Partielle Mondfinsternis am 7. August 2017 von Wien aus zu sehen: Alle Infos

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Eine Computersimulation der bevorstehenden Mondfinsternis
Eine Computersimulation der bevorstehenden Mondfinsternis - © WAA/Alexander Pikhard
In Kürze steht uns wieder ein spannendes Himmelsschauspiel ins Haus: Am Abend des 7. August 2017 ist eine partielle Mondfinsternis zu beobachten. Wie diese von Wien aus am besten beobachtet werden kann, lesen Sie hier.

Der August hält heuer für Astronomie-Begeisterte gleich zwei Ereignisse parat: Eine partielle Mondfinsternis am 7. und das Maximum des jährlichen Sternschnuppenstroms der Perseiden um den 12. und 13. August. Die Sicht wird zwar durch Licht getrübt, bei günstigem Wetter seien aber beide Himmelereignisse mit freiem Auge zu sehen, wie die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) mitteilte.

Mond tritt teilweise in den Kernschatten der Erde

Bei der partiellen Mondfinsternis tritt unser Begleiter am 7. August nur zu 24,6 Prozent in den Kernschatten der Erde. Zur stärksten Verfinsterung kommt es um 20.22 Uhr und damit bereits wenige Minuten nach dem Mondaufgang, der in Wien an diesem Tag um 20.13 Uhr stattfinden wird. Da das relativ geringe Verfinsterungs-Maximum jedoch fast genau mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt, findet das Ereignis laut der WAA bei nahezu hellem Himmel statt. Darum wird auch die charakteristische rote Verfärbung des Mondes nicht zu beobachten sein.

Ablauf der Mondfinsternis über Wien

Eckdaten der Finsternis:

17.50 Uhr MESZ          Beginn der Finsternis (prinzipiell unbeobachtbar)

19.23 Uhr MESZ          Beginn der partiellen Phase (für Wien unbeobachtbar)

20.13 Uhr MESZ          Mondaufgang (Wien)

20.22 Uhr MESZ          Größte Verfinsterung (24,6% im Kernschatten), Vollmond

20.22 Uhr MESZ          Sonnenuntergang (Wien)

20.58 Uhr MESZ          Ende der bürgerlichen Dämmerung (Wien)

21.18 Uhr MESZ          Ende der partiellen Phase

21.43 Uhr MESZ          Ende der nautischen Dämmerung (Wien)

22.36 Uhr MESZ          Ende der astronomischen Dämmerung (Wien)

22.51 Uhr MESZ          Ende der Finsternis (prinzipiell unbeobachtbar)

Keine rote Verfärbung des Mondes zu sehen

Da der Mond nicht zur Gänze in den Kernschatten der Erde eindringt und die Finsternis praktisch am hellen Himmel stattfindet, wird rote Verfärbung des Vollmondes nicht zu beobachten sein. Die Mondfinsternis kann von Mondaufgang bis ca. 21.50 Uhr MESZ mit freiem Auge gesehen werden. Der Mond steht dabei tief im Südosten.

Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie charakterisiert diese Mondfinsternis: Für die Beobachtung dieser Mondfinsternis ist freier Blick zum Horizont nach Südosten unbedingt erforderlich. Aus dicht verbautem Gebiet werden viele dieses Himmelsereignis wohl gar nicht bemerken. Eine totale Verfinsterung des Mondes werden wir erst am 27. Juli 2018 zu sehen bekommen.

Mondfinsternis über Wien sehen: Veranstaltungstipps der WAA

Ein Vortrag und eine öffentliche Beobachtung der Mondfinsternis mit Erklärungen und Blick durchs Fernrohr ist am Abend des 7. August möglich. Von 19.00 bis 21.30 Uhr lädt die WAA in die Panoramaschenke in Wien 10 (Filmteichstraße 5). Bei Schlechtwetter erfolgt eine Liveschaltung.

Eine weitere Möglichkeit zur öffentlichen Beobachtung der Mondfinsternis mit Erklärungen und Blick durchs Fernrohr gibt es am Abend des 7. August von 19.45 bis 22.00 Uhr auf der Sophienalpe in Wien 14. Bei Schlechtwetter (Bewölkung oder gar Niederschlag) findet diese Beobachtung nicht statt. Information, ob die Veranstaltung stattfindet, erhalten Sie ab dem Vorabend über Facebook.

Was ist eine Mondfinsternis?

Bei einer Mondfinsternis stehen zu Vollmond Sonne, Erde und Mond so genau auf einer Linie, dass der Mond durch den Schatten der Erde wandert. Da die Bahn des Mondes um die Erde zu jener der Erde um die Sonne geneigt ist, passiert das im Schnitt nur bei jedem sechsten Vollmond, also rund zweimal pro Jahr. Eine Mondfinsternis ist überall auf der Erde, wo der Mond über dem Horizont steht, in der gleichen Weise und zur gleichen Weltzeit zu sehen.

Astronomiekurse der WAA im Wintersemester 2017

Unter dem Titel „SternenHimmelAkademie“ bietet die WAA auch in diesem Jahr eine Reihe von kompakten Astronomiekursen an. Das Wort „Akademie“ soll nicht täuschen, es gibt Kurse für alle Stufen von Vorwissen und Interesse.

Die Kurse eines Semesters behandeln jeweils in sich abgeschlossene Themen und bauen nicht aufeinander auf. Sie finden im Regelfall am Samstagnachmittag statt. Ein Kurs bildet eine abgeschlossene thematische Einheit und verbindet Vortrag, gemeinsames Erarbeiten und bietet reichlich Gelegenheit für Fragen und Diskussionen.

Mehr zu den WAA-Kursen lesen Sie hier.

>>Sternschnuppenstrom der Perseiden im August 2017 von Wien aus beobachten

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