Martin Bohdal: Rätsel um Obdachlosen in Süditalien offenbar gelöst

Martin Bohdal verschwand 1998 am Wörthersee.
Martin Bohdal verschwand 1998 am Wörthersee. - © APA (Symbolfoto)
Die italienischen Carabinieri haben dem Obdachlosen in der Stadt Terlizzi Fingerabdrücke abgenommen und das Geheimnis um den Mann, der dem 1998 verschwundenen Wiener Martin Bohdal ähnlich sieht, wohl gelöst.

Der Obdachlose, der sich seit Monaten im süditalienischen Terlizzi aufhält, ist nicht der 1998 verschwundene Wiener Martin Bohdal. Zu diesem Schluss kamen die Carabinieri, die dem Mann Fingerabdrücke abgenommen haben, berichtet die lokale Onlinezeitung Terlizziva.

Die Abdrücke wurden in die Datenbank eingegeben. Daraus stellte sich heraus, dass der Obdachlose ein Ungar ist, der sich von Stadt zu Stadt bewegt und sich schon seit längerer Zeit in Süditalien aufhält. Die fast idente Narbe auf der Nase, die auch der Wiener Bohdal hatte, dürfte nur eine zufällige Ähnlichkeit sein. Über die Ergebnisse der Untersuchung informierten die Carabinieri die österreichische Botschaft in Rom, berichtete die Online-Tageszeitung.

Bahdals Verschwinden nach wie vor ungeklärt

Das Schicksal des Obdachlosen von Terlizzi, einer Kleinstadt in der Nähe der apulischen Hafenstadt Bari, hat viel Interesse geweckt, seitdem die RAI-3-Sendung “Chi l’ha visto?” (“Wer hat ihn gesehen?”) sich mit seinem Fall beschäftigt hat. Martin Bohdal war in der Nacht auf 8. August 1998 am Wörthersee verschwunden. Möglicherweise stürzte er auf dem Weg zur Diskothek “Fabrik” in Saag aus einem Boot. Die Umstände blieben unklar.

Anhand von Fotos auf der Website der RAI-3-Sendung wollten Bewohner von Terlizzi eine Ähnlichkeit zwischen dem Obdachlosen in ihrer Stadt und dem Wiener erkannt haben. Vor allem eine Narbe zwischen den Augen und der Nase weckte ihre Aufmerksamkeit. Der Obdachlose kennt angeblich nur wenige italienische Wörter und lässt sich manchmal Andreas oder Zoltan nennen.

(APA, Red.)

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