3. März 2011 12:22; Akt.: 3.03.2011 12:22

Lugner nennt seine Kritiker Heuchler

Lugner geht mit Kritiken auf seine Art um. Lugner geht mit Kritiken auf seine Art um. - © ap
Baulöwe Richard Lugner ist mit seinem Opernball-Gast Ruby derzeit in aller Munde – und das nicht immer im positiven Ton. Er selbst hat jedoch seine eigenen Ansichten.

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Dass Richard Lugner das italienische Escort-Girl Ruby Rubacuori auf den Opernball mitnimmt, bringt so manchen Kritiker buchstäblich auf die Palme. In der ATV-Diskussionssendung “Am Punkt” lieferten sie sich gestern mit dem Baulöwen einen schweren Schlagabtausch. Besonders angriffslustig: Verleger Christian Mucha (“Extradienst”). Er forderte, Lugner solle am besten ausgewiesen werden, denn er schade dem Ansehen Österreichs: “Er macht uns lächerlich, er blamiert uns, er macht uns zum Lachsack der Welt.” Der “peinlichste Österreicher” sei “krankhaft egomanisch veranlagt” und wolle sich dauernd in den Medien sehen.

Mucha sei bloß eifersüchtig auf seinen Erfolg – so der Lugner-Konter. Ohne ihn und seine Gäste würde sich niemand für den Opernball interessieren: “Ich habe jedes Jahr einen Gast gebracht, den halt niemand anderer überboten hat, deswegen hat sich die Presse nur für meine Gäste interessiert. Ich glaube, dass die Yellow Press auch dem Opernball grundsätzlich gut tut, dann kommen Leute nach Wien.” 

Lugner: “Es gab schon schlimmere Opernball-Gäste!”

Seinen Kritikern warf Lugner Heuchelei vor und bemühte als Kronzeugen niemand geringeren als Jesus Christus: “Er sagt: ihm sind die Dirnen und Zöllner lieber als die, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt sind. Denn die Dirnen und Zöllner sind dem Himmel näher als die Scheinheiligen.” Auch viele Blogger, und Facebook-Nutzer, die sich während der ATV-Diskussionssendung zu Wort meldeten, sahen das ähnlich. Es habe schon weitaus zwielichtigere Gäste als Ruby auf dem Opernball gegeben – “KHG, Waffenhändler, Diktatoren.”

Um Gelassenheit war die langjährige Opernball-Chefin Lotte Tobisch bemüht. Lugners Gästeauswahl findet sie zwar geschmacklos, aber von einem künftigen Hausverbot für den Baumeister, wie ihn ihre Nachfolgerin Desirée Treich-Stürgkh fordert, hält sie gar nichts, Lugner habe ja schließlich nichts verbrochen. Bei “Am Punkt” sagte sie: “Es ist doch wohl anzunehmen, dass nach dem Fräulein Ruby er noch mehr Schwierigkeiten haben wird jemanden zu finden, der auf seine Einladungen kommt. Und dass sich die Sache auf diese Art und Weise sowieso erledigt.”. Außerdem hätte heuer es noch schlimmer kommen können – so Tobisch: “Es wäre doch viel peinlicher, wenn sie zum Beispiel mit Berlusconi gekommen wäre.”

(apa)

 


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