Manchester-Explosion: Mindestens 23 Tote bei Anschlag, Attentäter war Salman Abedi

Akt.:
Die britische Polizei hat nach eigenen Angaben den Attentäter von Manchester identifiziert. Es soll sich um den 22 Jahre alten Salman Abedi handeln, wie Chefermittler Ian Hopkins am Dienstagabend in Manchester sagte. Geprüft werde, ob er allein gehandelt habe oder zu einem Netzwerk gehörte. Hopkins wollte vorerst keine weiteren Angaben zu Abadi machen.

Nach Angaben der Zeitung “Telegraph” wurde der Mann 1994 in Manchester geboren, als zweites von vier Kindern. Seine Eltern sollen Flüchtlinge aus Libyen sein. Der mutmaßlich islamistische Selbstmordattentäter hatte am Montagabend im Eingang einer Konzerthalle der nordenglischen Stadt eine Bombe gezündet. Er riss mindestens 22 Menschen mit in den Tod, 59 Personen wurden verletzt. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder und Jugendliche.

Premierministerin Theresa May bestätigte nach einer Krisensitzung der Regierung, dass es sich bei dem nächtlichen Anschlag um einen Terrorangriff gehandelt hat. Die Polizei kenne vermutlich die Identität des Attentäters. Es sei noch nicht klar, ob er allein oder als Teil eines Netzwerks agiert habe, so May. Viele der 59 Verletzten schweben laut May noch in Lebensgefahr.

Der Attentäter wollte “das größtmögliche Blutbad”

Der Attentäter wollte “das größtmögliche Blutbad” anrichten, sagte May. Der Angreifer habe mit “kaltem Kalkül” auf Kinder gezielt. May sagte, vor Großbritannien lägen nun schwierige Tage. Das ganze Land halte zu den Menschen in Manchester und gedenke der Toten und Verletzten. “Unsere Werte, unser Lebensstil werden immer gewinnen.”

Die Polizei geht davon aus, dass der Täter seine Bombe allein gezündet hat. Jetzt gelte es herauszufinden, ob er Teil eines Netzwerks war, sagte Ermittler Ian Hopkins. Die britische Innenministerin Amber Rudd sprach von einem “barbarischen Angriff”.

21.000 Besucher in Konzerthalle

Die Explosion ereignete sich am späten Montagabend in der Manchester Arena, einer Konzerthalle, die bis zu 21.000 Besuchern Platz bietet. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Lied Grandes gegen 23.30 Uhr MESZ. Die BBC berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Explosion sei im Foyer der Halle gewesen. Der Veranstalter erklärte, es sei in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle passiert.

Press Association on Twitter

Police say a number of people have died in a reported explosion at Manchester Arena https://t.co/yEYF7tVVWF

Krankenwagen rasten zur Manchester Arena. Hubschrauber kreisten über dem Areal. Notfalldienste und Feuerwehr baten die Bevölkerung über den Kurznachrichtendienst Twitter, sie wegen des Einsatzes nur bei lebensbedrohlichen Angelegenheiten zu kontaktieren. Rund um die Halle zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Auch Sprengstoffspezialisten waren im Einsatz.

manchester5

Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt. Die Polizei forderte die Menschen via Twitter auf, sich aus der Gegend um die Halle fernzuhalten. Sie rief die Bürger zu Wachsamkeit auf.

In der Konzerthalle spielten sich nach der Explosion laut Augenzeugen dramatische Szenen ab. “Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen”, berichtete ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester das Konzert besucht hatte. “Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen”, sagte der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News.

Adam McClean on Twitter

The explosion happened just after the concert ended. This 18-year-old witness describes the confusion as people ran. #ManchesterArena https://t.co/4Kyyd15Y44

Augenzeugen berichteten von Menschen, die blutüberströmt auf dem Boden lagen. Dort wären auch Metallteile und Splitter gelegen. Auf Bildern waren Konzertbesucher mit Beinverletzungen zu sehen. Menschen flohen in Panik und mit Tränen in den Augen aus der Halle.

