Remis in Irland: WM-Qualifikation für Österreich in weite Ferne gerückt

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Florian Kainz und das ÖFB-Team kassierten in Irland den späten Ausgleich.
Florian Kainz und das ÖFB-Team kassierten in Irland den späten Ausgleich. - © Brian Lawless/PA via AP
Österreich kassiert beim WM-Qualifikationsspiel in Irland den späten Ausgleich und verpasst damit die Chance, zu den Spitzenteams der Gruppe D aufzuschließen.

Österreichs Nationalmannschaft hat im Kampf um eine Teilnahme an der WM 2018 einen wichtigen Sieg verpasst. Das ÖFB-Team erreichte am Sonntag in Dublin nach einem Gegentor in der 85. Minute durch Jonathan Walters nur ein 1:1. Martin Hinteregger hatte die Gäste in der 35. Minute in Führung gebracht.

Damit beträgt der Rückstand auf die vorerst in Führung liegenden Iren vier Partien vor Schluss der Qualifikationsgruppe D weiterhin vier Punkte. Weiter geht es am 2. September mit dem Auswärtsspiel gegen Wales, drei Tage später empfangen die Österreicher Schlusslicht Georgien.

Dass die ÖFB-Auswahl lange wie der Sieger aussah, lag unter anderem an einer gelungenen einstudierten Eckball-Variante. In der 31. Minute brachte David Alaba den Ball flach zur Mitte, Aleksandar Dragović und Sebastian Prödl ließen das Kunstleder passieren und Hinteregger traf per Direktabnahme genau ins Eck.

Österreich mit Führung nach passabler ersten Hälfte

Davor und danach gab es in der ersten Hälfte auf beiden Seiten viele Leerläufe. Die im 4-1-4-1 angetretenen Gäste, bei denen Alaba im Zentrum agierte und Florian Kainz sowie Stefan Lainer ihre ersten Länderspiele von Beginn an absolvierten, verzeichneten bei einem eher harmlosen Schuss von Zlatko Junuzović in der 4. Minute die erste Torszene. In der 19. Minute verpasste Prödl einen Corner von Junuzovic nur knapp.

Die Iren zogen sich zumindest vor dem Gegentor weit zurück und setzten im Spielaufbau fast ausschließlich auf weite Bälle. Halbwegs gefährlich wurde es nur in der 23. Minute, als Jonathan Walters aus rund 15 Metern frei zum Schuss kam, aber deutlich das Ziel verfehlte.

Irland schnürte das ÖFB-Team nach der Pause ein

Der zweite Durchgang wurde mit einem Kopfball von Shane Duffy neben das Tor eröffnet. Danach folgte eine kurze Phase, in denen die Österreicher die Vorentscheidung verabsäumten. In der 48. Minute traf Alaba nach Doppelpass mit Florian Kainz innerhalb des Strafraums das Tor nicht, eine Minute später wurde ein Junuzović-Schuss aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Valentino Lazaro abgeblockt.

Anschließend waren jedoch die Iren klar am Drücker. Immer wieder wurden die Österreicher von den Iren mit hohen Bällen und viel Einsatz an den eigenen Strafraum gedrängt, ohne dass es vorerst wirklich gefährlich wurde. So gingen Schüsse von Harry Arter (55.) und James McClean (64.) klar neben das ÖFB-Gehäuse. In der 73. Minute hätte Lainer beinahe ein Eigentor verursacht, der Ball sprang vom Salzburg-Verteidiger nach einer Flanke aber genau auf Lindner.

Dragović-Fehler ebnet Walters den Weg zum Ausgleich

Brenzliger wurde es in der Schlussphase. In der 80. Minute rettete Lainer auf der Linie, fünf Minuten später stand es dann 1:1. Nach einem weiten Ball verlor Dragović, der davor wegen einer Wadenblessur lange behandelt worden war, das Laufduell mit Walters und der Stoke-Legionär traf genau ins lange Eck. Umso bitterer war es, dass die Österreicher vor dem 1:1 durch Lazaro nach Stanglpass von Kainz (81.) und den eingewechselten Florian Grillitsch (84.) das 2:0 vergeben hatten.

Damit verpasste Teamchef Marcel Koller in seinem 50. Länderspiel (Rekord für einen ausländischen ÖFB-Nationaltrainer) den 24. Sieg. Sein Job sollte aber mit dem Punktgewinn zumindest vorerst gesichert sein. Allerdings reichen in den abschließenden vier Partien wenn überhaupt wohl nur vier Siege, um tatsächlich noch auf den WM-Zug aufspringen zu können.

(APA, Red.)

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