Rapid Wien erringt knappes Unentschieden gegen Altach

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Rapid und Altach trennten sich mit einem 1:1
Rapid und Altach trennten sich mit einem 1:1 - © APA
Rekordmeister SK Rapid Wien kam beim Spiel gegen den SCR Altach in der elften Bundesligarunde am Samstagabend nicht über ein knappes 1:1 hinaus.

Damit sind die Wiener in der Liga seit bereits drei Partien sieglos und 11 Punkte hinter Tabellenführer Sturm Graz zurück, der Rückstand des Vierten auf die zweitplatzierten Vorarlberger beträgt weiter drei Punkte.

Rapid mit knappem 1:1 gegen Altach

Christoph Schößwendter bewahrte die Hütteldorfer mit einem Kopfballtor in der 89. Minute vor der dritten Pflichtspielniederlage in Folge. Zu dem Zeitpunkt war die Büskens-Truppe nach Rot für Srdjan Grahovac (75./Tätlichkeit) in Unterzahl. Nach dem 1:1 in St. Pölten und dem 2:4 in Ried gab es zum dritten Mal in der Meisterschaft hintereinander keine drei Punkte. Und das gegen vermeintlich schwächere Gegner. Die Generalprobe für das Donnerstag-Duell mit Sassuolo in der Europa League sowie das folgende Wiener Derby mit der Austria haben sich die Wiener sicher anders vorgestellt.

Altach gegen Rapid weiter ohne Niederlage

Altach blieb demgegenüber wie auch schon im ersten Saisonduell, das knapp 1:0 gewonnen wurde, gegen Rapid ohne Niederlage. Den einzigen Treffer der Gäste vor 22.000 Zuschauern besorgte Nicolas Ngamaleu nach einem groben Schnitzer von Mario Pavelic (29.).

Altach machte die Räume geschickt eng und hatte damit Erfolg. Rapid dominierte zwar klar das Geschehen, es fehlten aber die Ideen, um den Abwehrriegel der Vorarlberger zu knacken. Die Gäste blieben in der Offensive eigentlich auch harmlos, nützten aber einen Patzer der Heimischen eiskalt aus.

Verunsicherung der Hütteldorfer spürbar

Ngamaleu fing einen haarsträubenden Pass von Pavelic zum neben ihm postierten Schößwendter ab und schloss mustergültig an Goalie Richard Strebinger vorbei ab (29.). Der Kameruner sorgte damit für den Premierentreffer eines Liga-Auswärtsteams im neuen Allianz Stadion. Die Verunsicherung der Hütteldorfer aufgrund des Negativlaufs in der jüngsten Zeit war danach deutlich zu spüren und beinahe hätten die Altacher kurz vor dem Pausenpfiff noch nachgelegt. Ein Oberlin-Abschluss fiel zu schwach aus (45.).

Die Rapid-Anhänger drückten ihren Unmut mit einem Pfeifkonzert aus. Gleich nach Wiederbeginn erlebten diese neuerlich eine Schrecksekunde. Nach einem weiten Ball narrte Dimitri Oberlin die gesamte Rapid-Abwehr, krönte seine Einzelleistung aber nicht mit einem Treffer, sondern schoss aus zehn Metern und guter zentraler Position drüber (47.).

Vorarlberger lauterten auf Konter

Die Wiener hatten neuerlich deutlich mehr Ballbesitz, bisschen sich aber weiter die Zähne an den Vorarlbergern aus. Die agierten weiterhin beherzt, extrem zweikampfstark und lauerten immer wieder auf Konter. Das 2:0 lag das eine oder andere Mal in der Luft, auch da Strebinger keinen guten Tag erwischte. Einen Schreiner-Schuss konnte der 23-Jähriger nur mit viel Glück parieren (59.), bei einem Lienhart-Freistoß verschätze er sich gehörig, die Situation wurde aber wegen Abseits abgepfiffen (65.).

Erste Topchance der Wiener in zweiter Hälfte

Kurz zuvor hatten sich die Wiener die erste Topchance erspielt. Joelinton verschaffte sich schön im Strafraum Platz, bei seinem Abschluss in der 61. Minute machte sich Altach-Tormann Andreas Lukse aber lang. Mike Büskens versuchte mit der Hereinnahme von Arnor Ingvi Traustason für Thomas Murg für frischen Wind zu sorgen, doch der Isländer konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen.

Das Gefährlichste war lange Zeit ein Freistoß von Stefan Schwab, den Lukse glänzend parierte (68.). Die Schlussphase war dann aber noch einmal richtig turbulent. Schiedsrichter Christopher Jäger zeigte Grahovac wegen einer Tätlichkeit an Louis-Ngwat Mahop die Rote Karte (74.) – eine harte Entscheidung. Die Stimmung auf dem Platz war in der Folge aufgeheizt. Und Rapid drückte trotzt numerischer Unterlegenheit. Lukse war aber vorerst nicht zu bezwingen. Der in der 77. Minute für den enttäuschenden Louis Schaub eingewechselte Giorgi Kvilitaia scheiterte nach Idealzuspiel aus elf Metern am 28-Jährigen (82.).

Erlösung durch Kopfball von Rapids Innenverteidiger

Auch bei einem Schößwendter-Kopfball war Lukse auf dem Posten (88.). Eine Minute später musste er aber doch hinter sich greifen. Diesmal war der Altach-Goalie gegen einen Kopfball von Rapids Innenverteidiger nach Schwab-Vorarbeit machtlos. Danach wäre beinahe für die Hausherren noch mehr möglich gewesen, sie sind damit zu Hause in der Liga weiter unbesiegt. Das war aber wenig zufriedenstellend, hatte doch Sportdirektor Andreas Müller vor der Partie klipp und klar gesagt: “Wir müssen jetzt Ergebnisse liefern.”

(APA/Red.)

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