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Nackte Frauenleiche in See: Ist Tote Reality-Star?

DNA-Abgleich soll Klarheit bringen.
DNA-Abgleich soll Klarheit bringen. ©APA/Youtube/Screenshot
Wie Medien berichten könnte es sich bei der Toten um Fanni, ein ungarischer TV-Star, handeln.

Wie “heute.at” unter Berufung auf ungarische Medien meldet, könnte es sich bei der Toten im Neusiedler See um das vermisste ungarische TV-Sternchen Fanni handeln. Sie war am 20. November 2017 aus ihrer Wohnung verschwunden.

Weitere Leichenteile entdeckt

Auf der Suche nach den sterblichen Überresten einer Frau, deren Torso und Kopf am Freitag im Neusiedler See gefunden wurden, haben Einsatzkräfte am Montag weitere Leichenteile entdeckt. Im Nahbereich der Ruster Bucht seien zwei Unterarme ohne Hände, ein Unterschenkel und ein Oberschenkel gefunden worden, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Roland Koch, der APA mit.

Die Suche war am Montagvormittag zunächst weitergeführt und im Lauf des späten Nachmittags und Abends fortgesetzt worden. Dabei wurden dann die neuen Funde gemacht. Beteiligt an dem Einsatz waren erneut Cobra-Taucher, die Feuerwehr mit einem Sonar sowie Leichenspürhunde.

“Was noch nicht gefunden wurde, sind die beiden Hände, die beiden Füße und ein Bein”, so der StA-Sprecher. “Es ist nicht hundertprozentig fix, dass die gefundenen Leichenteile zu der Frau gehören. Der Verdacht ist natürlich schon stark da.”

DNA-Material wird verglichen

Im Lauf des Dienstags soll eine Sachverständige dies überprüfen. Dazu müsse DNA-Material aus dem Torso und dem Kopf mit jenem der vier Extremitäten verglichen werden. Die Suche wurde Montagabend vorerst eingestellt. Sie soll am Dienstag fortgesetzt werden – erneut mit Tauchern und dem Sonargerät.

Medienberichte, wonach die Leichenteile möglicherweise in einer Tiefkühltruhe aufbewahrt wurden, bestätigte Koch nicht: Dies sei “noch nicht klar”. Auch, ob die Extremitäten mit einem Trennschleifer abgetrennt worden seien, stehe noch nicht fest. “Es kann auch sein, dass es mehrere verschiedene Werkzeuge waren. Wir gehen davon aus, dass eine Abtrennung stattgefunden hat mit scharfen Gegenständen. Wie das konkret war, wissen wir noch nicht.”

Zeitspanne schwer zu bestimmen

Die Zeitspanne, in welcher der Torso im Wasser lag, lasse sich ebenfalls noch nicht exakt bestimmen. Die Leiche sei jedenfalls nicht nur “ein paar Stunden oder Tage” vor der Auffindung im See gewesen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie sich schon drei oder mehr Monate dort befand.

Zusammenarbeit mit ungarischen Behörden

Natürlich gebe es eine Zusammenarbeit mit den ungarischen Behörden, was die Abgängigkeitslisten betrifft, da man nicht ausschließen könne, dass die Frau im Nachbarland gelebt habe, erläuterte Koch. Es gebe immer wieder Kontakt, mehrere Personen seien überprüft worden: “Dass es einen Treffer gibt, ist nicht wahr.”

Identität weiter Gegenstand von Ermittlungen

Der Leichenfund hält die Ermittler, Staatsanwaltschaft und Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr seit dem Wochenende in Atem. Ein Mann hatte am Freitag gegen 11.30 Uhr den Torso – ohne Unterarme, Beine und Kopf – in der Ruster Bucht etwa 800 Meter vom Seebad Rust entfernt im Wasser entdeckt. Cobra-Taucher bargen dann Freitagabend den Kopf. Die relativ windgeschützte Fundstelle befand sich zwischen einer Seehütte und dem Schilf und ist nur mit dem Boot erreichbar. Die Identität der Toten ist weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen.

(APA/Red.)

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