ÖFB-Cup als letzter Rettungsanker für Austria Wien

Am Dienstag geht es für die Austria Wien im ÖFB-Cup-Viertelfinale um einen Startplatz in der Europa League.
Am Dienstag geht es für die Austria Wien im ÖFB-Cup-Viertelfinale um einen Startplatz in der Europa League. - © APA
Für die Austria Wien ist der Aufstieg im ÖFB-Cup die letzte Chance auf einen Europacup-Platz. Am Dienstag treffen die Veilchen im Viertelfinale auf den Erste-Liga-Club SV Kapfenberg.

Auf Rang vier, der fix zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt, fehlen der siebentplatzierten Austria schon elf Punkte. Dafür soll es nun im “Lieblingsbewerb” der Favoritner, die mit 27 Titeln Cup-Rekordsieger sind, klappen. “Ich bin überzeugt von meiner Mannschaft. Wir wollen diese Hürde unbedingt nehmen”, erklärte Interimstrainer Andreas Ogris.

Austria Wien hofft auf Cup-Aufstieg

So wie Ogris glaubt auch dessen Assistent Christoph Glatzer daran, dass man via Cup doch noch das Europacup-Ticket lösen könnte. “Wir sind immer noch im Rennen, doch der Weg ist auch hier noch weit, wenn man sich die Gegner anschaut, die noch im Bewerb sind”, meinte der 39-Jährige.

Flügelspieler Marco Meilinger warnte davor, den Gegner zu unterschätzen. “Man muss perfekt vorbereitet sein und darf sich keinen Ausrutscher erlauben. Wir müssen von Anpfiff bis Abpfiff präsent sein”, forderte der Salzburger und zeigte sich optimistisch: “Unser Tabellenplatz spricht zwar nicht für uns, trotzdem denke ich, dass wir als Favorit in die Partie reingehen und das positive Ende auf unserer Seite haben.”

Kapfenberg will Cup-Überraschung liefern

Kapfenberg-Coach Kurt Russ ist über die Außenseiterrolle seines Teams nicht unglücklich. “Wir haben nichts zu verlieren und möchten eine Überraschung liefern.” Als Vorbild dienen der FC Pasching und der SKN St. Pölten, die in den vergangenen Jahren als unterklassige Clubs im Cup für Furore gesorgt hatten. “An einem normalen Tag haben wir gegen die Austria keine Chance, aber im Cup kann immer etwas passieren”, sagte Russ.

Der Steirer saß am Samstag in Salzburg im Stadion und nahm die Austria-Spieler schon beim Aufwärmen genau unter die Lupe. “Ich wollte sehen, wie die Grundstimmung in der Mannschaft ist.” Sein Fazit: “Sie waren sehr konzentriert, und durch den Trainerwechsel sind viele positive Sachen entstanden. Dadurch ist die Sache für uns noch schwieriger geworden.”

Für seine Mannschaft steht nicht nur im Cup einiges auf dem Spiel. In der Erste Liga rangieren die Steirer zwar an der vierten Stelle, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt aber nur fünf Punkte. Deshalb hat Russ auch schon das Freitag-Auswärtsspiel gegen Austria Lustenau im Hinterkopf. “Wenn es gegen die Austria für uns nicht gut läuft, werde ich sicher nicht alles riskieren, sondern zwei, drei Spieler austauschen, die für Freitag wichtig sind”, kündigte Russ an.

(APA/Red)

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