Grande war “am Boden zerstört”

Grande war angesichts der Ereignisse “am Boden zerstört”. “Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte”, schrieb die 23-Jährige auf Twitter.

Kollegen wie Justin Timberlake und Christina Aguilera zeigten sich entsetzt.

In Manchester boten Anrainer den Betroffenen Unterschlupf an; bei Twitter gab es dafür den Hashtag #roominmanchester.

Unter dem Hashtag #Manchestermissing suchen Angehörige und Freunde unterdessen im Internet nach Vermissten. Vor allem Fotos von Kindern und Jugendlichen wurden bis Dienstag bei Twitter gepostet. Auch einige Stars teilten Vermisstenanzeigen, darunter die US-Sängerin Pink (37).

Unter #RoomForManchester boten Twitter-Nutzer Betroffenen einen Platz in ihren Wohnungen an. Dutzende Kinder sollen unterdessen in nahegelegenen Hotels Unterschlupf gefunden haben.

Sollte es sich um einen Terroranschlag handeln, wäre es für Großbritannien der schwerste seit 2005. Damals zündeten vier Muslime mit britischem Pass in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

IS bekennt sich zu Anschlag

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag in Manchester für sich in Anspruch genommen. Ein “Soldat des Kalifats” habe eine Bombe in einer “Ansammlung von Kreuzfahrern” platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amaq am Dienstag im Internet in Anspielung auf die historischen Kreuzzüge.

Der Angriff sei eine Rache und eine Antwort auf die Angriffe gegen Muslime. Er diene dazu, “die Ungläubigen” zu terrorisieren. Zudem wurde mit weiteren Anschlägen gedroht. Zuvor hatte Großbritanniens Premierministerin Theresa May erklärt, es gebe keine Zweifel daran, dass der Anschlag ein Terrorangriff war.

Am Montagabend hatte ein Mann nach einem Konzert von US-Sängerin Ariana Grande einen Sprengsatz gezündet und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Am Dienstag nahm die Polizei in Manchester einen 23-Jährigen im Zusammenhang mit dem Anschlag fest. In welcher Verbindung er zu dem Attentäter steht, war zunächst nicht bekannt. Auch zur Identität des Täters und des Festgenommenen äußerte die Polizei sich zunächst nicht.

Im März hatte ein Attentäter ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons gesteuert und anschließend einen Polizisten erstochen. Von den Opfern auf der Brücke erlagen vier ihren Verletzungen.

Poltiker weltweit betroffen

Die Explosion bei dem Ariana-Grande-Konzert löste weltweit Betroffenheit aus. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach von “großer Trauer und tiefem Schock” und von einem “brutalen Anschlag”. “Es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, dass einmal mehr der Terrorismus die Furcht dorthin gebracht hat, wo Freude herrschen sollte und Spaltung sät, wo junge Menschen und Familien zum Feiern zusammenkommen”.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich erschüttert. “Mit Trauer und Entsetzen verfolge ich die Berichte aus Manchester”, erklärte Merkel am Dienstag. “Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen”. Den Menschen in Großbritannien versicherte sie: “Deutschland steht an Ihrer Seite.”

Seine Gedanken seien bei den Getöteten und Verletzten, sagte US-Präsident Donald Trump bei seinem Besuch in Bethlehem. “So viele junge Menschen sind von bösartigen Verlierern ermordet worden”, sagte Trump. “Ich werde sie nicht “Monster” nennen, denn das würden sie mögen, diesen Namen würden sie mögen. Ich werde sie von jetzt an “Verlierer” nennen, denn das ist es, was sie sind.”

Die Gesellschaft könne keine Unterstützung bieten für Terrorismus und für Blutvergießen, sagte Trump. Manchester sei eine Attacke gegen so viele unschuldige Kinder gewesen. Die Unterstützung des Terrors müsse ausgerottet werden. “Diese kranke Ideologie muss verschwinden”, sagte Trump.

Auch österreichische Politiker reagierten erschüttert. “Entsetzliche Nachrichten aus Manchester”, schrieb Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf Twitter.

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) postete auf Facebook: “Die Nachrichten aus Manchester sind furchtbar und erschütternd.”

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte: “Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer.

Geschockt reagiert hat auch der Fußballclub Manchester United. “Wir sind von den schrecklichen Ereignissen der letzten Nacht in der Manchester Arena sehr erschüttert. Unsere Gedanken und Gebete gehen an alle Betroffenen”, twitterte der Finalist vor dem Finale der Fußball-Europa-League. Im Endspiel trifft ManU am Mittwoch in Solna bei Stockholm auf Ajax Amsterdam.

Zuvor hatte auch Lokalrivale Manchester City via Twitter sein Beileid bekundet. “Es erfüllt uns mit großer Traurigkeit, dass wir von den schrecklichen Ereignissen in der Arena hören müssen. Unsere Herzen gehen zu allen Betroffenen und zu den Notdiensten unserer Stadt”, hieß es im Twitter-Feed.

Liveticker

Mehrere Tote nach Explosionen bei Ariana-Grande-Konzert
18:08 | Jakob Nalik

Attentäter identifiziert

US-Angaben zufolge ist der Attentäter von Manchester von den britischen Behörden identifiziert worden. Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Es handele sich demnach um eine Person names Salman A.
17:51 | Jakob Nalik

Auch William, Kate und Harry trauern

Nach dem blutigen Terroranschlag von Manchester haben auch die Prinzen William und Harry ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. In einer gemeinsamen Erklärung mit Williams Frau, der Herzogin Catherine, hieß es am Dienstag, man sei "geschockt und betrübt".

Sie erinnerten an die Hinterbliebenen: "Heute machen Hunderte Freunde, Eltern, Kinder und Partner eine unvorstellbare Trauer durch. Wir sind mit unseren Gedanken bei ihnen allen."
17:20 | Jakob Nalik

Mitarbeiter bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes haben eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Manchester eingelegt. Foto: AP
17:16 | Jakob Nalik

Der österreichischen Botschaft zufolge gebe es bislang keine Informationen über Österreicher unter den Opfern. Man stehe mit den britischen Behörden in Kontakt. Es habe aber bisher keine Anrufe von Personen gegeben, die jemanden vermissen würden.
17:14 | Jakob Nalik

Botschaft in London rät Menschenmengen zu meiden

Die österreichische Botschaft in London und das Außenministerium empfehlen, Menschenansammlungen in Großbritannien zu meiden und die Anordnungen der Behörden zu befolgen. Der Anschlag in Manchester mit mindestens 22 Todesopfern habe die Botschaft "geschockt und erschüttert", sagte Botschafter Martin Eichtinger zur APA. Man wolle den betroffenen Familien "tief empfundenes Beileid" ausdrücken.
16:49 | Jakob Nalik

US-Geheimdienstdirektor: Zweifel am Bekenntnis

Zweifel am IS-Bekenntnis hat der US-Geheimdienstdirektor Dan Coats angemeldet. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiere Anschläge häufig für sich, sagte Coats am Dienstag um US-Senat. Die Geheimdienste hätten noch nicht geprüft, ob das IS-Bekenntnis zum Attentat den Tatsachen entspricht. Dessen ungeachtet zeige der vielfache Mord, dass der Terror weiter eine Bedrohung sei.
16:45 | Jakob Nalik

IS-Bekenntnis: Rache gegen "Kreuzfahrer"

Ein "Soldat des Kalifats" habe eine Bombe in einer "Ansammlung von Kreuzfahrern" platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amaq am Dienstag im Internet in Anspielung auf die historischen Kreuzzüge. Der Angriff sei eine Rache und eine Antwort auf die Angriffe gegen Muslime. Er diene dazu, "die Ungläubigen" zu terrorisieren.
16:33 | Jakob Nalik

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag hat es am Dienstag weitere Polizeieinsätze in der nordenglischen Stadt gegeben. Diese hätten in den Stadtteilen Whalley Range und Fallowfield stattgefunden, teilten die Beamten mit. Bei einem der Einsätze habe es auch eine "kontrollierte Explosion" gegeben.
16:31 | Jakob Nalik

In der Halle während des Ariana-Grande-Konzerts in Manchester waren auch die Ehefrau und die beiden Töchter von Pep Guardiola, Star-Trainer des Fußballclubs Manchester City. Alle drei blieben unverletzt, seien aber zutiefst geschockt, berichtet die spanische Zeitung "Marca".


In Österreich geht am 14. Juni das Nova Rock Festival in Nickelsdorf los, und im September kommen dann die Rolling Stones nach Spielberg - Veranstaltungen, bei denen hunderttausende Musikfans erwartet werden.



Claudia Bernt spricht darüber welche körperlichen und psychischen Reaktionen nach einem solchen traumatischen Erlebnis auftreten können:

Armand Benneker, ehemaliger FC-Dornbirn-Trainer und Scout für Manchester United, ist derzeit nicht in England. Doch auch an dem englischen Traditionsverein ging die Tragödie nicht spurlos vorbei. So habe ManU sich per Mail an alle Mitarbeiter gewandt - und unkomplizierte Hilfe und Unterstützung allen angeboten, die oder deren Angehörigen und Verwandten betroffen sind.

Papst verurteilt "barbarische Attacke"

Papst Franziskus hat sich erschüttert über den Terroranschlag in Manchester mit 22 Todesopfern gezeigt. Das Oberhaupt der Katholiken sei tief betrübt gewesen, als er von den Verletzungen und dem tragischen Verlust von Menschenleben durch die "barbarische Attacke" in der nordenglischen Stadt erfahren habe, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Dienstag. Der Papst bete für die Angehörigen, Verletzten und Toten, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen unter den Opfern. "Er drückt seine von Herzen kommende Solidarität mit all denen aus, die von diesem sinnlosen Akt der Gewalt betroffen sind."

IS bekannte sich zu Attentat

Die Terrororganisation Islamischer Staat hat den Anschlag in der nordenglischen Stadt Manchester für sich reklamiert. Das teilte der IS am Dienstag über sein Sprachrohr Amaq laut Nachrichtenagentur Reuters mit

Erdogan: Türkei an Seite Englands

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den tödlichen Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester scharf verurteilt. "Als Türkei teilen wir das Leid des englischen Staates und des englischen Volkes", sagte Erdogan am Dienstag in einer Ansprache in Istanbul. "Ich will hier auch anbringen, dass wir im Kampf gegen Terrororganisationen auf der Seite Englands stehen, so wie bei allen anderen Ländern auch."

+++BBC: 23-jähriger Mann festgenommen+++

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Manchester ist ein 23 Jahre alter Mann festgenommen worden. Das teilte die Polizei der nordenglischen Stadt am Dienstag mit.

Shopping-Center öffnet nach Evakuierung wieder

Das Arndale Shopping-Center im Stadtzentrum von Manchester wird wieder geöffnet. Das berichtet ein Augenzeuge. Das Shopping-Center wurde am Dienstag kurzzeitig evakuiert worden. Zeugen berichten, sie hätten einen lauten Knall gehört. Die Polizei in Manchester teilt mit, sie befasse sich mit einem Zwischenfall im Arndale Shopping-Center

+++Shopping-Center im Stadtzentrum evakuiert+++

Das Arndale Shopping-Center im Stadtzentrum von Manchester ist am Dienstag evakuiert worden. Zeugen berichten, sie hätten einen lauten Knall im Shopping-Center gehört. Die Polizei in Manchester teilt mit, sie befasse sich mit einem Zwischenfall im Arndale Shopping-Center.

Der Anschlag war ein Terrorangriff

Das sagte Großbritanniens Premierministerin Theresa May am Dienstag in London. Die Polizei kenne vermutlich die Identität des Attentäters. Es sei nicht klar, ob er allein oder als Teil eines Netzwerks agiert habe. Manchester. Viele Verletzte schwebten noch in Lebensgefahr. May sagte, dies sei die schlimmste Attacke, die Manchester je erlebt hat. Es sei eine besonders feige Attacke, weil es gerade junge Menschen traf. Die Terrorwarnstufe bleibe hoch. May kündigte außerdem eine weitere Sicherheitsratssitzung für Dienstag an

Österreichs Politiker bestürzt

Vizekanzler und Justizminister Wolfgang Brandstetter
(ÖVP) hat sich über den Anschlag von Manchester erschüttert gezeigt. "Die Nachrichten über den mutmaßlichen Terroranschlag in Manchester sind furchtbar und erschütternd. Sie machen mich tief betroffen und sehr traurig", so der Vizekanzler in einer schriftlichen Stellungnahme. Seine Anteilnahme gelte den Opfern und Angehörigen.

