ÖBB stellt vorübergehend Züge zwischen Österreich und Ungarn ein

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ÖBB stellt Züge zwischen Österreich und Ungarn ein
ÖBB stellt Züge zwischen Österreich und Ungarn ein - © APA (Sujet)
Aufgrund der “massiven Überlastung” stellt die ÖBB den Zugverkehr zwischen Österreich und Ungarn vorübergehend ein.

Das betrifft sowohl die Railjet-Verbindung auf der Strecke Wien-Budapest sowie grenzüberschreitende Regionalzüge, wie die ÖBB am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte.

Ersatzverkehr für Pendler und Schüler

Bis auf Weiteres werden auch keine Tickets für Fahrziele in Ungarn verkauft, heißt es in der Aussendung. Für Pendler und Schüler aus dem Raum Neusiedl/See und Bruck/Leitha werde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert. Die Shuttlezüge von Nickelsdorf zum Wiener Westbahnhof bleiben aufrecht, um Fahrgästen die Weiterreise in den regulären Zügen Richtung Westen zu ermöglichen.

+++ Aktuelle Information: Die ÖBB müssen den Zugverkehr nach Ungarn vorübergehend wegen Überlastung einstellen. +++…

Posted by Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) on Donnerstag, 10. September 2015

Keine Sonderzüge nach München

Obwohl derzeit deutlich mehr Flüchtlinge nach Wien gebracht werden, als abfahren, wird es vorerst keine Sonderzüge der ÖBB nach Deutschland geben. “Wir tun unser Möglichstes, aber das Möglichste reicht nicht mehr”, sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun der APA. Man sei nun an die Grenzen gestoßen. In die regulären Züge nach Deutschland dürfen derzeit nur begrenzt Migranten einsteigen – je nach verfügbaren Plätzen. Das System ist “komplett überlastet”, so Braun.

Seit etwa zwei Wochen sei bei der ÖBB “alles, was Räder hat, unterwegs”, versicherte der Sprecher. Dass derzeit weniger Züge zur Verfügung stehen, ist laut Innenministerium auf die “organisatorischen Nachwehen” vom Wochenende zurückzuführen. Die Garnituren müssten gewartet und gereinigt werden, so Braun. Ob die Züge danach für einen möglichen Einsatz als Sondertransport für Flüchtlinge nach Deutschland verwendet werden können, war noch offen. Dies hänge auch von der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) zusammen.

>> Alle Informationen zur Flüchtlingskrise im Liveticker

(APA)

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