ÖFB-Team: Worum es Marcel Koller zum Quali-Abschluss geht

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Das ÖFB-Team will auch die beiden letzten EM-Qualifikationsspiele gewinnen.
Das ÖFB-Team will auch die beiden letzten EM-Qualifikationsspiele gewinnen. - © APA/Hans Punz
Österreichs Nationalmannschaft trifft zum Abschluss der EM-Qualifikation auf Montenegro und Liechtenstein. Obwohl David Alaba und Co. das EURO-Ticket bereits in der Tasche haben, geht es dennoch um viel, betont Teamchef Marcel Koller.

Zum Auftakt des ÖFB-Lehrgangs vor den Duellen mit Montenegro und Liechtenstein hat Österreichs Teamchef Marcel Koller noch einmal die Bedeutung der beiden abschließenden EM-Qualifikationspartien hervorgehoben. Auch wenn das EM-Ticket schon fix in der Tasche ist, so gehe es für die Nationalmannschaft dennoch um viel, betonte der Schweizer am Montag.

Mit sechs Punkten würden David Alaba und Co. in der EM-Gruppenauslosung am 12. Dezember aus Topf zwei gezogen, außerdem könnte in diesem Fall auch der Vorstoß vom aktuellen Weltranglistenrang elf unter die Top Ten gelingen. “Platz elf ist eine Duftmarke, die die Jungs gesetzt haben, aber nicht das, worauf wir schauen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen”, erklärte Koller und stellte klar: “Wir müssen wieder zum Tagesgeschäft kommen. Es gibt keinen Grund, nachzulassen.”

Koller über Alabas Rolle in München

Der Schweizer bat seine Schützlinge am Montagnachmittag zum ersten Training auf dem Platz. In der Regenerationseinheit am Vormittag im Hotel fehlten noch Aleksandar Dragović, Kevin Wimmer und Alaba, die im Laufe des Montags erwartet wurden.

Letzter agierte beim FC Bayern zuletzt vermehrt in der Innenverteidigung, was Koller keine allzu große Freude bereitet. “David ist ein hervorragender Fußballer, als Trainer mag man solche Spieler, die man überall einsetzen kann. Aber für uns wäre es besser, wenn er auch bei den Bayern im Zentrum spielen würde.”

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Posted by Das Nationalteam on Donnerstag, 1. Oktober 2015

Immerhin gilt für Alaba, was für fast alle ÖFB-Legionäre gilt – sie stoßen mit Spielpraxis zum Nationalteam. So absolvierte etwa Kapitän Christian Fuchs am Samstag sein erstes Premier-League-Match über die volle Distanz für Leicester City. “Ich bin immer froh, wenn ein Spieler bei seinem Verein zum Einsatz kommt. Aber man hat auch in der Vergangenheit gesehen, dass Spielpraxis nicht immer entscheidend ist, um gute Leistungen bei der Nationalmannschaft zu bringen”, sagte Koller und ergänzte: “Man spürt schon, dass ein Spieler froh ist, wenn er bei seinem Verein geschätzt wird.”

Gespräche über Vertragsverlängerung sollen folgen

Einmal mehr betonte der Teamchef, dass er gegen Montenegro auf größere Experimente verzichten werde. Nicht nur am Personal, auch an der Spielweise dürfte sich nicht viel ändern. “Montenegro hat viele groß gewachsene Spieler, da müssen wir den Ball flach halten. Aber das ist eigentlich immer unser Ziel.”

In den kommenden Tagen legt Koller die volle Konzentration auf die letzten EM-Quali-Matches, danach könnten in einem Gespräch mit ÖFB-Präsident Leo Windtner erste Weichenstellungen bezüglich einer möglichen Vertragsverlängerung erfolgen. “Wir werden uns nach diesen Spielen zusammensetzen”, kündigte Koller an.

(APA, Red.)

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