Lufthansa-Streik: 22 Wien-Flüge fallen am Mittwoch aus

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Die Lufthansa streikt, Flüge fallen aus.
Die Lufthansa streikt, Flüge fallen aus. - © APA
Der morgige Streik bei der AUA-Mutter Lufthansa trifft auch die Flüge nach Wien massiv.

Elf Rotationen, als Elf Ankünfte und elf Abflüge von Wien, in Summe 22 Flüge fallen aus, teilte der Flughafen Wien mit.

Betroffen sind sieben Verbindungen nach Frankfurt und vier nach München. Ob es am Donnerstag noch Nachwehen geben wird, sei heute noch nicht zu sagen. Die AUA reagiert auf den Streik bei ihrer Mutter mit dem Einsatz größere Flugzeuge auf den Strecken von Wien nach Frankfurt und München. In Summe werden über den Tag 130 Sitze mehr angeboten.

AUA und Flughafen Wien empfehlen Fluggästen, sich auf der Homepage der Lufthansa bzw. der Online-Anzeige von Ankünften und Abflügen in Schwechat zu informieren.

Über 100.000 Passagiere von Lufthansa-Streiks betroffen

Nachdem bereits am Dienstag die von ver.di organisierten Flugbegleiter der Tochter Eurowings rund 60 Flüge verhindert haben, planen die Piloten der Muttergesellschaft Lufthansa am Mittwoch einen weit größeren Streik, bei dem nach vorläufigen Planungen nahezu jeder zweite Flug der Marke Lufthansa ausfallen könnte. Insgesamt seien rund 100.000 Passagiere betroffen.

Der angekündigte Streik trifft auch die Flüge nach Wien massiv. Elf Rotationen, als elf Ankünfte und elf Abflüge von Wien, in Summe 22 Flüge, fallen aus, teilte der Flughafen Wien auf mit. Betroffen sind sieben Verbindungen nach Frankfurt und vier nach München. Ob es am Donnerstag noch Nachwehen geben wird, sei heute noch nicht zu sagen.

Die AUA reagiert auf den Streik bei ihrer Mutter mit dem Einsatz größerer Flugzeuge auf den Strecken von Wien nach Frankfurt und München. In Summe werden über den Tag 300 Sitze mehr angeboten. AUA und Flughafen Wien empfehlen Fluggästen, sich auf der Homepage der Lufthansa bzw. der Online-Anzeige von Ankünften und Abflügen in Schwechat am Laufenden zu halten.

Streik der Piloten

Das Unternehmen hatte am Dienstag noch versucht, mit einer einstweiligen Verfügung den 14. Pilotenstreik in Folge juristisch zu stoppen. Wie das Gericht entscheiden wird, war gegen Abend noch offen. Ob die Lufthansa im Falle einer Ablehnung ihres Ansuchens gegen den Streik in die zweite Instanz gehen würde, ließ ein Sprecher offen. Das Landesarbeitsgericht Hessen hatte den vorerst letzten Pilotenstreik der Vereinigung Cockpit im September 2015 für rechtswidrig erklärt, weil dort tariffremde Forderungen erhoben worden waren. Die VC hatte daraufhin Streik Nr. 13 abgebrochen und in der Folgezeit vermieden, über tariffremde Themen, wie die Ausweitung der Billigtochter Eurowings, öffentlich zu reden. Der aktuelle Streik bezieht sich allein auf Lohnforderungen.

Dem Lufthansa-Sonderflugplan zufolge würde dem Streik am Mittwoch fast jeder zweite Flug der Marke Lufthansa zum Opfer fallen. Von den 876 streikbedingt gestrichenen Flügen sind 51 Interkontinentalverbindungen. Insgesamt kommt die Marke Lufthansa auf rund 1.800 Flüge pro Tag. “2124 von rund 3.000 geplanten Flügen der Lufthansa Group finden statt”, heißt es in der Mitteilung. Darin sind allerdings auch Flüge von Konzerngesellschaften enthalten, die von der VC nicht bestreikt werden, wie zum Beispiel Brussels, Swiss, Eurowings oder AUA.

Die Piloten der Airline hatten den Streik am Montag angekündigt. Erstmals war in der laufenden Tarifauseinandersetzung im April 2014 gestreikt worden. Dieses Mal geht es ausschließlich um die Tarifgehälter von rund 5.400 Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings.

(APA)

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