Österreichischer Tierschutzverein fordert Kennzeichnung für Martini-Gänse

Bilder der Aktion "Stoppt das Stopfen".
Bilder der Aktion "Stoppt das Stopfen". - © Österreichischer Tierschutzverein
Bei der beliebten Tradition des Martinigansl-Essens wird häufig auf die Herkunft des Tieres vergessen. Der Österreichische Tierschutzverein fordert daher eine Kennzeichnung der Herkunft und Haltungsart.

Die Kennzeichnung soll verpflichtend für Gastronomie und Handel sein. Denn der Tierschutzverein bemängelt, dass über 80% der in Österreich verzehrten Gänse nicht die vom Gesetzgeber geforderten Qualitätsstandards erfüllen. Es wird eine Gesetzeslücke genutzt, die den Import aus Frankreich, Ungarn, Polen, etc. ermöglicht und die Qualitätsstandards umgangen.

Herkunft der Martini-Gans

“Mastgänse werden meist in körperenge Käfige gesperrt, denn Bewegung bremst das Leberwachstum. Dann wird den armen Kreaturen über 21 Tage bis zu drei Mal täglich ein langes Metallrohr in den Hals gerammt und dabei rund ein Kilo Maisbrei in den Magen gepumpt. Halsverletzungen, Knochenbrüche und andere Qualen nimmt man für die billige Fleischproduktion bewusst in Kauf”, so Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins.

Um den Kauf von Mastgänsen zu vermeiden, wird geraten Biofleisch zu erstehen. Weidegänse oder Tiere aus Freilandhaltung werden überwiegend im Ganzen verkauft. Gänseteile sind häufig “Abfallprodukte” von Mastgänsen. Im Restaurant wird geraten, nach der Herkunft der Gans zu fragen.

Am 6. November wird zwischen 13 und 16 Uhr eine Aufklärungsaktion zum Thema am Wiener Stephansplatz stattfinden.

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