2.000 Flüchtlinge in Spielfeld, EU Sondergipfel zur Krise

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Die aktuellen Geschehnisse in der Flüchtlingskrise im Liveticker.
Die aktuellen Geschehnisse in der Flüchtlingskrise im Liveticker. - © APA
Die europäischen Länder reagieren auf die Flüchtlingskrise unterschiedlich, wodurch sich auch die Routen des Zustroms ändern. Wir berichteten auch am Mittwoch im Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

Wie schon Dienstagabend sind am Mittwoch gegen 10.00 Uhr 1.500 bis 2.000 Menschen auf einmal am Grenzübergang Spielfeld angekommen. Die Lage wirkte laut einem APA-Reporter angespannt. Die Polizei versuche den großen Andrang in geordnete Bahnen zu leiten, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig, doch eine Einreisekontrolle und Registrierung aller sei angesichts der großen Zahl nur schwer bewältigbar.

Bei einer derart großen Anzahl von Menschen stehe die Versorgung im Vordergrund, eine Registrierung könne unter Umständen auch später in einem Notquartier gemacht werden, so Grundnig. Die Flüchtlinge werden von österreichischen und slowenischen Einsatzkräften wenige Hundert Meter vor dem österreichischen Grenzposten zur Sammelstelle umgeleitet. Jene, die versuchen aus der Reihe auszuscheren, würden “mit Nachdruck” zurück in den Menschenstrom gedrängt.

Der Liveticker zum Nachlesen

Liveticker zur Flüchtlingskrise am Mittwoch
20:09 | jschindl

Kurz - "Kooperation mit der Türkei notwendig": Seitens des Außenministeriums wurde am Mittwochabend bezüglich des Kurz-Interviews mit der Tageszeitung "Die Presse" und Bundesländermedien betont, dass der Minister eine "Kooperation mit der Türkei" natürlich für wichtig erachte. Die EU müsse zudem mittelfristig in der Lage sein, ihre Außengrenzen selbst schützen.
19:46 | jschindl

Schweden erhöht Prognose für 2015 auf 160.000: Schweden hat die Flüchtlingsprognosen für das laufende und das kommende Jahr erhöht. Die neuen Zahlen der staatliche Einwanderungsbehörde wurden am Mittwochnachmittag bekannt. Demnach rechnet man für 2015 nunmehr mit 160.000 Flüchtlingen und für 2016 mit 135.000 Flüchtlingen. Noch im Sommer war man für heuer von 74.000 Neuankünften ausgegangen.
19:35 | jschindl

Kurz kritisiert "scheinheiligen" Deal mit Ankara: Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) kritisiert die Versuche, der Türkei mit Milliardenversprechen eine Eindämmung der Flüchtlingswelle nach Europa schmackhaft zu machen. Bei einem Gespräch mit österreichischen Zeitungen meinte Kurz, der EU-Beschluss für eine Kooperation mit der Türkei sage in Wahrheit, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan "sich für uns die Hände schmutzig machen soll."
19:32 | jschindl

Ungarn will bei Abschiebungen helfen: Ungarn ist bereit, den Nachbarländern bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber zu helfen. Dies sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs am Mittwoch in Budapest mit Blick auf ein Treffen der Polizeichefs Ungarns, Österreichs, Sloweniens und Kroatiens am selben Tag in Wien, wie die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete.
19:19 | jschindl

ÖVP-LH Schützenhöfer - "So geht es nicht weiter": Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hat Mittwochabend scharfe Worte angesichts der Flüchtlingssituation an der südsteirischen Grenze gefunden: "Das Sichern der Grenzen ist Kernaufgabe des Staates. Als Landeshauptmann der Steiermark kann ich nicht zusehen, dass Tausende Menschen unsere Bemühungen um Ordnung missachten und Absperrungen durchbrechen."
19:11 | jschindl

Rund 3.000 Menschen in Sammelstelle Spielfeld: Am südsteirischen Grenzübergang Spielfeld ist es am Mittwoch in der Sammelstelle für aus Slowenien ankommende Flüchtlinge zu chaotischen Szenen gekommen. Gegen Mittag hatten sich mehr als 1.500 Menschen selbstständig zu Fuß auf den Weg Richtung Norden gemacht. Laut Polizei sei ein Großteil zurückgekehrt, der Rest sei je nach Schritttempo bisher bis Leibnitz oder weiter gekommen, so die Polizei.
18:59 | jschindl