Auch FPÖ-Chef Heinz Christian Strache zeigte sich über den "abscheulichen Terroranschlag" entsetzt. "Den Angehörigen und Freunden der Opfer gilt mein ganzes Mitgefühl, den Verletzten wünsche ich eine baldige und vollständige Genesung", teilte Strache in einer Aussendung mit. Er hoffe, dass die "Hintermänner dieses furchtbaren Verbrechens" bald ausfindig gemacht werden.

Die Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE und außenpolitische Sprecherin der SPÖ, Christine Muttonen, zeigte sich auch schockiert über das Attentat. "Es ist ein zutiefst verabscheuungswürdiges, barbarisches und sinnloses Verbrechen, das hauptsächlich Jugendliche und Kinder zum Ziel hatte. Ich spreche den Familien der Opfer und unseren britischen FreundInnen mein tiefes Beileid aus", sagte Muttonen.

Team-Stronach-Klubobmann Robert Lugar forderte ein hartes Vorgehen gegen den Terror. "Unschuldige Kinder und Jugendliche wurden zu Opfern von hinterhältigen Terroristen." Er sei "tief betroffen über den 'feigen Anschlag' in Manchester".

Auch tief betroffen und geschockt zeigt sich NEOS-Chef Matthias Strolz: "Wir trauern um die Opfer dieser schrecklichen Tat, unsere Anteilnahme gilt den Verletzten und Angehörigen. Anschläge wie dieser zeigen uns, wie verwundbar unsere freie europäische Gesellschaft sein kann", sagte Strolz. Es sei "wichtiger denn je, zusammenstehen und für unser Ideale einzustehen".

Trump: Terroristen bösartige Verlierer

US-Präsident Donald Trump hat den Anschlag von Manchester auf das Schärfste verurteilt. Seine Gedanken seien bei den Getöteten und Verletzten, sagte Trump am Dienstag in Bethlehem. "Wir stehen in vollkommener Solidarität an der Seite Großbritanniens."

"So viele junge Menschen sind von bösartigen Verlierern ermordet worden", sagte Trump. "Ich werde sie nicht "Monster" nennen, denn das würden sie mögen, diesen Namen würden sie mögen. Ich werde sie von jetzt an "Verlierer" nennen, denn das ist es, was sie sind." Die Gesellschaft könne keine Unterstützung bieten für Terrorismus und für Blutvergießen, sagte Trump. Manchester sei eine Attacke gegen so viele unschuldige Kinder gewesen. Die Unterstützung des Terrors müsse ausgerottet werden. "Diese kranke Ideologie muss verschwinden", sagte Trump.

Netanjahu: Terror ist eine weltweite Bedrohung

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den tödlichen Anschlag auf ein Popkonzert im nordenglischen Manchester am Dienstag scharf verurteilt. "Der Terror ist eine weltweite Bedrohung und die aufgeklärten Staaten müssen ihn gemeinsam besiegen", sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros.

Im Netz ist ein mögliches Bekennervideo zum Anschlag in Manchester aufgetaucht: Ein maskierter Mann, der vorgibt ein IS-Mitglied zu sein, sagt: “Das ist erst der Anfang!”



Russland will gemeinsam Terror bekämpfen

Kremlchef Wladimir Putin hat nach dem Anschlag in Manchester die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Großbritannien im Kampf gegen den Terror betont. "Wir verurteilen dieses zynische, unmenschliche Verbrechen scharf", hieß es in einem Schreiben an die britische Premierministerin Theresa May dem Kreml zufolge am Dienstag in Moskau. "Wir rechnen damit, dass die Drahtzieher einer angemessenen Strafe nicht entkommen werden."

