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ÖH-Petition gegen Studiengebühren: Schon Tausende Unterstützer

Die Petition fand in den ersten Stunden bereits Tausende Unterstützer.
Die Petition fand in den ersten Stunden bereits Tausende Unterstützer. ©APA (Sujet)
Die ÖH hat eine Online-Petition gegen die geplante Einführung von Studiengebühren gestartet. Die Unterstützung war bereits nach einem Tag sehr groß.
ÖH gegen Studiengebühren

Nach der gestern bekanntgewordenen Einigung auf Studiengebühren haben schon tausende Personen eine Petition der Österreichischen Hochschüler_innenschaft unterstützt. “Wir fordern alle Studierenden auf, sich zu beteiligen. Diese Pläne betreffen uns alle. Wir müssen uns gemeinsam wehren”, zeigen sich Johanna Zechmeister, Marita Gasteiger und Hannah Lutz vom Vorsitzteam der ÖH entschlossen.

ÖH startete Petition gegen Studiengebühren

Die große Unterstützung am ersten Tag ist ein Zeichen für eine breite Ablehnung von Studiengebühren unter den Studierenden. “Wer glaubt, uns das Studieren erschweren zu können, muss mit unserem Widerstand rechnen. Wir werden die Studierenden keinesfalls im Stich lassen”, so das Vorsitzteam weiter.

Neben dem absurden Verwaltungsaufwand bergen Studiengebühren fatale Folgen für Studierende mit sozioökonomisch schwächerem Hintergrund in sich. Rund 45.000 Studierende mussten 2001 ihr Studium abbrechen, weil der finanzielle Druck zu groß für sie wurde. Auf die Lebensrealitäten von heute umgelegt, könnte diese Zahl noch drastisch ansteigen. “Gerade im Bereich der Bildung sind Einsparungen ein fatales Signal an künftige Generationen”, betont das Vorsitzteam abschließend.

Studiengebühren in Europa unterschiedlich geregelt

In Sachen Studiengebühren gibt es in Europa keine einheitliche Linie. Ländern ohne Studiengebühren stehen Staaten mit moderaten wie mit hohen Studentenbeiträgen gegenüber. In manchen dieser Länder müssen wiederum alle Studenten bezahlen, in anderen nur ein geringer Prozentsatz.

Keine Studiengebühren (bzw. nur geringe Einschreibgebühren von weniger als 100 Euro) fallen laut einer Aufstellung des EU-Bildungsnetzwerks Eurydice für einheimische Studenten in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Deutschland, Polen, Slowenien, Schottland, Zypern und Malta an. Umgekehrt zahlen alle Studenten in Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, der Schweiz, Bosnien, Mazedonien, Island, Liechtenstein, Serbien und Großbritannien (außer Schottland).

Mehr als 90 Prozent der einheimischen Studenten zahlen in Italien, Belgien und Bulgarien. Für die Mehrzahl fallen Gebühren in Spanien (70 Prozent), Montenegro (65 Prozent), Frankreich, Kroatien und Irland (je rund 60 Prozent) an. Rund ein Drittel der Studenten zahlen in Rumänien, Litauen, Lettland und Ungarn. Etwas mehr als zehn Prozent sind es derzeit noch in Österreich, Tschechien, Estland, der Türkei und in der Slowakei. Ob gezahlt werden muss oder nicht, ist in diesen Staaten von vielen – und teils unterschiedlichen Faktoren – abhängig. Dazu zählen etwa der soziale Hintergrund der Studenten, die Studienrichtung, der Umfang der Studienaktivität (Vollzeit-Teilzeit), die Studiendauer oder auch das konkrete Studienprogramm (Bachelor/Master).

Auch die Höhe der Gebühren ist extrem unterschiedlich: Absolutes Hochpreisland ist dabei Großbritannien mit jährlichen Gebühren von über 10.000 Euro. Zwischen 1.001 und 3.000 Euro fallen in Irland, Spanien, Italien, den Niederlanden, Portugal, der Schweiz, Liechtenstein und Ungarn an. Die Mehrzahl der Staaten verlangt (wie auch Österreich) im Regelfall bis zu 1.000 Euro.

(APA/Red)

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