Ministerium und NGOs wegen Kosten noch uneinig: Ohne endgültige Einigung ist Mittwochnachmittag ein Treffen zwischen dem Innenministerium und Hilfsorganisationen bezüglich der Übernahme der Kosten für die Flüchtlingsbetreuung zu Ende gegangen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hatte am Dienstag angekündigt, dass die vereinbarten 15 Mio. Euro, die der Bund den NGOs zur Verfügung stellt, in den nächsten Tagen ausgezahlt werden sollen.
18:51 | jschindl

Ab Freitag mehr Züge zwischen Salzburg und Freilassing: Ab Freitag wird die Frequenz der Züge zwischen Salzburg und Freilassing (Bayern) erhöht: Vom Salzburger Hauptbahnhof fahren Züge der ÖBB und der Privatbahn Meridian im Halbstundentakt nach Freilassing, von den S-Bahn-Stationen stündlich. "Das ist ein weiterer Beitrag, um die Normalität herzustellen", sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel.
17:58 | jschindl

Ungarn sieht keine Lösung der Krise ohne Russland: Ungarn sieht weder eine Lösung des Syrien-Konflikts noch der Flüchtlingskrise ohne die Hilfe Russlands. Das sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Mittwoch der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur MTI in Moskau nach Gesprächen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow.
17:48 | jschindl

Oppositionschef Jansa - Slowenische Armee überfordert: Der slowenische Oppositionsführer und mehrmalige Regierungschef Janez Jansa sieht den Einsatz von Soldaten seines Landes in der Flüchtlingskrise skeptisch. "Die slowenische Armee verfügt nicht über ausreichende Kapazitäten, um die Lage an der Grenze wesentlich zu verbessern", sagte der Spitzenpolitiker am Mittwoch der dpa in Ljubljana.
17:24 | jschindl

Slowenien will zweiten Transitort zu Österreich: Slowenien möchte mit Österreich neben dem Grenzübergang Spielfeld einen weiteren Punkt an der Grenze vereinbaren, wo Flüchtlinge nach Österreich kommen. "Auf diese Weise würden wir die Situation in Sentilj (bei Grenzübergang Spielfeld, Anm.) besser kontrollieren können", sagte der Staatssekretär im slowenischen Innenministerium, Bostjan Sefic, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Ljubljana.
17:18 | jschindl

Westbahn - Wollten ÖBB mit Nichtzahlung zum Tun bewegen: Eine eigenwillige Argumentation, warum die Westbahn aufgrund des Flüchtlingsansturms Zahlungen an die ÖBB nicht leisten will, hat heute die Westbahn nachgeliefert: Sie wollte damit ihren Forderungen nach mehr Sicherheit und Qualität in den Bahnhöfen Nachdruck verleihen. Auslöser für das Druckmittel seien besorgte Anfragen von Kunden gewesen.
17:03 | jschindl

Brüssel will bessere Koordinierung durch Krisengipfel: Die EU-Kommission erwartet sich vom Krisengipfel der Länder an der Balkanroute am Sonntag eine bessere Koordinierung bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme. Die Staaten sollten "raus aus der Situation, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht", hieß es am Mittwoch in EU-Kommissionskreisen in Brüssel zur APA.
16:45 | jschindl

Unbekannte stellten Galgen vor deutscher Unterkunft auf: Unbekannte haben nahe einer Flüchtlingsunterkunft in der ostdeutschen Stadt Möckern (Sachsen-Anhalt) einen Galgen aufgestellt. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Der Staatsschutz ermittelt wegen einer Androhung von Straftaten und prüft auch den Verdacht der Volksverhetzung.
16:29 | jschindl

Asylprojekt der Philharmoniker im Bezirk Lilienfeld: Die Wiener Philharmoniker planen ein Asylprojekt im Bezirk Lilienfeld. Das frühere Gasthaus Stiefsohn in St. Aegyd am Neuwalde soll laut einer Aussendung adaptiert werden und dann bis zu 16 Menschen (vier Familien) zur Verfügung stehen. Initiator ist Norbert Täubl, langjähriges Orchestermitglied und gebürtiger St. Aegyder.
16:22 | jschindl

Sondertreffen der EU-Innenminister am 9. November: Die Innenminister der EU werden am 9. November in Brüssel zu einer Sondersitzung wegen der Flüchtlingskrise zusammenkommen. Das teilt die luxemburgische Ratspräsidentschaft am Mittwoch auf Twitter mit. Zwei Tage später beraten die EU-Staats- und Regierungschefs auf Malta mit ihren Kollegen ans dem Nahen Osten und Afrika über Möglichkeiten zur Eindämmung der Flüchtlingszahlen.
16:20 | jschindl

