Rapid Wien für Villarreal warmgeschossen

Rapid kann auch national wieder Erfolge feiern.
Rapid kann auch national wieder Erfolge feiern. - © apa
Der bärenstarke Florian Kainz führte Rapid zum Kantersieg in Mattersburg. Trainer Zoran Barišić sieht bei dem Flügelspieler noch Potential für mehr.

Nach vier Niederlagen aus fünf Ligaspielen samt Rückfall auf Platz drei sowie der jüngsten 1:2-Schlappe in Grödig hatte großer Druck auf den Schultern der Rapidler gelastet. Damit scheinen sie gut umgehen zu können, sie gaben im Pappelstadion mit einer offensiven Top-Leistung vor der Pause ein kräftiges Lebenszeichen ab. “Die Mannschaft hat sich präsentiert, wie ich mir das vorstelle. Die erste Hälfte war das Beste, was ich als Rapid-Trainer gesehen habe”, jubelte Zoran Barisic.

Kainz als Kick-off für Rapid-Erfolg

Der schnelle Weitschusstreffer von Florian Kainz spielte den Wienern in die Karten, dann steigerten sie sich in einen Spielrausch, profitierten aber auch davon, dass die Mattersburger Defensive sich von ihrer diese Saison schlechtesten Seite präsentierte. “Es war schön anzusehen, wie die Mannschaft in der Offensive kombiniert hat”, freute sich Barisic.

Kainz war mit zwei Toren und zwei Assists herausragend. “Er ist ein super Kerl und guter Spieler, der sich ständig verbessern will. Er ist auf einem sehr guten Weg, aber seine Entwicklung ist noch lange nicht beendet”, lobte Barisic den Ex-Grazer. Dem diese Saison konstant gut spielenden 23-Jährigen scheint das ÖFB-Teamdebüt beim 1:2 gegen die Schweiz am Dienstag zusätzlich beflügelt zu haben. “Es war eine sehr gute Woche für mich”, sagte Kainz.

Die linke Seite ist überhaupt die große Stärke der Wiener, Linksverteidiger Stefan Stangl sorgt für viel Druck und ist aus dem Rapid-Spiel nicht mehr wegzudenken. Auch er trug sich in die Schützenliste ein. Jubeln durften diesmal auch die zuvor nur selten erfolgreichen Stürmer. Philipp Prosenik traf doppelt, sein Konkurrent Matej Jelic als “Joker”. Prosenik hat jetzt drei Saisontore auf dem Konto, Jelic zwei.

Rapid Wien optimistisch für Spiel gegen Villarreal

Die Länderspielpause ist für die Rapidler anscheinend genau zur rechten Zeit gekommen. “Die Länderspielpause hat uns in die Karten gespielt, die Spieler waren viel frischer”, sagte auch Barisic. Den Schwung gilt es nun mitzunehmen, bis zur Winterpause wartet ein dichtes Programm. In der Europa League steht auch noch das Heimspiel gegen Dinamo Minsk (10. Dezember) an, in der Liga geht es noch gegen Altach (29. November), Admira Wacker Mödling (2. Dezember auswärts), Ried (5. Dezember) und Titelverteidiger Salzburg (13. Dezember auswärts).

“Wir wollen den Anschluss an die Spitze unbedingt wahren”, gab Kapitän Steffen Hofmann die Marschroute vor. Zuerst wartet allerdings das europäische Abenteuer im Stadion El Madrigal, in dem die Wiener ihre nach vier Partien noch makellose Bilanz verteidigen. Den Aufstieg haben die Barisic-Schützlinge schon jetzt in der Tasche, als Draufgabe soll es auch noch Platz eins in der Gruppe E geben. “Wir fliegen nicht nach Spanien, um sich abschießen zu lassen. Wir wollen auch dort zeigen, dass wir mithalten und gut Fußball spielen können”, erklärte Hofmann. In Wien haben sie das beim 2:1 am 17. September schon unter Beweis gestellt.

Mattersburg unzufrieden mit Leistung

Bei Mattersburg zeigt die Formkurve nach der dritten Niederlage in Folge nach unten. “Die erste Hälfte war das Schlechteste seit langem”, meinte Patrick Farkas. Die aufgebotene Fünferkette brachte nicht den gewünschten Erfolg. “Die Idee war nicht schlecht, aber die Umsetzung hat nicht gepasst. Ich bin unzufrieden mit der ersten Hälfte, dem Ergebnis und der Leistung sowieso”, war SVM-Coach Ivica Vastic verärgert. Seine Mannschaft kann nächste Woche in Graz den Abwärtstrend stoppen.

Glänzen soll in der UPC-Arena auch wieder Karim Onisiwo. Der Neo-ÖFB-Teamkicker war gegen Rapid abgemeldet. Bald könnte er aber Mitspieler von Hofmann und Co. werden. Rapid hat die Fühler nach dem 23-Jährigen ausgestreckt. “Er ist ein sehr guter Fußballer, dribbelstark und schnell. Er ist für Rapid sehr interessant, passt in unser Schema hinein”, sagte Sportdirektor Andreas Müller. Unklar ist allerdings die Vertragssituation von Onisiwo, Spieler und Club haben da eine unterschiedliche Auffassung.

(apa/red)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen