LIVE im Ticker: Seit Mitternacht 4.144 Flüchtlinge in Nickelsdorf angekommen

LIVE im Ticker: Seit Mitternacht 4.144 Flüchtlinge in Nickelsdorf angekommen
Weiterhin gibt es keine konkreten Lösungen zur Flüchtlingskrise. In der Nacht auf Mittwoch erreichten 4.144 Flüchtlinge das burgenländische Nickelsdorf. VIENNA.at berichtet wieder live von den Geschehnissen des Tages.

In der Nacht auf Mittwoch haben 4.144 Flüchtlinge den burgenländischen Grenzort Nickelsdorf erreicht. Diese seit Mitternacht verzeichnete Zahl nannte die Landespolizeidirektion Burgenland in der Früh. In Heiligenkreuz wurden keine Flüchtlinge registriert. Am Montag verzeichnete die Polizei bis 19.00 Uhr insgesamt 5.279 Grenzübertritte von Asylwerbern in Nickelsdorf.

Die Flüchtlingskrise am Mittwoch
18:14 | ntatschl

Wir beenden unseren Liveticker für heute und bedanken uns erneut für Ihre Aufmerksamkeit
18:10 | ntatschl

Die deutsche Presseagentur meldet eine Attacke auf Flüchtling: Nach der Messerattacke auf einen Migranten in einer Flüchtlingsunterkunft in Merdingen (Baden-Württemberg) wird gegen einen 25-Jährigen wegen versuchten Totschlags ermittelt. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte. Der Zustand des bei dem Angriff am Dienstag verletzten 49-Jährigen habe sich mittlerweile stabilisiert. Er sei außer Lebensgefahr. Weil der 25-Jährige Flüchtling bei einer Vernehmung zum Sachverhalt keine Angaben machte, bleibt das Motiv der Tat weiterhin unklar. Der Verdächtige hatte bereits am Montag in dem Asylbewerberheim randaliert.
18:09 | ntatschl

Tschechien hilft Ungarn mit Soldaten und Ausrüstung bei der Grenzsicherung. Eine erste Gruppe von 21 Soldaten sei am Mittwoch im ungarischen Kaposvar eingetroffen, sagte ein Sprecher des Generalstabs in Prag der Deutschen Presse-Agentur. Die Pioniereinheit bringt für Erdarbeiten fünf Großlastwagen, Erdbohrer, Bagger, Presslufthammer und einen Werkstattwagen mit. Zudem stellt Tschechien zehn Feldküchen zur Verfügung. Ungarn hat an der Grenze zu Serbien einen Grenzzaun errichtet, um Flüchtlinge zu stoppen. Die Abschottung wird von Menschenrechtsorganisationen kritisiert. Tschechien und Ungarn arbeiten gemeinsam mit Polen und der Slowakei seit 1991 in der mitteleuropäischen Visegrad-Gruppe zusammen.
18:08 | ntatschl

Das Innenministerium macht nun auch im Bundesland Salzburg erstmals von seinem Durchgriffsrecht Gebrauch. In der Gemeinde Bergheim (Flachgau) soll ein Quartier für bis zu 400 Flüchtlinge entstehen. Die ersten Flüchtlinge werden voraussichtlich im Dezember in das Bürogebäude der ehemaligen Informatikabteilung von Porsche einziehen. Bis dahin sind noch Adaptierungsarbeiten notwendig. "Es handelt sich um ein Asylquartier des Bundes, das wir in Absprache mit dem Land und mit Information des Bürgermeisters eröffnen", sagte Karl-Heinz Grundböck vom Innenministerium am Mittwoch zur APA. Das Land Salzburg erfülle seine Asylquote derzeit nur zu 94 Prozent. "Wir sehen in dem Schritt aber viel mehr eine Verfahrensverkürzung, um nicht lange baurechtliche Verfahren abwickeln zu müssen. Das ist im Interesse aller. Wir wollen in dieser Jahreszeit die Notquartiere mit Zelten nicht mehr haben und brauchen darum zusätzliche Quartiere." Ob im Endeffekt tatsächlich 400 Menschen in das Gebäude ziehen, hänge letztendlich vom Bedarf ab. Wie ein Sprecher von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) zur APA sagte, liege die gesetzliche Höchstgrenze im eingelangten Bescheid bei 450 Personen. Das Innenministerium habe jedoch zugesagt, dass nur maximal 250 Flüchtlinge in Bergheim unterkommen werden.
18:07 | ntatschl

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic schließt Grenzzaun nicht mehr aus: "Ich denke, dass es in Zukunft möglich sein kann, dass wir eine Art physischer Barriere aufbauen müssen", sagte die Präsidentin in einem Interview mit der Tagezeitung "Jutarnji list" (Mittwoch-Ausgabe). "Ich möchte das vermeiden, aber in der Zukunft sehe ich wenig Möglichkeiten, wie wir uns sonst verteidigen können". Kroatien sei nicht in der Lage, mit einer große Anzahl von Flüchtlingen fertig zu werden. Auch Ungarn habe das Recht, seine Grenzen und jene der EU zu schützen. Vergleiche mit Konzentrationslagern seien deshalb aber nicht angebracht, betonte Grabar-Kitarovic, die Anfang des Jahres als Kandidatin der nationalistisch-konservativen HDZ (Kroatische Demokratische Union) zum Staatsoberhaupt gewählt worden war. Der sozialdemokratische Premier Zoran Milanovic hatte Ungarn wegen der Errichtung eines Zaunes an der Grenze zu Serbien kritisiert.
18:06 | ntatschl

Neues Unglück vor der griechischen Insel Lesbos: Nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes werden drei Menschen vermisst. Dies berichtete der staatliche griechische Rundfunk unter Berufung auf die griechische Küstenwache am Mittwoch. Das Boot sei zwischen der türkischen Ägäisküste und der Insel Lesbos untergegangen. Die türkische Küstenwache habe 21 Menschen aus den Fluten gerettet, hieß es. An der Suchaktion nehmen auch Boote der EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie ein Hubschrauber teil. Die Ägäis ist eine der Routen, über die Flüchtlinge nach Europa kommen. Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 445.000 Migranten in Griechenland angekommen. In ihrer Mehrheit reisen sie nach Westeuropa weiter.
16:28 | Johanna Mayer

Warnung vor "Trojanischem Pferd": Der Erzbischof von Valencia, Antonio Canizares, warnt vor einem weiteren Flüchtlingsstrom nach Europa. Der Zuzug von Migranten aus islamischen Ländern könne sich als "trojanisches Pferd" für die europäischen Gesellschaften entpuppen, warnte der katholische Bischof laut spanischen Medienberichten vom Mittwoch.
16:27 | Johanna Mayer

Aufregung um Asylquartiere: In der Nähe der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang im deutschen Nationalpark Eifel sollen demnächst bis zu 900 Flüchtlinge untergebracht werden. Der Zeitpunkt für die Ankunft der ersten Flüchtlinge sei allerdings noch offen, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln am Mittwoch.
16:10 | Johanna Mayer

Visegrad-Kontrollen von Ungarns Grenze werden konkreter: Die vergangenen Woche bekannt gewordenen Pläne bezüglich der Sicherung der ungarischen Südgrenze durch die Visegrad-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn) werden konkreter. Aus EU-Diplomatenkreisen wurde am Freitag bekannt, dass zumindest 150 tschechische sowie 50 slowakische Beamte mithelfen sollen. Die vier Staaten werden sich vor dem EU-Gipfel am Donnerstag auch zu diesem Thema beraten.
16:08 | Johanna Mayer

Deutschland sagt "Nein" zu Transitzonen: Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel lehnt die von den Konservativen geforderten Transitzonen für Flüchtlinge weiter ab. Eine Prüfung der Bleibeperspektive in Deutschland in einer solchen Transitzone setze voraus, dass ein Flüchtling formal in Haft genommen werde. "Und das werden wir ganz sicher nicht machen", sagte der SPD-Chef am Mittwoch in Berlin.
15:52 | Johanna Mayer

Kaum noch Migranten vom Balkan: Über die deutsch-österreichische Grenze kommen nach Erkenntnissen der deutschen Bundespolizei kaum noch Flüchtlinge aus den Balkanländern oder anderen sicheren Herkunftsstaaten. Von den täglich Tausenden Migranten stammten die meisten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak sowie aus Eritrea und Nigeria, sagten Sprecher der Bundespolizei in Bayern am Mittwoch.
14:13 | Johanna Mayer

10.500 Euro pro Flüchtling pro Jahr: Für das Budget 2015 und 2016 bedeutet der aktuelle Flüchtlingsstrom eine neue Belastung: Das Finanzministerium rechnet mit Kosten von knapp einer Milliarde Euro für 2016, erwartet werden 85.000 Asylwerber.
13:02 | jschindl

Verein "Gedenkdienst" widmet Semesterprogramm der Migration: Der Verein "Gedenkdienst" widmet sein aktuelles Semesterprogramm dem Thema "Gehen und Bleiben nach 1945. Migration nach dem Ende der NS-Herrschaft". Dabei wird u.a. der Umgang mit Besatzungskindern, die Migration von sowjetischen Juden nach und durch Österreich sowie die Bedeutung von Scheinehen in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet.
13:01 | jschindl

Deutsche Hilfsorganisationen rügen geplante Asyl-Reform: Die geplanten Reformen im Asylverfahrensrecht in Deutschland drohen aus Sicht von Flüchtlingsorganisationen die Integration massiv zu erschweren. Amnesty und Pro Asyl rügten am Dienstag insbesondere die Ausdehnung des Zwangsaufenthalts in Erstaufnahmeeinrichtungen sowie die Einführung des Sachleistungsprinzips und die Ausdehnung des Arbeitsverbots.
12:50 | jschindl

Fast 173.000 kamen bisher durch Kroatien: Seit Mitte September sind fast 173.000 Flüchtlinge durch Kroatien gekommen. Am Mittwoch sind bis 9.00 Uhr rund 1.800 Neuankünfte gezählt worden, teilte das kroatische Innenministerium mit.
12:33 | jschindl

Ein Flüchtling kostet 10.500 Euro pro Jahr: Die Welle an Flüchtlingen wird die Budgets 2015 und 2016 außergewöhnlich belasten. Nächstes Jahr rechnet das Finanzministerium mit Kosten von knapp einer Milliarde Euro. In seiner Budgetmeldung an die EU rechnet das Finanzministerium außerdem vor, dass jeder Flüchtling durchschnittlich 10.500 Euro jährlich kostet. Insgesamt werden 2016 rund 85.000 Asylwerber erwartet.
12:24 | jschindl

Mehr Menschenhandel durch Migrationsbewegung: Über 30 Milliarden US-Dollar (26 Mrd. Euro) werden nach Angaben des Innenministeriums weltweit pro Jahr durch Menschenhandel erzielt. Die derzeitige Migrationsbewegung befördere die Ausbeutung von Menschen. "Die beschränkten Einreisemöglichkeiten führen dazu, dass noch mehr Personen zu Opfern werden", betonte der Strafrechtsexperte Andreas Schloenhardt bei einer Diskussion am Mittwoch in Wien.
11:44 | jschindl

EU-Gipfel lässt Hotspots und Dublin offen: Der auf einen Tag verkürzte EU-Gipfel lässt in der Flüchtlingsfrage zahlreiche wesentliche Fragen offen. In EU-Ratskreisen hieß es am Mittwoch, bei den bis Ende November einzurichtenden Hotspots an den EU-Außengrenzen sei immer noch nicht klar, ob es sich dabei um einen Prozess oder um einen Ort handle.
10:52 | jschindl

Kälteeinbruch auch in Nickelsdorf (Foto: APA)
10:03 | jschindl

"Asyl auf Zeit" laut Mitterlehner "demnächst" fertig: Der Plan der ÖVP, das Vorhaben eines "Asyl auf Zeit" einzuführen, könnte laut den Worten von ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner bald umgesetzt werden. "Wir sind zuversichtlich, 'Asyl auf Zeit' demnächst fertig zu haben", sagte der Vizekanzler am Mittwoch nach dem Ministerrat. Grundsätzlich merkte der Wirtschaftsminister an, dass die Probleme in Syrien "eher schwieriger" geworden seien.
09:40 | jschindl

Flüchtlingskinder in Nickelsdorf (Foto: APA)
09:07 | jschindl

Eine für sie "verrückte" Welt: Es gibt ein großes Missverständnis, was Flüchtlinge betrifft. Im Gegensatz zu Ortsansässigen reagieren sie oft nicht "normal". Ihre Welt ist völlig aus den Fugen. Aus Sicherheit ist Unsicherheit geworden, aus Achtung vor dem Menschen die Verfolgung. Die Konsequenzen sind komplex, hieß es jetzt bei einer Info-Veranstaltung für Wiener Ärzte zum Thema "Medizinische Versorgung von Flüchtlingen". - "Es gibt keinen einzigen Österreicher, der sich mit irgendetwas angesteckt hätte", sagte Montagabend im Billrothhaus der Wiener Ärztekammer Antibiotikaspezialist Oskar Janata (Wiener Donauspital).
08:44 | jschindl

Erneut warten viele Taxis auf die Flüchtlinge (Foto: APA)
08:17 | jschindl

Binnen-Grenzkontrollen in EU maximal für zwei Jahre: Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb der EU ist im Schengen-Kodex strikt geregelt. Dieser sieht dazu mehrere mögliche Fristen und Verfahren vor. Angesichts des arabischen Frühlings wurde der Schengen-Kodex 2013 reformiert. Neu eingeführt wurde damals die Option einer Wiedereinführung von Binnengrenzkontrollen im Fall außergewöhnlicher Umstände für bis zu zwei Jahre.
08:01 | jschindl

Flüchtlinge in Nickelsdorf (Foto: APA)
07:45 | jschindl

Aufnahmebereitschaft der Deutschen sinkt: Der anhaltende Flüchtlingszustrom nach Deutschland lässt die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung laut einer Umfrage zusehends schwinden. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov veröffentlichte am Dienstag die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung, derzufolge 56 Prozent der deutschen Bürger die Asylbewerberzahlen inzwischen für zu hoch halten.
07:36 | jschindl

Tausende in Deutschland weiterhin in Zelten: Viele Flüchtlinge müssen in Deutschland einem Medienbericht zufolge trotz sinkender Temperaturen noch in nicht winterfesten Zelten wohnen. Allein in den Unterkünften der Bundesländer waren Anfang Oktober rund 42.000 Flüchtlinge in Zelten und zeltähnlichen Unterkünften untergebracht, wie eine Umfrage der Zeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe) in allen 16 Bundesländern ergab.
07:26 | jschindl

Gabriel: "Transitzonen sind Haftzonen": Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat den Vorschlag der Union zur Einführung von Transitzonen massiv kritisiert. "Wenn man ins Gesetz guckt, sind Transitzonen Haftzonen", sagte Gabriel nach Angaben von Teilnehmern am Dienstag in der SPD-Fraktion. Er bezog sich damit auf den von Innenminister Thomas de Maiziere vorgelegten Entwurf.

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