum. Der Ausgleich lag in der Luft.

Rückschläge und brenzlige Situationen im Spielverlauf

Eine Unsicherheit von Pilsen-Torhüter Matus Kozacik bescherte Rapid schließlich einen Eckball, nach einer einstudierten Variante traf Hofmann vor der Strafraumgrenze mit einem leicht abgefälschten Ball zum 1:1. Der 35-Jährige prolongierte damit seinen internationalen Lauf: Für Hofmann war es sein vierter Treffer im vierten Europacup-Spiel in Folge.

Pilsen erholte sich dennoch ebenso schnell vom Rückschlag. Auch die linke Seite der Tschechen war die deutlich stärkere. Der nach einer Alkoholfahrt derzeit vom tschechischen Nationalteam suspendierte Limbersky zog immer wieder gefährlich auf. In brenzligen Situationen bewies Jan Novota Klasse: Der Slowake war gegen seinen Landsmann Duris mit dem Fuß zur Stelle (36.) und fasste einen Hejda-Kopfball (41.) sicher.

Rapid gegen Viktoria Pilsen: 3:2

Die zweite Spielhälfte begann ähnlich wie die erste. Rapid war erneut bemüht, früh zu attackieren – und wurde etwas glücklich belohnt. Eine Vorlage von Pavelic bugsierte Schaub mit der Brust über die Linie, der Offensivmann schien dabei aber knapp im Abseits zu stehen. Rapid gelang es nach dem 2:1 gegen Villarreal somit erneut, ein Spiel zu Hause zu drehen.

Kapitän Hofmann ging nach einer Stunde vom Feld, Rapid zog sich danach zurück und versuchte, Nadelstiche zu setzen. Ein Schlenzer von Petsos, der an Freund und Feind den Weg ins Tor fand, schien dann auch die Entscheidung herbeigeführt zu haben. Rapid ließ noch gute Möglichkeiten ungenutzt, und musste damit im Finish noch einmal ein wenig zittern.

Hrosovsky hatte Zeit und Platz und brachte Pilsen mit einem Flachschuss wieder ins Spiel zurück. Rapid zeigte sich davon aber erneut nicht wirklich beeindruckt und verteidigte die Führung am Ende souverän.

Stimmen zum Match

Steffen Hofmann (Torschütze Rapid): “Es war wichtig, dass wir das Spiel gewinnen. Wir haben gegen eine richtig gute Mannschaft gespielt. Sie haben es uns in allen Phasen des Spiels schwer gemacht. Ich freue mich sehr, dass ich ein Tor erzielen konnte. Es war nicht leicht für uns nach dem wirklich schlechten Spiel in Wolfsberg, der Sieg ist sehr wichtig für uns. Durchatmen kann man noch nicht, aber wir haben schon einen guten Vorsprung erspielt. Neun Punkte nach drei Spielen, wir sind natürlich überglücklich.”

Thanos Petsos (Torschütze Rapid): “Wir waren gut im Spiel, haben dann das 0:1 bekommen, danach aber erst richtig aufgedreht. Nach dem 3:1 hätten wir den Sack zumachen müssen, so wird es noch einmal spannend. Wir sind gut aufgestanden nach den zwei Niederlagen (in der Liga, Anm.) zuletzt. In der Liga stehen sehr wichtige Aufgaben bevor, die Europa League ist nur ein Plus. Wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen.”

Zoran Barisic (Trainer Rapid): “Ich bin irrsinnig glücklich wie alle im Team. Die Mannschaft hat riesengroßen Willen und Kampfgeist an den Tag gelegt. In der ersten Halbzeit haben wir wirklich sehr gut gespielt. Wir sind 0:1 in Rückstand geraten, haben viel Aufwand betrieben zum 1:1. In der zweiten Halbzeit haben wir genau in der Phase, wo wir unter Druck gestanden sind, die Führung erzielt. Wir hätten dann die Konter besser fertigspielen können. Es ist noch einmal spannend geworden, aber die Mannschaft hat alles unternommen, um den Vorsprung über die Ziellinie zu spielen.”

Zur Tabellensituation: “Jetzt haben wir Halbzeit, es schaut sehr gut aus. Aber es sind noch drei Spiele zu bestreiten. Die erste Hälfte haben wir ganz gut über die Bühne gebracht, nicht mehr und nicht weniger.”

Karel Krejci (Trainer Pilsen): “Ich gratuliere Rapid zum Sieg. Wir sind hier her gekommen mit dem Ziel, Punkte zu sammeln. Das ist uns nicht gelungen. Wir sind in Führung gegangen, das Tor hat aber uns lahmgelegt. Danach lag das Gegentor in der Luft. Nach der Pause haben wir zwei unglückliche Tore bekommen, die nicht sein hätten müssen. Wir haben noch eine Chance, wir werden im Rückspiel alles geben, um das Spiel zu gewinnen.”

(apa/red)

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