Falsch-Info mögliche Ursache für Aufbruch in Spielfeld: Falsche Informationen unter den Flüchtlingen über die Entfernung Deutschlands von Spielfeld könnte am Mittwoch laut Polizei zu dem Aufbruch von mehr als 1.500 Menschen zu Fuß Richtung Norden geführt haben. Als sie merkten, dass die Grenze zu Deutschland doch noch Hunderte Kilometer entfernt ist, dürften einige wieder umgekehrt sein, sagte Sprecher Fritz Grundnig zur APA.
16:00 | jschindl

Telefongespräch Erdogan-Putin zu Syrien: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich nach Reuters-Informationen in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin besorgt über die Entwicklungen in Syrien geäußert. Die Bombardierung der nordsyrischen Stadt Aleppo werde die Zahl der Flüchtlinge weiter erhöhen, sagte Erdogan nach Angaben aus seinem Präsidialamt in dem Gespräch am Mittwoch.
15:53 | jschindl

Merkel will gemeinsame Lösungen für Flüchtlingsroute: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will bei dem Sondertreffen mehreren EU-Regierungschefs am Sonntag in Brüssel zur Flüchtlingskrise über gemeinsame Lösungen für die Flüchtlingsroute über den Westbalkan beraten. Es sei nicht richtig, wenn jeder Staat nur für sich allein nationale Maßnahmen ergreife, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.
15:41 | jschindl

Experten raten zur Wachsamkeit bezüglich Infektionen: Immer wieder gibt es Meldungen über Infektionskrankheiten bei Flüchtlingen. Die Österreichische Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin hat jetzt mit dem Gesundheitsministerium zu dem Thema eine Information für das medizinische Personal gestaltet. Fazit: "Banale" Infekte sind häufig, "exotische" Infektionserkrankungen dürften nur ein geringes Risiko darstellen.
15:07 | jschindl

Kroatien - Kein Grund Flüchtlingsstrom zu begrenzen: Der kroatische Innenminister Ranko Ostojic sieht keinen Grund dafür, den Flüchtlingszustrom durch sein Land wie von Slowenien gefordert zu begrenzen. "Es gibt keine Begrenzungen in Österreich und Deutschland", sagte Ostojic am Mittwoch dem kroatischen Sender HRT in Opatovac. Kroatien sei bereit, einen Teil der Flüchtlinge zurückzuhalten, allerdings nicht in dem von Slowenien angestrebten Ausmaß.
14:52 | jschindl

Zahl der Asylanträge in Italien gestiegen: Die Zahl der in Italien gestellten Asylanträge ist 2015 um 31 Prozent gestiegen. In den ersten neun Monaten wurden 61.545 Asylanträge gestellt, im Vergleichszeitraum 2014 waren es 47.130, wie das italienische Innenministerium am Mittwoch mitteilte.
14:37 | jschindl

5.700 Neuankünfte in Mazedonien in 24 Stunden: In den vergangenen 24 Stunden sind im mazedonischen Gevgelija an der Grenze zu Griechenland rund 5.700 Flüchtlinge angekommen. Der Flüchtlingsandrang habe sich besonders in den Abendstunden erhöht, meldeten Medien.
14:26 | jschindl

Van der Leyen - Abschiebung in Heeresflugzeugen denkbar: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist grundsätzlich offen für den Einsatz von Bundeswehr-Flugzeugen bei der Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern. "Selbstverständlich ist eine Nutzung der Transall nicht ausgeschlossen", sagte von der Leyen am Mittwoch in Berlin.
13:52 | jschindl

EU-Kommission wirft Prag Versagen bei Abschiebungen vor: Die EU-Kommission wirft Tschechien Versagen bei der Abschiebung von illegalen Migranten vor. In einem im September an die Prager Regierung adressierten Brief, der nun durch den Tschechischen Rundfunk bekannt wurde, kritisiert die EU-Kommission, Tschechien schiebe nur 13 Prozent der abgelehnten Asylwerber ab, während die durchschnittliche Rückführungsquote der EU-Länder bei 39 Prozent liege.
13:36 | jschindl

Rund 3.500 Flüchtlinge passierten Grenze nach Kroatien: Rund 3.500 Flüchtlinge, die stundenlang an der serbisch-kroatischen Grenze gewartet hatten, konnten kurz vor Mittag innerhalb weniger Minuten nach Kroatien einreisen. Die wartenden Menschen hatten zum Großteil die Nacht unter freiem Himmel vor dem Grenzübergang Berkasovo-Babska verbracht.
13:10 | jschindl

