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Rapid Wien verliert unverdient bei der Admira

Einmal jubeln konnte Rapid gegen die Admira aber dennoch.
Einmal jubeln konnte Rapid gegen die Admira aber dennoch. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Die in der ersten Halbzeit enttäuschenden Rapidler konnten noch ein 0:0 in die Pause retten. Als sie in der zweiten Hälfte wieder ihre Form fanden und das Spiel schneller machten, bekamen die Hütteldorfer die Heimstärke des FC Admira zu spüren.

Die Entscheidung in der BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf fiel erst in der 92. Minute durch ein Kopfball-Eigentor von Mario Pavelic. Kurz zuvor hatte Philipp Schobesberger (86.) die Admira-Führung, für die der 18-jährige Debütant Marco Hausjell (69.) verantwortlich war, ausgeglichen.

Die Wiener verabsäumten es damit, von der Niederlage von Sturm Graz zu profitieren, liegen weiter neun Punkte hinter den zweitplatzierten Steirern zurück, gegen die es am Samstag im Allianz Stadion geht. Auf Tabellenführer Salzburg fehlen Rapid (35 Punkte) schon 14 Zähler. Vorerst muss der Blick also nach hinten gerichtet werden, die Admira (34) und der LASK (33) sitzen den Wienern im Nacken.

Rapid verlor unverdient gegen Admira

Die Niederlage der Rapidler am Sonntag war nicht verdient, da sie sich nach einer extrem enttäuschenden ersten Hälfte klar gesteigert hatten. Die mangelnde Effizienz sorgte aber dafür, dass es nach vier Partien mit drei Remis wieder einmal eine Niederlage gab. Auswärts gingen die Wiener erstmals seit 13. August 2017 – auch damals war die Admira der Gegner (1:3) – als Verlierer vom Platz. Die Südstadt ist kein guter Boden für sie, die jüngsten drei Partien dort wurden verloren.

Admira mit vielen Ausfällen

Die Admiraner mussten aufgrund weiterer Ausfälle mit einer völlig neu formierten Truppe spielen. Tormann Andreas Leitner fehlte wegen einer Grippe-Erkrankung, Fabio Strauss verletzungsbedingt. Mit dem von Augsburgs zweiter Mannschaft gekommenen 22-jährigen Linksverteidiger Jonathan Scherzer und Mittelfeldspieler Hausjell gaben gleich zwei Talente ihr Ligadebüt. Der 20-jährige Wilhelm Vorsager (2 Spiele) und der 19-jährige Pascal Petlach (5 Spiele) haben nur etwas mehr Erfahrung, sie standen beide zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Startelf.

Schwache erste Hälfte von Rapid

Auf dem Feld merkte man den Hausherren die personell triste Situation keinesfalls an, sie machten in den ersten 45 Minuten den besseren Eindruck, wirkten auch eingespielter als der ebenfalls ersatzgeschwächte Gegner. Torgefahr strahlten nur die Admiraner aus. Sasa Kalajdzic verzog vom Sechzehner aus bester Einschuss-Position (16.) und fand nach einer Zwierschitz-Hereingabe seinen Meister in Rapid-Tormann Richard Strebinger (43.).

Zweite Hälfte mit mehr Tempo

Die Hütteldorfer brachten in der Offensive nichts zustande, wirkten ideenlos und blieben auch ohne Schuss aufs Tor. Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Wiener steigern, hatten deutlich mehr Tempo im Spiel, dominierten das Geschehen gegen rein in der Defensive gedrückte Südstädter und drängten auf die Führung. Veton Berisha kam nach einem Joelinton-Kopfball im Strafraum zum Abschluss, schoss aber Tormann Manuel Kuttin, der sein Liga-Saisondebüt gab, an (50.). Bei einem Schuss von Pavelic fehlte nicht viel (60.).

Tor-Chancen aus dem Nichts

Die Südstädter machten ihre Sache besser, legten aus dem Nichts heraus vor. Kalajdzic wurde im Strafraum von mehreren Rapid-Akteuren nicht richtig attackiert, sein Zuspiel brachte Hausjell mit einem Flachschuss im langen Eck unter (69.). Sonst spielte nur Rapid. Bei einem Heber von Thomas Murg rettete Markus Lackner per Kopf vor der Linie (73.), bei einem Auer-Abschluss war Kuttin auf dem Posten (77.). Murg ließ einen weiteren Sitzer aus, setzte den Ball aus guter Position drüber (80.).

Eigentor in letzter Minute

Jubeln durfte Rapid trotzdem noch einmal. Schobesberger nahm sich aus mehr als 20 Metern ein Herz und traf mit viel Gefühl via Innenstange ins Eck (86.). Es war sein viertes Saisontor. Während Joelinton (91.) per Kopf den “Matchball” ausließ, waren die Gastgeber im Gegenzug glücklicher. Einen Grozurek-Freistoß beförderte Pavelic per Kopf ins eigene Tor (92.). Es war somit ausgleichende Gerechtigkeit für die Admiraner, die zuletzt beim 1:2 gegen Salzburg ein Last-Minute-Gegentor kassiert hatten. Sie untermauerten ihre Heimstärke mit dem vierten Sieg in Maria Enzersdorf in Folge.

(APA/red)

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