Merkel und Putin bei Tschetschenien uneinig

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Merkel und Putin bei Tschetschenien uneinig
Das Treffen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau hat unerwartet lange gedauert. Bei Thema Tschetschenien war man sich nicht einig.

Eine für 14.15 Uhr (MEZ) angekündigte Pressekonferenz verzögerte sich um mehr als eine Stunde. Damit wurden die drei Stunden, die für die Begegnung angesetzt waren, deutlich überschritten. Bei der Begrüßung hatten Merkel und Putin die guten Beziehungen zwischen beiden Staaten hervorgehoben. Zentrales Thema dürfte der Atomstreit mit dem Iran sein.

Die beiden Politiker sprachen auch über den andauernden Konflikt in Tschetschenien. „Wir haben auch das Thema Tschetschenien besprochen, wo wir nicht unbedingt einer Meinung sind“, sagte Merkel nach ihrer Begegnung mit Putin im Kreml. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass die Europäische Union einen Beitrag leiste, um die Entwicklung der Krisenregion im Nordkaukasus zu fördern. Es werde heuer noch mehrere Treffen mit Putin geben. „Wir werden noch viele intensive Gespräche führen auf der Grundlage unserer strategischen Partnerschaft“, erklärte sie.

Putin betonte die Kontinuität in den engen Beziehungen zu Deutschland. Er dankte der Kanzlerin für die „offene Atmosphäre in allen Fragen“. Die beiden hätten auch über das Problem des iranischen Atomprogramms gesprochen, sagte Putin. Nach Delegationsangaben warnte der Kremlchef in dem Atomstreit vor allen Schritten, „die unvorhersehbare Folgen mit sich bringen“.

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