Schauspielerin Waltraud Haas wird 85

Waltraud Haas feiert ihren 85. Geburtstag
Waltraud Haas feiert ihren 85. Geburtstag - © APA
70 Filme hat sie in ihrer langen Karriere gedreht, aber eine Rolle blieb im Gedächtnis des Publikums besonders hängen: Waltraud Haas als Mariandl an der Seite von Hans Moser.

Das war 1947, der Film war “Der Hofrat Geiger”. Am Samstag (9. Juni) feiert die Schauspielerin ihren 85 Geburtstag und zeigt sich schlagkräftig wie eh und je, wie sie etwas vergangene Woche als Gast von Grissemann und Stermann in der ORF-Sendung “Willkommen Österreich” belegte. Schließlich halte sie sich auch mit “Heilgymnastik und Popo-Schupfen” fit, wie sie amüsant demonstrierte.Der Charme der 1927 in Wien als Tochter einer Hotelier-Familie geborenen Schauspielerin präsentiert sich also ungebrochen. Auf Wunsch ihrer Mutter besuchte sie eine Haushaltsschule, bevor sie das Konservatorium für darstellende Kunst inWien absolvierte und zusätzlich bei der Burgschauspielerin Julia Janssen privaten Schauspielunterricht nahm. Der Beginn der Karriere führte über die Theaterbühnen, wobei auf das Landestheater Linz in Wien das Bürgertheater, das Stadttheater und Raimundtheater sowie in Deutschland der Titania-Palast Berlin oder das Deutsche Theater München folgten.

Entdeckung durch Starregisseur Willi Forst

Dann sollte die Entdeckung durch Willi Forst den Wendepunkt markieren: Er besetzte sie als Mariandl für seinen “Hofrat Geiger”, was Haas in der Folge etlichen Rollen als süßes WienerMädl eintrug. Als Mentoren und Wegbegleiter sollten Größen wie Paul Hörbiger, Curd Jürgens, Johannes Heesters, Franz Antel, Heinz Rühmann und allen voran Hans Moser der Mimin zur Seite stehen. Neben ihren Rollen in “Mariandl”, “Mariandls Rückkehr”, “Hallo Dienstmann”, “Kleiner Schwindel am Wolfgangsee”, “Gruß und Kuß aus der Wachau” oder “Keine Angst Liebling, ich paß schon auf” in der Regie ihres Mannes Erwin Strahl nahm Haas auch Schallplatten auf, darunter etwa “Im Weißen Rössl” und “WienerLieder”.

Bevor aber das Genre des liebenswerten Heimatfilms und damit auch ihre Rollen zusehends in seichte Unterhaltungs- und Pornoschnulzen zu münden drohten, führte Haas’ Weg wieder auf die Theaterbühnen, wo sie meist unter der Regie ihres im Vorjahr verstorbenen Ehemanns im Scheinwerferlicht stand. Außerdem trat und tritt Waltraud Haas, die 1987 mit der Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold ausgezeichnet wurde, in zahlreichen österreichischen und deutschen TV-Shows als Gast auf.

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