Rund 1.000 in Spielfeld auf eigene Faust losgegangen: Rund 1.000 Flüchtlinge haben Mittwochmittag eine Absperrung der Polizei in der Sammelstelle Spielfeld durchbrochen und sich zu Fuß auf eigene Faust am Weg auf der B67, der Grazer Straße, in Richtung Norden aufgemacht. Die Einsatzkräfte versuchten die Menschen zu überreden, wieder umzukehren und auf die geplanten Busse zu warten, erklärte Polizeisprecher Fritz Grundnig.
13:09 | jschindl

+++ Rund 1.000 Flüchtlinge in Spielfeld auf eigene Faust losgegangen +++
12:56 | David Mayr

Mehr als 21.400 kamen in vier Tagen nach Slowenien: Seitdem Slowenien vor vier Tagen zum neuen Transitland an der Balkanroute geworden ist, haben bereits mehr als 21.400 Flüchtlinge das Land erreicht. Alleine am Dienstag kamen laut jüngsten Daten der Polizei etwas mehr als 8.000 Flüchtlinge an. Mittwoch in der Früh befanden sich noch 11.000 Schutzsuchende im Land, während erneut Tausende aus Kroatien erwartet wurden.
12:29 | David Mayr

Innenministerium und NGOs besprechen Kostenübernahme: Innenministerium und Hilfsorganisationen sprechen heute Nachmittag über die Übernahme der Kosten für die Flüchtlingsbetreuung durch den Bund. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hatte am Dienstag angekündigt, dass die vereinbarten 15 Mio. Euro in den nächsten Tagen ausgezahlt werden sollen. Das Finanzministerium sieht damit auch die Forderung der Länder nach Klärung der Kostenfrage erfüllt.

Die Finanzreferenten der Bundesländer hatten am Dienstag eine Klärung der Frage gefordert, wer die Kosten für die Flüchtlingsbetreuung übernimmt. Die Länder befürchten, dass die NGOs und in weiterer Folge auch sie selbst auf den Kosten sitzen bleiben könnten.
12:27 | David Mayr

Großbrand in Zeltlager in slowenischem Brezice: Im überfüllten Flüchtlingslager in Brezice im Südosten Sloweniens ist Mittwoch früh ein Brand ausgebrochen. "Mehr als 20 Zelte haben gebrannt. Die Feuerwehr hat das Feuer bereits gelöscht, es gab keine Verletzten", sagte eine Polizeisprecherin der APA. Augenzeugen berichteten, die Flüchtlinge hätten die Zelte absichtlich angezündet. "Das können wir derzeit nicht bestätigen", so die Sprecherin.

Das Zeltlager in Brezice hat eine Kapazität für 400 Menschen. Wegen großen Zustroms über die Grenze werden dort aber deutlich mehr Flüchtlinge untergebracht. Nach den letzten Daten der Polizei befanden sich Mittwoch früh rund 1.750 Menschen in der Einrichtung.
12:12 | David Mayr

Heeres-Vereine sehen Versäumnisse der Regierung: Vertreter des Bundesheers sehen Versäumnisse der Regierung im Umgang mit der Flüchtlingskrise. Seit Jahren sehe die Sicherheitsstrategie ein solches Szenario vor, sagte Erich Cibulka, Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Zugleich präsentierte der Verband der wehrpolitischen Vereine seine Bürgerinitiative gegen die "Bundesheer-Zerstörung".

"Die Regierung hat es verabsäumt, Vorbereitungen zu treffen für Situationen, die nicht überraschend gekommen sind", drückte sich Cibulka konkret aus. Oder auf Nachfrage kurz gesagt: "Und da sage ich, ja, das ist versemmelt." Denn bereits die Sicherheitsstrategie 2001 sehe ein Flüchtlingsszenario, wie es Europa derzeit erlebt, vor. Cibulka will als Sprecher des Verbandes der wehrpolitischen Vereine keinen "Triumph zeigen", wie er sagte. Vielmehr gehe es darum, ein Umdenken in der Politik zu bewirken, wie er betonte.
11:25 | David Mayr

Rund 2.000 Menschen in Spielfeld eingelangt: Wie schon Dienstagabend sind am Mittwoch gegen 10.00 Uhr 1.500 bis 2.000 Menschen auf einmal am Grenzübergang Spielfeld angekommen. Die Lage wirkte laut einem APA-Reporter angespannt. Die Polizei versuche den großen Andrang in geordnete Bahnen zu leiten, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig, doch eine Einreisekontrolle und Registrierung aller sei angesichts der großen Zahl nur schwer bewältigbar.