Merkel reagiert mit "Trauer und Entsetzen"

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erschüttert über den Anschlag auf Konzertbesucher im nordenglischen Manchester geäußert. "Mit Trauer und Entsetzen verfolge ich die Berichte aus Manchester", erklärte Merkel am Dienstag. "Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen".

Polizei geht von Einzeltäter aus

Die Polizei geht davon aus, dass der Täter seine Bombe allein gezündet hat. Jetzt gelte es herauszufinden, ob er Teil eines Netzwerks war, sagte Ermittler Ian Hopkins am Dienstagmorgen. Der Attentäter, der eine selbst gebastelte Bombe bei sich trug, starb laut Polizei bei der Explosion. Hopkins rief die Menschen dazu auf, bei dem Täter nicht über Einzelheiten zu spekulieren oder Namen ins Spiel zu bringen.

Fahnen in Downing Street auf halbmast

Nach dem tödlichen Anschlag bei einem Popkonzert im nordenglischen Manchester wehen die Flaggen am britischen Regierungssitz auf halbmast. In der Londoner Downing Street seien die Flaggen im Gedenken an die Toten und Verletzen auf halbmast gesetzt worden.



Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat "mit Entsetzen und Bestürzung" auf den Bombenanschlag in Manchester reagiert. "Er spricht dem britischen Volk das volle Mitgefühl und die Fürsorge Frankreichs aus, das in der Trauer an seiner Seite steht, mit einem besonderen Gedanken für die Opfer und ihre Familien", teilte der Elyseepalast am Dienstag in Paris mit.

Manchester-Explosion - Opferbilanz laut Polizei auf 22 Tote gestiegen!

Bei dem Anschlag auf ein Popkonzert in der britischen Stadt Manchester sind laut Polizeiangaben mindestens 22 Menschen getötet worden. 59 weitere seien verletzt worden, sagte Polizeichef Ian Hopkins. Der Angriff war demnach ein Anschlag. Der männliche Einzeltäter sei bei der Explosion ums Leben gekommen, hieß es. Er habe einen Sprengsatz am Körper getragen.

Pink twittert Ariana Grande ihr Mitgefühl:



Stars wie Taylor Swift reagieren mit Trauer und Bestürzung auf die Ereignisse in Manchester:


Labour-Chef Corbyn - Wahlkampf wird ausgesetzt

Nach der Explosion nach einem Popkonzert in Manchester mit mindestens 19 Toten wird der Wahlkampf vor der Parlamentswahl am 8. Juni ausgesetzt. Der gesamte Wahlkampf werde bis auf weiteres ruhen, sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn am Dienstag in der Früh. Darauf habe er sich mit Premierministerin Theresa May verständigt, teilt der Oppositionsführer mit.

Österreichs Politiker erschüttert

Nach der Explosion bei einem Pop-Konzert in Manchester mit mindestens 19 Toten haben sich auch Österreichs Politiker erschüttert gezeigt. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) postete auf Facebook: "Die Nachrichten aus Manchester sind furchtbar und erschütternd. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien."

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) meldete sich auf Twitter zu Wort: "Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer." Und auch die Grünen bekundeten auf Twitter ihr Beileid: "Unsere Gedanken sind bei den vielen jungen Opfern und ihren Angehörigen."


Solidarität aus Paris und Nizza

Die Bürgermeister von Paris und Nizza, die in den vergangenen Jahren Tatort schwerer Terroranschläge waren, haben nach der Explosion in Manchester ihr Mitgefühl ausgedrückt. "Heute steht Paris an der Seite Manchesters", schrieb die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien."

Der Rathauschef von Nizza, Christian Estrosi, erklärte in der Nacht auf Dienstag: "Solidarität mit den Einwohnern von #Manchester."


