Melodie des Meeres – Trailer und Kritik zum Film

Melodie des Meeres – Trailer und Kritik zum Film
Von universellen Themen wie Familie, Freundschaft und Verlust erzählt der irische Animationsfilm “Die Melodie des Meeres”, der zu Weihnachten in den österreichischen Kinos startet.

Im Zentrum steht Ben, der mit seiner kleinen Schwester Saoirse und dem Vater Conor in einem alten Leuchtturm auf einer Insel lebt.

Melodie des Meeres – Die Geschichte

Die Mutter des Zehnjährigen ist kurz nach der Geburt ihrer Tochter in den Tiefen des Meeres verschwunden. Sie ist eine Selkie – ein magisches Wesen, das sich im Meer mithilfe eines Felles in eine Robbe verwandelt. Sie hinterlässt eine Muschel, mit der ihre Tochter eine magische Melodie spielen kann. Das sechsjährige Mädchen ist auch eine Selkie, also ein Robbenmädchen.

Jahre nach dem Verschwinden seiner geliebten Frau trauert der Vater immer noch. Auch Ben leidet unter den Umständen und ist zudem genervt von seiner Schwester, die noch nicht spricht. Die Großmutter holt die Kinder gegen deren Willen weg von der Insel und dem melancholischen Vater zu sich in die ihrer Ansicht nach sichere Stadt. Vor allem Saoirse zieht es aber schnell wieder ans Meer.

Die Zaubermuschel zeigt Ben und seiner Schwester den Weg zurück nach Hause. Dabei begegnen sie Eulen-Hexen und Feenwesen, die Ben sehr an die keltischen Legenden und Märchen erinnern, die seine Mutter ihm immer wieder erzählt hatte. Das Abenteuer lässt die Geschwister näher zusammenrücken. Zum Schluss muss sich Saoirse aber entscheiden: Will sie an Land mit ihrer Familie leben oder doch lieber im Meer?

Melodie des Meeres – Die Kritik

Regisseur Tomm Moore (“Das Geheimnis von Kells”) setzt die Handlung auf eine tiefe, berührende und zugleich entschleunigende Art um. Zwischen den einzelnen Szenen lässt die Animation Zeit zum Nachdenken, ohne dabei zu langatmig zu wirken. Mit kunstvollen Bildern und außergewöhnlichen Melodien wirkt “Song of the Sea”, wie das Werk im englischen Original heißt, wie ein Bilderbuch auf der Leinwand.

Dem irischen Filmemacher Moore brachte sein einzigartiges Werk heuer den Europäischen Filmpreis für den besten Animationsfilm sowie eine Oscar-Nominierung ein. Denn das Werk gibt nicht nur Einblicke in keltische Mythen und Folklore, sondern trägt auch dazu bei, diese nicht zu vergessen. Die Geschichte rund um die Märchenwelt von Selkies, Eulen-Hexen und Feenwesen zieht so nicht nur die jüngeren Kinogänger in ihren Bann, sondern verzaubert auch ältere Kinobesucher.

(APA)

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