Rapid Wien trennt sich nach Führung mit 2:2-Remis von WAC

Tomas Esteban Correa Miranda (Mitte/SK Rapid Wien) jubelt über sein 1:0
Tomas Esteban Correa Miranda (Mitte/SK Rapid Wien) jubelt über sein 1:0 - © APA/GERT EGGENBERGER
Im Titelrennen der Fußball-Bundesliga hat Rapid Wien am Samstag erneut Federn gelassen und weitere Punkte verspielt. Die Hütteldorfer kamen nach 2:0-Pausenführung beim WAC nicht über ein 2:2 hinaus und sind bereits fünf Runden sieglos.


Der Ausgleich durch Marc Andre Schmerböck fiel erst in der 94. Minute. Bei einem Spiel mehr liegt Rapid drei Punkte hinter Tabellenführer Salzburg, der erst am Sonntag die Admira empfängt.

Rapid Wien zum fünften Mal sieglos

Trotz Toren von Tomi (13.) und Louis Schaub (43.) blieben die Rapidler bereits im fünften Ligaspiel in Folge sieglos. Der WAC verlängerte seine Serie dank später Treffer von Issiaka Ouedrago (83.) und Schmerböck. Die Kärntner sind bereits neun Partien ungeschlagen und stellten damit ihren Clubrekord in der Bundesliga ein. Der Vorsprung des Tabellensiebenten auf Schlusslicht Grödig beträgt sechs Runden vor Schluss acht Punkte.

Rapid-Trainer Zoran Barisic überraschte an vorderster Front mit Tomi statt Matej Jelic. Der Spanier, im Sommer aus Grödig gekommen, erwies sich als Goldgriff. Der 31-Jährige traf auch in seinem dritten Pflichtspieleinsatz für Rapid von Beginn an. In der Liga war er bisher nur im November gegen seinen Ex-Club in der Startformation gestanden. Zuletzt kam er im Februar zu drei Kurzeinsätzen.

WAC nutzte Chancen vor allem im Finish

Nach einem kurz abgespielten Eckball stand Tomi richtig. Eine von Stefan Stangl mit dem Kopf leicht abgelenkte Flanke von Steffen Hofmann faustete ihm WAC-Torhüter Alexander Kofler auf den Körper. Tomi nutzte die Gelegenheit. Eine zweite kurz danach ließ der Angreifer aus. Nach einem Ballgewinn gegen Nemanja Rnic schob er den Ball alleine vor Kofler klar am Tor vorbei (17.).

Der WAC hatte zwar mehr Spielanteile, kam aber erst im Finish zu zwingenden Chancen. Rapid war lange Zeit die gefährlichere Mannschaft, profitierte dabei aber auch von Fehlern der Kärntner. Einen schwierig zu verarbeitenden Rückpass bugsierte Kofler zu Hofmann. Der Kapitän krönte sein 500. Pflichtspiel für Rapid allerdings nicht mit einem Treffer, sondern scheiterte im Eins-gegen-Eins mit dem WAC-Schlussmann (41.).

2:0 noch vor der Pause

Schaub stellte dennoch noch vor der Pause auf 2:0. Ein von Thomas Zündel abgefälschter Schuss des 21-Jährigen von halbrechts landete via Innenstange im Tor. Schaub hatte von Barisic rechts im Mittelfeld erneut den Vorzug gegenüber Philipp Schobesberger erhalten. Der Pass kam von Stephan Auer, der anstelle des angeschlagenen Mario Pavelic sein erstes Pflichtspiel seit Anfang Dezember bestritt.

Kurz vor der Pause prallte Auer mit Kofler zusammen, beide mussten behandelt werden. Der WAC-Keeper wurde daraufhin von Christian Dobnik ersetzt, am Spielgeschehen änderte sich aber wenig. Ein Schuss von Rapid-Flügelspieler Florian Kainz ging am kurzen Eck vorbei (53.). Hofmanns Jubiläumsspiel war in der 62. Minute beendet. Der 35-Jährige machte leicht angeschlagen für Deni Alar Platz.

Strafe für Rapid in der Nachspielzeit

Den Matchball hatte der ebenfalls eingewechselte Jelic auf dem Kopf, setzte diesen aber nach Flanke von Srdjan Grahovac an die Latte. Dadurch kam der WAC in der Schlussphase noch einmal auf. Einen Kopfball von Boris Hüttenbrenner musste Torhüter Richard Strebinger entschärfen (82.). Nach einem weiteren Corner schlug Ouedraogo zu. Der Stürmer aus Burkina Faso, dem der Ball nach einer Flanke von Joachim Standfest etwas glücklich vor die Beine gesprungen war, erzielte sein achtes Saisontor.

Rapid wackelte – und wurde in der Nachspielzeit bestraft. Einen Silvio-Kopfball hatte Mario Sonnleitner noch vor der Linie und Ouedraogo geklärt (89.). Fünf Minuten später und mit der praktisch letzten Aktion des Spiels rettete der eingewechselte Schmerböck dem WAC den Punkt. Die 22-jährige Sturm-Leihgabe traf nach einem Gegenangriff über Zündel und Jacobo. Davor hatte Alar im Konter nach Zuspiel von Kainz für Rapid eine hundertprozentige Chance ausgelassen (90.).

Wolfsberg als ungeliebter Boden für Wiener

Für Rapid bleibt Wolfsberg damit ein ungeliebter Boden. In neun Auswärts-Pflichtspielen beim WAC gelang erst ein einziger Sieg. Kommende Woche steht das Wiener Derby gegen die ebenfalls angeschlagene Austria auf dem Programm. Die Wolfsberger dagegen sind zu Hause bereits zwölf Spiele ungeschlagen. Die bisher letzte Heimniederlage setzte es Ende August gegen Altach (0:2).

>>Bilder vom Spiel: Rapid Wien vs. WAC

(apa/red)

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