Rapid schwimmt trotz Abschlussschwäche auf der Erfolgswelle

Rapid schwebt auf einer Erfolgswelle.
Rapid schwebt auf einer Erfolgswelle. - © APA/HANS PUNZ
Rapid ist seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen. Die Hütteldorfer haben ihre jüngsten sieben Bewerbspartien allesamt gewonnen. Dabei geizen sie aber mit Toren.

Der momentane Erfolgslauf von Rapid wird von einem bemerkenswerten Nebenaspekt begleitet. Die Hütteldorfer sind zwar seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen und haben ihre jüngsten sieben Bewerbspartien allesamt gewonnen, geizen dabei aber mit Toren. Zuletzt reichten in der Fußball-Bundesliga vier Treffer zu zwölf Punkten. Daher beklagte Trainer Goran Djuricin nach dem 1:0-Heimsieg gegen die Admira am Samstag die mangelnde Effizienz. “Wir müssen viel mehr Tore machen. Das Spiel muss ganz anders ausgehen”, sagte der 43-Jährige.

Kvilitaia tat sich mit “Chancentod” hervor

Besonders Giorgi Kvilitaia tat sich bei zwei Gelegenheiten als “Chancentod” hervor. “Er hadert zu sehr damit, seine Körpersprache ist nicht so, wie wir uns das vorstellen. Ich verstehe es aber. Ich war auch Stürmer – wenn man viele Chancen vergibt, ist man zurückhaltend. Er braucht mehr Spannung und positive Energie”, sagte Djuricin.

Für den georgischen Stürmer gebe es von allen anderen Spielern große Unterstützung, berichtete der Rapid-Coach. “Das Team hat ihn in der Pause aufgebaut und für ihn gerackert. Das ist unser Geheimnis der letzten Wochen, dass wir ‘einer für alle und alle für einen’ da sind”, meinte Djuricin, der erst kürzlich U18-Trainer Zeljko Radovic als Stürmer-Trainer zur Profi-Mannschaft hochgezogen hatte.

Vergebene Chancen hätten sich für Rapid fast gerächt

Diese Maßnahme sollte sich laut Djuricin bald bezahlt machen. “Wir werden weiter am Stürmer-Training feilen. Da brauchen wir noch einige Einheiten, und dann wird alles besser werden.”

Die vielen vergebenen Chancen hätten sich für Rapid noch fast gerächt, als Christoph Knasmüllner in der 89. Minute aus wenigen Metern über das Tor schoss. “Wenn der drin ist, schauen wir anders aus der Wäsch'”, vermutete Djuricin.

Baumeister erkannte Überlegenheit Rapids an

Admira-Betreuer Ernst Baumeister meinte zu dieser Situation: “Es wäre nicht gerecht gewesen, wenn er reingegangen wäre, aber ich hätte mich auch nicht dagegen gewehrt.” Der Ex-Teamspieler musste die Überlegenheit von Rapid anerkennen und verzichtete deshalb auch auf Beschwerden darüber, dass es vor dem Tor von Louis Schaub wohl ein Foul von Kvilitaia an Adamira-Innenverteidiger Fabio Strauss gegeben hatte.

Erfolgsserie für Südstädter

Für die Südstädter endete im Allianz Stadion eine Erfolgsserie von sechs ungeschlagenen Liga-Partien en suite. “Doch wir haben in den letzten drei, vier Wochen auf einem Level gespielt, wo ich mich selbst schon gewundert habe, wo die Mannschaft das hernimmt. Wichtig ist es jetzt, wie die Spieler auf diese Niederlage reagieren”, sagte Baumeister.

APA/Red.

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