Nach Vergewaltigung in Rimini vierter Verdächtiger gefasst

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Zwei minderjährige marokkanische Brüder hatten sich zuvor der Polizei gestellt und ihre Beteiligung an der Vergewaltigung einer polnischen Touristin und eines peruanischen Transsexuellen vor einer Woche gestanden.
Zwei minderjährige marokkanische Brüder hatten sich zuvor der Polizei gestellt und ihre Beteiligung an der Vergewaltigung einer polnischen Touristin und eines peruanischen Transsexuellen vor einer Woche gestanden. - © AP
Im Zuge der Ermittlungen nach der Gruppenvergewaltigung an einem Strand von Rimini ist in der Nacht auf Sonntag der vierte und letzte Verdächtige festgenommen worden. Laut Medienberichten handelt es sich um einen 20-jährigen Asylsuchenden aus dem Kongo. Er versteckte sich auf dem Bahnhof von Rimini, wo er aufgegriffen wurde, als er in einen Zug einsteigen wollte.

Am Samstagabend hatte die Polizei bereits einen 17-Jährigen aus dem Kongo festgenommen. Zwei minderjährige marokkanische Brüder hatten sich zuvor der Polizei gestellt und ihre Beteiligung an der Vergewaltigung einer polnischen Touristin und eines peruanischen Transsexuellen vor einer Woche gestanden. Die drei Minderjährigen leben mit ihren Familien in der Ortschaft Vallefoglia in der Adria-Region Marken nicht weit von Rimini.

Marokkanische Brüder polizeibekannt

Laut den Ermittlern hatte die Bande unter Alkohol- und Drogeneinfluss gehandelt. Die marokkanischen Brüder sollen als Drogendealer und wegen Diebstählen polizeibekannt sein, berichteten italienische Medien am Sonntag. Die mutmaßlichen Täter wurden vom Transsexuellen erkannt. Die beiden Marokkaner hatten beschlossen, sich der Polizei zu stellen, nachdem sie mithilfe von Videoaufnahmen identifiziert worden waren.

Frau mehrfach vergewaltigt

Am Strand von Rimini soll die Bande ein polnisches Paar attackiert und die Frau brutal vergewaltigt haben. Die mutmaßlichen Täter sollen den Mann mit einer Flasche bewusstlos geschlagen und sich an seiner Partnerin mehrfach vergangen haben. In der Tatnacht hatte die Gruppe auch einen Transsexuellen aus Peru missbraucht. Vier polnische Beamte halfen bei der Aufklärung des Falles, der wegen seiner Brutalität in Italien Entsetzen auslöste.

Bereits am 12. August soll die Bande ein lombardisches Paar nachts am Strand angegriffen und brutal geschlagen haben. Dem Mann wurden Geldbörse, Uhr und Smartphone gestohlen. Ein Mitglied der Gruppe bedrohte die Frau mit einer Glasflasche und versuchte sie zu vergewaltigen. Sie konnte jedoch mit Hilferufen die Täter in die Flucht treiben. Laut Zeugenaussagen soll auch ein österreichisches Paar angegriffen worden sein. Da laufen die Ermittlungen.

(APA)

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