“Om Shanti Shanti Shanti”: Ein Besuch bei der Yogamesse Yoga Planet im MAK

Von Daniela Herger
Begeistert mitgeübt wurde bei der Yoga Planet im MAK
Begeistert mitgeübt wurde bei der Yoga Planet im MAK - © VIENNA.at
Am letzten Novemberwochenende stand das MAK in der Wiener Innenstadt ganz im Zeichen von Yoga, Ayurveda, veganer Ernährung und Co. VIENNA.at war vor Ort und hat sich die Highlights der Yogamesse angesehen – und ausprobiert.

Mit beeindruckenden Eckdaten lockte die Yogamesse “Yoga Planet” die Besucher von 27. bis 29. November 2015 ins Museum für Angewandte Kunst (MAK) am Wiener Stubenring. “Österreichs größte Messe für Yoga, Ayurveda und vegane Lebensweise” hatte einiges zu bieten. Auf 2.600 Quadratmetern waren zwei Stockwerke des MAK ganz der gesunden Lebensweise rund um Yoga und Co. gewidmet – über 100 Fach-Aussteller, 60 Yoga-Workshops zum Mitmachen für alle Level, zahlreiche Vorträge und ein umfassendes Rahmenprogramm ließen kaum Wünsche offen. Entsprechend groß war der Besucher-Andrang.

Eindrücke der Yogamesse “Yoga Planet”

Der Duft von Räucherstäbchen und zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten zog durch die weitläufigen Gänge des MAK, auf denen so gut wie alles feilgeboten wurde, was die Herzen von Yogis und Yoginis höher schlagen lässt: ob Yogamatten, – taschen und -hilfsmittel jeder Preisklasse, Yogakleidung vorzugsweise aus ethisch korrekter Produktion oder ganz spezielle Props wie ein Kopfstandhocker, der Umkehrhaltungen aller Art erleichtern soll. Unter den zahlreichen originellen Angeboten, die zu mehr Achtsamkeit im Alltag verhelfen sollen, wurden etwa auch handgemachte “Loveropes” feilgeboten, bei denen man zum Designer seines eigenen individuellen Armbands mit einem “Constant Reminder”-Spruch nach Wahl werden konnte.

Nicht zuletzt kamen bei der “Yoga Planet” natürlich auch Feinschmecker voll auf ihre Kosten. Vegane Köstlichkeiten von grünen Smoothies bis hin zu knusprigen Keksen lockten in der Gastrozone im Erdgeschoss, Soja-Joghurts, Haferdrinks, Mandelmilch von “Joya” waren ebenso zu probieren wie das vegane bereits Kult gewordene Eis von “Veganista”, diverse Veggie-Wraps und -Burger sowie erlesene Matcha-Tees, etwa von “Kissa”. Auch die derzeit so gehypten “Superfoods” waren vertreten – und Nachhaltigkeit wurde bei der “Yoga Planet” natürlich ganz groß geschrieben.

Yoga zum Ausprobieren beim Event im MAK

Besonders interessant war für die Körperkult-Fans bei der Yogamesse naturgemäß die Möglichkeit, in der oberen Etage des MAK selbst Yoga auszuprobieren – vom klassischen Hatha Yoga bis hin zu ungewöhnlicheren Spielarten wie dem zirkusverdächtigen Acro Yoga und Yoga XL, das sich als Zielgruppe an all jene richtet, die sich durch ihre etwas üppigere Körperfülle von so manchem Asana vor besondere Herausforderungen gestellt sehen.

Am Freitag durfte sich die yogaerprobte VIENNA.at-Redakteurin selbst im “Iyengar Yoga mit Elke Pichler” versuchen, das zwar daür bekannt ist, mit Hilfsmitteln praktiziert zu werden, was hier jedoch nur theoretisch in Form von Erläuterungen zum Einsatz kam. Besondere Begeisterung lösten aber die “Yogatherapie”-Stunden von Dr. Peter Poeckh aus, der als Arzt einen medizinischen Zugang zu Yoga als Heilmittel diverser Alltagsleiden wählt. Seine Yoga-Einheiten zu den Themen “Yoga für einen gesunden Rücken” (Freitag) und “Entspannter Nacken durch Yoga” (Samstag) waren eine wahre Wohltat für Verspannungsschmerzen in Schultern und Kreuz, wie sie wohl so ziemlich jeder nur zu gut kennt, der eine weitgehend sitzende Tätigkeit ausübt.

Chanten inmitten des Trubels

Der Wermutstropfen bei “Yoga Planet”: Die sämtlich kompetent geführten Einheiten waren durch die Örtlichkeiten vor so manche Herausforderung gestellt. Denn die Akkustik in den loftartigen Hallen ließ vielfach zu wünschen übrig, und eine permanente Zugluft, die wohl ebenfalls den architektonischen Gegebenheiten zuzuschreiben ist, sorgte dafür, dass man Yoga weniger luftig-leicht bekleidet als gewohnt und vielfach sogar mit Socken praktizieren musste.

Ein Gemeinschaftsgefühl der besonderen Art kam bei “Die sanfte Kraft des Yoga” mit Stephanie Schönberger auf. Sehr einfühlsam führte diese durch die Stunde, die vom wiederholten Chanten von “Om Shanti Shanti Shanti” begleitet wurde. Dabei entstand inmitten des Trubels der Besucher, von denen nicht wenige mit kleinen Kindern gekommen waren, eine definitiv entspannte Atmosphäre – und so etwas wie Ruhe und Frieden.

Alles in allem ist die “Yoga Planet” definitiv einen Besuch wert – dazu besteht am Sonntag noch bis 17:00 die Gelegenheit.

 

 

 

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