Das letzte Twitter-Statement der Polizei von Manchester:



Gibt es bereits Hinweise auf die Hintergründe der Explosion und was dieser Vorfall für den Wahlkampf in Großbritanien bedeutet, erläutert ORF-Korrespondentin Bettina Prendergast aus Chester, eine Stunde von Manchester entfernt:


06:02 | VOL Redaktion

Was bisher bekannt ist:

Was wir bisher über den mutmaßlichen
#Anschlag in #Manchester mit mind. 19 Toten wissen: #ArianaGrande #ZDFmoma pic.twitter.com/WLEhT1mhuH
05:57 | VOL Redaktion

Indizien: War es ein Selbstmord-Attentäter?


Ariana Grande: Bin "am Boden zerstört"

Die US-Sängerin Ariana Grande hat sich nach der verheerenden Explosion am Rande ihres Konzerts in Manchester "am Boden zerstört" gezeigt. "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", schrieb die 23-Jährige am Dienstag auf Twitter.

Bei der Explosion direkt nach Abschluss des Popkonzerts in der Manchester Arena waren am Montagabend mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 50 weitere wurden verletzt. Die Polizei geht vorerst von einem Terroranschlag aus.

05:30 | VOL Redaktion

Ariana Grande wird vorerst keine Konzerte mehr geben. Das berichtet das Gossip-Portal TMZ. Am 5. Juni wäre die Pop-Sängerin eigentlich in Zürich aufgetreten.

05:09 | VOL Redaktion

Ariana Grande meldet sich über Twitter: broken.
04:50 | VOL Redaktion

Die amerikanische Popsängerin Ariana Grande ist bei der verheerenden Explosion unmittelbar nach ihrem Konzert im britischen Manchester unverletzt geblieben. "Ariana ist okay", sagte ihr Sprecher Joseph Carozza der Tageszeitung "Los Angeles Times". "Wir sind weiterhin dabei zu untersuchen, was passiert ist."
04:44 | VOL Redaktion

Video im Netz aufgetaucht!

Eine Detonation ist zu hören: Dann bricht Panik aus!

04:39 | VOL Redaktion

Die britische Premierministerin Theresa May wird am Dienstag eine Krisensitzung der Regierung abhalten. Sie drückte den Angehörigen der Explosionsopfer von Manchester ihr Mitgefühl aus.
04:37 | VOL Redaktion

Popwelt ist entsetzt!

Sängerin Katy Perry schrieb: "Ich bete für jeden in Ariana Grandes Show."

Ihre Kollegin Pink schrieb: "Meine Gedanken und Gebete sind mit den Leuten in Manchester, jedem, der betroffen ist, Ariana Grande und der gesamten Crew. Herzzerreißend."

Die US-Rapperin Missy Elliott meinte: "Ich weiß, dass das für jeden schwierig und herzzerreißend ist."

Auf dem Twitter-Konto der US-Band OneRepublic war zu lesen: "Gedanken und Gebete für die Leute im Ariane-Grande-Konzert in Manchester. Bestürzt."

John Legend meinte: "Liebe für alle in UK (Vereinigtes Königreich), Ariana Grande und ihre Unterstützer, die es in diesem schrecklichen Angriff erwischt hat. Herzzerreißend."
04:35 | VOL Redaktion

Die Polizei von Manchester arbeitet nach eigenen Angaben mit Anti-Terroreinheiten und Geheimdiensten zusammen, um die Explosion während eines Konzertes am Montagabend aufzuklären.

Zuvor hatte die Polizei bereits am frühen Dienstagmorgen angekündigt, das Ereignis werde als Terrorfall behandelt - so lange, bis andere Erkenntnisse vorlägen.

In den sozialen Netzwerken versuchen Eltern und Angehörige von Konzertbesuchern verzweifelt herauszufinden, ob ihre Liebsten in Sicherheit sind.

Eine Frau schreibt, dass sie noch nichts von ihrer sechsjährigen Nichte und ihrem Begleiter gehört habe.

Ein Hotel in der Nähe hat laut "focus.de" 50 Kinder und Jugendliche aufgenommen, die ohne Begleitung aus der Halle gekommen waren.

Der mögliche Terror-Anschlag in Manchester erschüttert auch die Musikwelt.