Bei einer derart großen Anzahl von Menschen stehe die Versorgung im Vordergrund, eine Registrierung könne unter Umständen auch später in einem Notquartier gemacht werden, so Grundnig. Die Flüchtlinge werden von österreichischen und slowenischen Einsatzkräften wenige Hundert Meter vor dem österreichischen Grenzposten zur Sammelstelle umgeleitet. Jene, die versuchen aus der Reihe auszuscheren, würden "mit Nachdruck" zurück in den Menschenstrom gedrängt.
11:13 | David Mayr

Sondergipfel auf Initiative von Merkel und Faymann: Der Sondergipfel zur Flüchtlingskrise auf der Balkan-Route am Sonntag sei eine Initiative der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und von Bundeskanzler Werner Faymann (ÖVP), hieß es am Mittwoch aus dem Bundeskanzleramt in Wien. Im Zentrum soll das Funktionieren der "Hotspots" zur Registrierung von Flüchtlingen und "funktionierende Rückführungsaktionen" an der EU-Außengrenze stehen.

Solche "Hotspots" sollen bis Ende November in Griechenland und Italien eingerichtet sein. An dem Sondergipfel am Sonntag in Brüssel nehmen den Angaben zufolge auch UNHCR-Chef Antonio Guterres, EU-Ratspräsident Donald Tusk, der luxemburgische Premier Xaxier Bettel, dessen Land aktuell den EU-Vorsitz innehat, sowie die Direktoren der EU-Grenzagentur Frontex und der Europäischen Stelle für Asylfragen (EASO) teil.
11:12 | David Mayr

150 Menschen vor österreichischer Grenze zurückgewiesen: 150 Flüchtlinge sind am Dienstag vor der österreichischen Grenze in Slowenien zurückgewiesen worden. Wie Polizeisprecher Rainer Dionisio am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte, waren die Flüchtlinge per Zug in Richtung Kärnten unterwegs. "Es handelte sich um eine Zurückweisung der österreichischen Polizei, die von der slowenischen Polizei in Jesenice durchgeführt wurde", sagte Dionisio.

Außer den 150 Flüchtlingen wurden in nachfolgenden Zügen noch einzelne weitere Personen zurückgeschickt. "Solche Zurückweisungen gibt es immer wieder, sie erfolgen im Rahmen der Grenzkontrollen", sagte Dionisio. Bei der Durchführung komme es immer auf die Verhältnismäßigkeit an.
11:12 | David Mayr

Türkei erwartet Hundertausende aus Syrien: Angesichts heftiger Gefechte in der Region um die nordsyrische Großstadt Aleppo erwartet die Türkei Presseberichten zufolge bis zu 350.000 weitere Flüchtlinge aus dem Nachbarland. Noch vor dem Wochenende könnten sich die Menschen in Bewegung setzen, zitierte die Zeitung "Hürriyet" am Mittwoch türkische Regierungskreise.

Ein Vertreter der turkmenischen Minderheit in Syrien, Abdurrahman Mustafa, sagte dem Blatt, im Süden von Aleppo hätten sich bereits rund 50.000 Menschen auf den Weg in Richtung Türkei gemacht. Aleppo liegt nur etwa 50 Kilometer südlich der türkischen Grenze. Russische Luftangriffe hatten in den vergangenen Tagen dort Geländegewinne für syrische Regierungstruppen und verbündete Milizen ermöglicht.
11:09 | David Mayr

4.300 Menschen verbrachten Nacht in Notquartieren: 4.300 Flüchtlinge sind in der Nacht auf Mittwoch in Notquartieren betreut worden, weitere 2.400 waren es an Sammelstellen bzw. Transitzonen. Das gab der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, bekannt.

"Dadurch, dass gestern Abend etwas überraschend 4.000 Personen den Weg an die slowenisch-österreichische Grenze in Spielfeld genommen haben, war das Schwergewicht in der Steiermark, wo alle Unterkünfte überfüllt waren und etwa 1.400 Personen die Nacht in Zelten an der Grenze verbringen mussten", erläuterte Foitik. Ein Transport aller Menschen in andere Bundesländer sei am Dienstagabend nicht mehr zu bewerkstelligen gewesen.

"Für heute rechnen wir mit einem Abbau des Rückstaus in Kroatien und Slowenien und damit mit höheren Zahlen an Menschen, die nach Österreich kommen", erklärte der Bundesrettungskommandant. Abhängig von der Aufnahmebereitschaft Deutschlands werde es daher entweder zu einer erhöhten Durchreise oder einem Rückstau in Österreich kommen.
11:09 | David Mayr

3.500 Flüchtlinge warten an serbisch-kroatischer Grenze: Tausende Flüchtlinge haben auch in der Nacht auf Mittwoch an der serbisch-kroatischen Grenze ausgeharrt und auf die Einreise nach Kroatien gewartet. Rund 3.500 Menschen drängten sich in der Früh vor dem Grenzübergang Berkasovo-Babska. Immer wieder wurde kleinen Gruppen von 50 bis 100 Personen die Einreise nach Kroatien erlaubt, wie serbische Medien berichteten.
10:29 | David Mayr

Juncker beruft Sondergipfel ein: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat für Sonntag einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs zur Flüchtlingskrise auf der Balkanroute einberufen. An dem Treffen nehmen die Regierungschefs von Österreich, Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Griechenland, Ungarn, Rumänien, Serbien und Slowenien teil, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. Brüssel. Es gibt Bedarf nach viel mehr Zusammenarbeit, mehr ausführlichen Gesprächen und unverzüglichen operativem Handeln , heißt es in einer Pressemitteilung der EU-Behörde. Ziel des Treffens sei es, sich auf gemeinsame operative Schlussfolgerungen zu einigen, die sofort umgesetzt werden sollen. Das Sondertreffen findet am Sonntag von 16.00 bis 19.00 Uhr am Berlaymont-Sitz der EU-Kommission in Brüssel statt, anschließend gibt es ein Abendessen der Regierungschefs.
10:20 | David Mayr

Norwegen errichtet Aufnahmezentrum an russischer Grenze: Norwegen richtet wegen der kontinuierlichen Ankunft von Flüchtlingen über die gemeinsame Grenze mit Russland im äußersten Norden der skandinavischen Halbinsel ein Aufnahmezentrum ein. Bisher gelangten Schätzungen zufolge rund 1.500, großteils aus Syrien stammende Asylsuchende über die russische Grenze. In den vergangenen Jahren wurden jeweils nur ein paar Dutzend gezählt.

Die Regierung in Oslo hat nun beschlossen, eine ehemalige Kaserne bei Kirkenes als Registrierungszentrum und Notunterkunft einzurichten, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB am Dienstag (gestern). Die Behörden rechneten aus, dass derzeit rund ein Viertel aller neu in Norwegen ankommenden Flüchtlinge am oder in der Nähe vom norwegisch-russischen Grenzübergang Storskog ins Land gelangt.
07:46 | David Mayr

UNHCR rechnet mit Anstieg von Einreisen über Mittelmeer: Angesichts der hohen Zahlen an Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, hat sich das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) am Dienstag beunruhigt gezeigt. "Das winterliche Wetter stoppt die Menschen nicht, Boote zu nehmen", schrieb das UNHCR am Dienstag auf seiner Facebook-Seite.

"Flüchtlinge haben uns erzählt, dass Schlepper nun 'Winter-Discounts' für eine Mittelmeer-Überquerung bei Schlechtwetter anbieten", hieß es weiter. Die UNO-Organisation zeigte sich auf ihrer Homepage sehr besorgt und befürchtet, dass in den kommenden Wochen die Zahl der über das Mittelmeer reisenden Flüchtlinge ansteigen wird - einerseits um dem Wintereinbruch zuvorzukommen, andererseits aufgrund der Angst vor Grenzschließungen auf dem Landweg. "Das UNHCR fordert verstärkte Rettungs- und Suchaktionen in dieser Region, um Risiken vorzubeugen", sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming am Dienstag in Genf.
07:45 | David Mayr

Zustrom in Südsteiermark verringert: In der Südsteiermark hat sich nach dem Zustrom von 4.500 Flüchtlingen aus Slowenien am Dienstag die Situation in der Nacht auf Mittwoch entspannt. In Spielfeld befinden sich derzeit 530 Personen in der Erstversorgungsstelle. Der Weitertransport der Flüchtlinge in Unterkünfte in ganz Österreich lief die ganze Nacht hindurch und funktionierte reibungslos, teilte die Landespolizeidirektion mit.

Am Grenzübergang Bad Radkersburg ist die Situation ruhig, die Erstversorgungsstelle ist derzeit leer, berichteten die Behörden der APA.

(APA, Red.)

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