Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Mega-Korruptionsprozess gegen Grasser startet im Wiener Straflandesgericht: LIVE

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser muss sich am heutigen Dienstag vor Gericht in Wien verantworten.
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser muss sich am heutigen Dienstag vor Gericht in Wien verantworten. ©APA
Am heutigen Dienstag startet um 9.30 Uhr der Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und 14 weitere Angeklagte im Wiener Straflandesgericht. Dem früheren Mitglied der Regierungen von ÖVP-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wird vorgeworfen, Schmiergeld genommen zu haben. Grasser weist die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück. Der Prozess könnte etwa ein Jahr lang dauern.
Prozessankündigung

Bei der Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog und andere Wohnbaugesellschaften) im Jahr 2004 soll Grasser mit Hilfe seiner Vertrauten, den nun Mitangeklagten Walter Meischberger, Ernst Karl Plech und Peter Hochegger, ein Prozent der Kaufsumme als Schmiergeld gefordert haben. Da eine Provision von 9,6 Mio. Euro von seinem Unternehmen floss, sitzt auch Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics auf der Anklagebank. Der mitangeklagte Ex-Raiffeisen-OÖ-General Ludwig Scharinger ist laut einem Gerichtsgutachten verhandlungsunfähig.

Grasser soll Schmiergelder verlangt haben

Der zweite angeklagte Fall betrifft die Einmietung der Finanz in das Linzer Bürohaus Terminal Tower beim Bahnhof in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Auch hier soll Grasser mit Hilfe seiner Vertrauten Schmiergeld verlangt haben, 200.000 Euro sollen letztlich geflossen sein. Die Anklage hat in beiden Fällen den Weg des Geldes über Zypern bis nach Liechtenstein verfolgt, wo es auf drei Konten – für Meischberger, Plech und Grasser – aufgeteilt worden sein soll. Die Verteidiger bestreiten die Vorwürfe. Bei einer Verurteilung drohen wegen Untreue und Bestechung bis zu 10 Jahren Haft.

Der Oberste Gerichtshof hat am Montagnachmittag Grünes Licht für den Prozessstart gegeben, weil er einen Zuständigkeitsstreit geklärt hat. Nun wollen die Verteidiger zu Prozessbeginn Befangenheitsanträge gegen Richterin Marion Hohenecker einbringen.

(APA/Red)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Mega-Korruptionsprozess gegen Grasser startet im Wiener Straflandesgericht: LIVE
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen