Meningitis: 24-jährige Römerin in Wiener Krankenhaus verstorben

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Eine 24-jährige Italienerin ist am Montag in einem Wiener Krankenhaus an Meningitis verstorben
Eine 24-jährige Italienerin ist am Montag in einem Wiener Krankenhaus an Meningitis verstorben - © APA (Sujet)
Eine 24 Jahre alte Italienerin, die am 31. Weltjugendtag im polnischen Krakau teilnahm, erkrankte an Meningitis und verstarb am Montag in einem Wiener Krankenhaus. Eine weitere Frau wird derzeit aufgrund ähnlicher Symptome, die beider Heimreise auftraten, in Udine untersucht.

Die Sorge um die Erkrankung weiterer Personen ist groß, da die Römerin mit mehreren Personen in der “Casa Italia”, dem Hauptquartier der italienischen Jugendlichen in Krakau, übernachtete. Wie die italienische Bischofskonferenz CEI berichtete, wurden für die Mitglieder der Gruppe, die mit der Verstorbenen in Krakau unterwegs waren, prophylaktische Maßnahmen ergriffen.

Die Schwester der jungen Römerin, die auch in Krakau war, sei wohlauf. Die Eltern der Verstorbenen reisten nach Wien und erhielten dort Unterstützung vom italienischen Konsulat. Das Konsulat gab auf APA-Anfrage nicht bekannt, in welchem Wiener Krankenhaus die Frau gestorben sei.

Junge Römerin starb an Meningitis in Wiener Krankenhaus

Das Krankenhaus in Wien appelliert an die Personen, die in der selben Struktur gewohnt haben, sich einer Vorsorge zu unterziehen. Sollten Teilnehmer am Weltjugendtag Symptome wie hohes Fieber, Hals- und Kopfschmerzen, sowie Sehprobleme haben, sollten sie sofort ein Krankenhaus aufsuchen, riet die italienische Bischofskonferenz in einem Schreiben. Sie kondolierte der Familie der jungen Römerin.

Grundsätzlich sollten zudem Teilnehmer des Weltjugendtages, die an Symptomen wie hohem Fieber, Hals- und Kopfschmerzen, sowie Sehproblemen leiden, sofort ein Krankenhaus aufsuchen, riet die Italienische Bischofskonferenz.

Sorge in Italien wächst

In Italien wächst inzwischen die Sorge vor weiteren möglichen Fällen. Eine Italienerin, die gemeinsam mit der Verstorbenen am 31. Weltjugendtag in Krakau teilgenommen hatte, fühlte sich bei der Heimreise am Montagabend unwohl und wurde in ein Krankenhaus in Udine gebracht. Es wurden jedoch keine Krankheitssymptome festgestellt. 480 junge italienische Pilger auf der Heimreise von Krakau meldeten sich in Krankenhäusern in der Region Venetien, um sich kontrollieren zu lassen. Dabei wurde kein Verdachtsfall festgestellt, teilten die Gesundheitsbehörden der Region mit.

Nicht nur Pilger, sondern einfache Bürger hätten inzwischen aus Angst vor Meningitis die Krankenhäuser der Region aufgesucht, berichteten die Gesundheitsbehörden. Die Befürchtungen der Italiener wachsen. Erst vergangene Woche war eine junge Mailänderin an Meningitis gestorben.

(APA/Red.)

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