Nicki Minaj twitterte: "Mein Herz schmerzt für meine Schwester Ariana Grande und jeder Familie, die von diesem tragischen Ereignis in Großbritannien betroffen ist. Unschuldige Leben sind verloren gegangen. Es tut mir so leid, so etwas zu hören.“

Und Superstar Katy Perry: "Ich bete für jeden, der bei Ariana Grandes Show war.“

Manchester startet Vermissten-Aktion

Viele Menschen sind seit den Explosionen in der Manchester Arena auf der Suche nach ihren Angehörigen. Auf Twitter startete nun die Aktion #MissinginManchester. Unter dem Hashtag sollen vermisste Personen schneller gefunden werden, wie "bild.de" berichet.

Unter #RommforManchester können Konzertbesucher eine Unterkunft finden. Bürgermeister Andy Burnham unterstützt die Aktion.

Nach der verheerenden Explosion bei einem Popkonzert in Manchester hat sich der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, auf Twitter bestürzt gezeigt. "Furchtbarer Vorfall in Manchester.

Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und unseren großartigen Rettungsdiensten", schrieb Corbyn auf dem Kurznachrichtendienst in der Nacht zum Dienstag.

Die britische Premierministerin Theresa May hat sich nach dem Anschlag zu Wort gemeldet. Ihre Gedanken sind bei den Opfern und deren Familien.

Es werde zudem hart daran gearbeitet, alle Details zu der Tat zu erhalten. Die Polizei behandle den Vorfalls wie einen möglichen Terror-Akt.





Bei dem verdächtigen Gegenstand, der in der Nähe der Arena kontrolliert gesprengt wurde, handelte es sich lediglich um Kleidung und nicht um einen Sprengsatz, teilte die Polizei laut "focus.de" inzwischen mit.

Bericht: Ariana Grande ist "hysterisch“

Laut dem Promiportal "tmz“ hat die Sängerin Ariana Grande "hysterisch“ darauf reagiert, dass mindestens 19 Menschen bei ihrem Konzert gestorben sind.

Ihr nächstes Konzert am Donnerstag in London wackelt laut dem Bericht aus zwei Gründen, wie "bild.de" berichtet: Es könnte ein Sicherheitsrisiko bestehen und es ist unklar, ob die Sängerin in der nötigen Verfassung sein wird.

Wie "focus.de" unter Berufung auf BBC berichtet, sprechen Augenzeugen davon, dass auf dem Boden im Foyer der Arena Splitter gelegen hätten. Ob es sich dabei um Teile einer Bombe handeln könnte, war zunächst nicht bekannt.

Jedoch soll die Explosion nach dem letzten Lied des Konzerts stattgefunden haben, was darauf hindeuten könnte, dass die Zuschauer beim Verlassen der Halle in eine Falle laufen sollten.

Augenzeugen: Blutüberströmte Menschen in Arena von Manchester

In der Konzerthalle in Manchester haben sich nach der Explosion dramatische Szenen abgespielt. "Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen", berichtete ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester das Popkonzert besucht hatte.

"Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen", sagte der Jugendliche in der Nacht zum Dienstag dem Nachrichtensender Sky News. Andere Augenzeugen berichteten von Menschen, die blutüberströmt auf dem Boden lagen.

Der Betreiber der Arena hat ein Statement veröffentlicht. Demnach habe sich der Vorfall "außerhalb der Arena an einem öffentlichen Ort" ereignet, als die Zuschauer gerade das Konzert verließen.



US-Präsident Trump, der sich momentan in Israel aufhält, soll bereits über den Anschlag informiert worden sein.

In der Nähe der Arena wurde ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, der kontrolliert gesprengt wurde.

Mittlerweile wird laut "NBC" davon ausgegangen, dass es sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt hat.

Bei BBC berichtete eine Konzertbesucherin davon, nach einer Explosion 20 bis 30 leblose Körper auf dem Boden der Konzert-Arena gesehen zu haben.

Die Explosion in der Arena im britischen Manchester wird der Polizei zufolge zunächst als Terrorfall behandelt. Dies gelte so lange, bis anderes bekannt sei, twitterte die Polizei am Dienstag.

Hier soll die Explosion zu hören sein


Video zeigt Panik in der Arena


Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen