Mutmaßlicher Mörder und Bandenchef in Wien verhaftet

Mutmaßlicher Sechsfachmörder - Bande soll über 40 Morde verübt haben
Mutmaßlicher Sechsfachmörder - Bande soll über 40 Morde verübt haben - © APA
Der Polizei gelang es einen mutmaßlichen sechsfachen Mörder zu fassen, dessen Bande mehr als 40 Morde verübt haben soll.

Die Bande, deren mutmaßlicher Anführer Aslan G. am Samstag in Wien verhaftet wurde, soll seit 2004 mehr als 40 Auftragsmorde verübt haben, vor allem im Raum Moskau und im Nordkaukasus.

Über 40 Auftragsmorde

Das sagte am Montag, dem 19. Jänner Wladimir Markin von der russischen Ermittlungsbehörde der Agentur Interfax. Den Angaben zufolge gehörten der Bande 46 Mitglieder an, von denen 15 bereits langjährige Haftstrafen verbüßen.

Unter den Opfern soll auch der Ex-Besitzer der damaligen Wadan-Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar an der deutschen Ostseeküste gewesen sein. Andrej Burlakow war 2011 in einem Moskauer Restaurant erschossen worden. Ihm waren wiederholt undurchsichtige Geschäfte vorgeworfen worden – auch beim Engagement beim einst drittgrößten deutschen Schiffbauer in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2008. Die mittlerweile in Nordic Yards umbenannten Werften gehören seit 2009 dem Russen Witali Jussufow.

Mutmaßlicher Sechsfachmörder verhaftet

Der 44 Jahre alte russische Staatsbürger, welcher der Chef der Bande sein soll, war in Wien festgenommen worden, nach dem Interpol Moskau wegen sechsfachen Mordes per internationalem Haftbefehl gefahndet hatte.  Zielfahnder des Bundeskriminalamts (BK) und das Einsatzkommando Cobra haben Aslan G. am Samstagabend vor dem Hauptbahnhof gefasst.

Der 44-Jährige, der verfälschte Dokumente bei sich hatte, leistete nach BK-Angaben vom Montag keinen Widerstand. Die Festnahme erfolgte nach einem Mitte Dezember eingegangenen Hinweis von Interpol Moskau, wonach G. sich in Wien aufhalte. Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Josefstadt gebracht und soll an Russland aufgeliefert werden. G. habe zuletzt in Wien-Favoriten gewohnt, hieß es im BK.

Mann hatte sich abgesetzt

Dem 44-Jährigen, der sich 2013 ins Ausland abgesetzt hatte, wird vorgeworfen, in den Jahren 2012 und 2013 mindestens sechs Menschen erschossen und drei weitere verletzt zu haben. Führende Mitglieder seiner der organisierten Kriminalität zugerechneten Gruppierung waren im vergangenen Jahr von der russischen Polizei festgenommen worden.

G. hat die Gruppierung offenbar nach der Festnahme seines mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilten Bruders übernommen. Medienberichten zufolge strebte die Bande die Kontrolle über den Handel mit illegal hergestelltem Alkohol in ganz Russland an. Ihr werden die 2008 verübten Morde am nordossetischen Vizepremier Kasbek Pagijew und den Bürgermeister der Hauptstadt Wladikawkas, Witali Karajew, zur Last gelegt. Darüber hinaus sollen sie für die Morde an mehreren hochrangigen Beamten der Polizei verantwortlich sein, die Ermittlungen gegen die Gruppierung führten.

Bande verübte angeblich Morde

Der Bande gehörten 46 Mitglieder an, von denen 15 bereits langjährige Haftstrafen verbüßen, sagte am Wladimir Markin von der russischen Ermittlungsbehörde der Agentur Interfax. Unter den Opfern soll auch der Ex-Besitzer der damaligen Wadan-Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar an der deutschen Ostseeküste gewesen sein. Andrej Burlakow war 2011 in einem Moskauer Restaurant erschossen worden. Ihm waren wiederholt undurchsichtige Geschäfte vorgeworfen worden – auch beim Engagement beim einst drittgrößten deutschen Schiffbauer in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2008.

(APA)

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